Fotos, Pressebeiträge, Textkontrolle fehlen noch.

Berufsweg als selbständiger Kunsthändler:

1978 Gründungsjahr Kunsthandel Blau, mit Antiquitäten und gleichzeitig „Moderne Kunst“ – Avantgarde nach 1945.
Schwerpunkt deutsche und international bekannte Künstler, auch Nachwuchskünstler aus Nordrhein-Westfalen. Da JCB und ich befreundet waren mit dem Kölner Gerd Reinz, damaliger Vorsitzender des „BVDG – Deutschen Galeristenverbandes“, bekam ich zur freien Auswahl aus seiner Galerie Orangerie, moderne Kunst, mit hohem Anspruch. In Kommission. Natürlich sah daher mein Kunstangebot von Anfang an gut aus. Ohne großen finanziellen Aufwand. Entsprechend schnell wurde ich von Interessenten aufgesucht. // Moralische Stütze und Hilfe als Verkäuferin, von Anfang an, na klar: meine Mutter. Somit kam es auch weiterhin zu vielen Reisen. Auch als Begleiter von JCB ins Ausland, privat oder geschäftlich, immer, immer wieder. Das hieß für mich, während JCB Geschäftsgespräche tagsüber hatte: Rein in die Museen und Galerien, zu Fuß die Städte erforschen, so wie es meine Eltern schon für mich als Kind organisiert hatten. Siehe Rubrik Reisen. Etwa war ich, per Bustour – immer alleine, vorne beim Fahrer sitzend, mit 12 in Venedig und Tirol. Mit 16 in Warschau, Krakau, Auschwitz. In Dänemark, in Schweden. Und auf der hanseatischen Yachtschule in Glücksburg mit 16 Jahren. Abschluss: zweiter Preis im Dingi. Der damalige Direktor war der Navigator auf der schönen, dunkelgrünen „Krupp-Hochsee-Segel-Yacht“. Zufällig lag sie dort vor Anker. Dann ging es halt weiter so mit den Touren mit JCB. Bis heute 2020.

1978 Auch der Verkaufsgewinn meiner Eigentumswohnung im Münsterpark, Derendorf, ermöglichte den Start. Sofort kaufte ich eine neue. Deren Verkaufsgewinn erleichterte mir zusätzlich den Umzug nach Palma de Mallorca 1999.

198Joseph Beuys Erste, kleine aber bedeutende Ausstellung der Galerie Blau. Dank Kontakt zu Beuys. Erster kleiner Pressebericht mit Foto:

Der Anfang mit Pressebeiträgen

Es folgten eher unbedeutende Präsentationen. Ausserdem gab es viele Kultur-Reisen mit JCB. Nun ja, das blieb auch so. Diese begannen mit ihm ja schon, als ich 17Jahre alt war und JCB, 32. // Nach und nach wurde ich zum Galeristen. Dank lesen, lesen lesen, Galerien und Museums-Besuchen, Gespräche mit JCB, Sammlern, Kulturwissenden. Unterstützend, na klar, die gute soziale Umgebung!

1989 Beginn Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Galerien BVDG. Mitglied im Ausschuss „Neue Medien.“

1995 Ausstellungsbeginn mit Kuratoren & Schirmherrschaften. Kulturverantwortliche als Redner, da kostenlos. Dies war eine clevere unternehmerische Entscheidung. Viel mehr Medien berichteten nun über meine Künstler und deren Ausstellungen! Sehr viel mehr Gäste kamen. Der Umsatz stieg. Siehe Dokumentation Pressebeiträge in – vier Aktenordner!

1997 Prof. Dr. Raimund Stecker, Direktor Kunstverein Düsseldorf, empfiehlt die Galerie Blau in einem Rundschreiben an die über 3.000 Mitglieder.

1998 Prof. Dr. Armin Zweite, Direktor Kunstsammlung NRW, schreibt einen Glückwunsch zur Helmuth Pfeuffer-Ausstellung und gratuliert zu der Entwicklung der Galerie Blau.

1999 – 19. Juni. Prof. Heinz Kalenborn, Kulturausschuss Rat der Stadt Düsseldorf: „Blau ist der Schmela der 90er Jahre“. ( Na bitte!)

1999 Januar Galeriepartnerschaft mit Theofilos Klonaris. Klonaris, Mathematiker, Übersetzer Englisch / Griechisch / Deutsch, Autor. Starker Buch-, Film- und Pop-Musikwissender. // Nach sechs Monaten inoffizieller Mitarbeit, nun Galerie-Partner. JCB war dagegen. „Weil ich Klonaris zu wenig kannte“. // Klonaris war ein ehemaliger Mitarbeiter und der Freund von Prof. Dr. David Galloway, „Kulturpapst„. (05.05.1937 – 28.12.2019). Beide lebten in Wuppertal und im ehemaligen Bischofspalais von Forcalquier, Südfrankreich. Auch für ihn schrieb Klonaris Kunstbeiträge. // Galloway, bekannt geworden als Einkäufer für das Modern Art Museum, Teheran, der Farah Pahlavi Diba, Ehefrau des Schah von Persien. Noch heute sind Bilder in Holzkisten verpackt. Immerhin nicht zerstört! Der Sturz des Schahs unterbrach den Sammlungs-Aufbau. Siehe Interview www.zeit.de, Wikipedia, etc. etc.

1999 September: Umzug von Düsseldorf – nach Palma de Mallorca. Aus dem Stehgreif gab es Verkaufserfolge. Auch an Mallorqiner, was nicht erwartet werden konnte, hieß es. War doch eine Denk-Medienwelle gegen die Aufkäufer der Fincas aus Deutschland vorhanden. Dabei wurde über den Verkauf dieser oft Ruinen, Wirtschaftskraft geschaffen. Für Mallorca! Mallorca war bis in die 60-70.ziger Jahre bettelarm! Schließlich wurde keiner von denen gezwungen, ihre Grundstücke an Ausländer zu verkaufen! Glatt eine Verdrehung von Fakten.// Wir spürten schnell die Internationalität auf der Insel. Drei-Sprachig mußten wir uns jeden Tag behaupten. // Die Angst der Insulaner wurde uns aufgezeigt. Sie befürchteten eine Überfremdung. Ein Stellvertreter des Bischoffs, mit dem wir ein gemeinsames Projekt hatten, fragte uns: Wieviel Menschen verträgt unsere Insel? Wir wurden nachdenklich. // Hier lernten wir die deutschen Inhaber der Firmen kennen. In Düsseldorf waren das eher deren Direktoren – „nur“. // Neu für mich, in Spanien werden alle Namen in Dokumenten festgehalten. So lernte ich wieder meinen kompletten Namen anzugeben: Siegfried Erich Blau. Erich, weil mein Onkel Erich als Soldat 1945 gefallen war. Er war wohl ein Guter, sagte man mir.

2003 – 25 Jahre Galerie Blau – Selbstgespräch Siegfried Blau:

Meine Leidenschaft für die Kunst, das Entdecken, das Fördern, das Reisen, das Lesen, haben mich zum Kunsthändler werden lassen. Und meine gute soziale Umgebung – zugegeben.
Immer mit dem Suchen, mit Bewegung beschäftigt. Vorrangig interessiert mich auch die Bewegung in der Malerei. Kein statischer Aufbau, obwohl ich als ehemaliger Maschinebau-Ingenieur sehr wohl auch diese Zeichen lesen kann. Anfangs hingen zeitgenössische Bilder über „englische Kommoden“. Ein „Salon“ des 20. Jahrhundert? Wohl daher wurden Lesungen und Bücher, Musik und Tanz, vorgestellt. Wunsch und Ziel war und ist es, ein guter Galerist zu sein. Gut meint Arbeiten bzw. Künstler zu finden, die eins immer wollen: Qualität. Dies ist meistens gelungen. Vorbilder sind Alfred Schmela und das Denken eines Kunsthändlers wie Heinz Berggruen. Mir ist das nächtliche Aufwachen, wegen existentieller Sorgen ebenso bekannt, wie der Tiefschlaf. Den gab es meistens.

2004 – Ein Schicksalsjahr. Mit Wendungen. Privat und Beruflich.

2004 – Mai. Beendigung der Galeriepartnerschaft mit Theofilos Klonaris. Wir bleiben enge Weggefährten. In Erinnerung auch, seine Einschätzung über mich: Du gehörst nach New York! Deine Art der positiven, fließenden Konversation paßt dort.

2004 – Mai. Theofilos Klonaris wird künstlerischer Direktor der neu gegründeten Galerie „Art Forum Palma de Mallorca“. Besitzer war ein guter Kunde meiner Galerie. Klonaris gelingt der internationale Durchbruch. Und danach seine Selbständigkeit als Galerist. www.klonaris-fine-art.com

2004 – Juni. Frontalzusammenstoß mit meinem Mercedes 190 auf Mallorca!! Ich lebe! Das Auto – Totalschaden. Das veränderte mein Leben. Eine Studentin bekannte sich bei der Polizei schuldig als Verursacherin. // Ich war sehr irritiert. Konnte mein Glück kaum fassen, das mir nix passiert war. Das brachte bei mir Sinnfragen auf. Will ich so weitermachen wie bisher? // Presse Mallorca Zeitung vom 15.07.2004. Foto Blau mit Halskrause. Titel: „Glück im Unglück“. Mallorca Magazin 16.07.2004, dto. Express Düsseldorf 15.07.2004.

2004 – September. Galerie-Vermieter-Forderung: Mieterhöhung 33%! Der fünf Jahres-Mietvertrag ist zu Ende. Nee, so eine unverschämte Erhöhung?! Das wollte ich nun nicht mehr. Wollte nicht mehr nach 26Jahren Selbständigkeit jeden Tag um 10Uhr die Türe aufschließen. Meine Leidenschaft dazu hatte ich verloren! Wie ich schon nach dem Frontalzusammenstoß sagte, im Juni 2004: Was will ich?

2004 – 2014 selbst. Kultur-Redakteur, Inselradio Mallorca: Jeden Freitag, ein Beitrag. Titel „Blau – Kunst&Kultur“. Bis ca. 2.Millionen Hörer über Astra. Dort mich wirken zu lassen, war eine Idee von Direktor Daniel Vulic. ER sprach mich an: Mein Art mich frei sprechend auszudrücken – er hörte mich bei bei meinen Vernissage-Eröffnungsreden, in Diskussionsrunden – mein Allgemeinwissen, mein nicht kleiner Wortschatz und besonders meine Kenntnisse für Kunst und Kultur, meine Stimmlage, das würde passen. Stimmt wohl. Denn es bildete sich eine Fan-Gemeinde. // Mit der Redaktionsleiterin Katrin Wagenaar wurden mehr als 350 Sendungen produziert. Und zig mal wiederholt. Klasse! Dank an Katrin, dank Daniel Vulic! Noch heute pflegen wir unseren Kontakt. // Aber ich danke auch WDR2-Radiomoderator Jürgen Mayer: Er war es, der empfahl, rede ohne vorher aufgeschriebene Sätze. Das kommt besser rüber. Du kannst es! // Jürgen Mayer hat mit seiner Frau Christina, jeden Sonntagmittag eine wirkliche große Sendung im Inselradio Mallorca. Viel umfangreicher. „Mayers&Friends“. // Er ist uns allen bekannt vom Radio WDR2. Dort spricht er als Redakteur seit zig, zig Jahren. Seit 2020 auf WDR4. // Es gab für ihn, immer wieder Gasteinladungen. Etwa bei der Fussball-WM 2006, vor 50.000 Menschen, und, und, und… Jürgen, Du bist klasse!

2005  – „Intime Ausstellungen“ in meiner Penthouse-Terrassen-Wohnung, Palma. Eher spreche ich von gezielten, privaten Einladungen. Arbeite als Kurator, Ausstellungsmacher, Berater – hinter den Kulissen. Vermittle Kunst & Künstler. Siehe etwa Ausstellungen meiner ehemaligen Künstler bei „Galerie Niepel bei Morawitz“, in Düsseldorf.

2005 – Februar bis Juni 2014 Berufswechsel: Nun bin ich selbständiger Kundenberater bei dem spanischen Verlag EPI – Editorial Prensa Iberíca. Dank Empfehlung von Wolfgang Schönborn, Chefredakteur der Mallorca Zeitung & Costa Blanca Rundschau. Deren Verlag gibt 18 Publikationen heraus. // Zuständig bin ich besonders für die wöchentlich erscheinende Mallorca Zeitung. Sie ist die führende deutsprachige Zeitung auf den Balearen. Marktanteil ca. 65%. Außerdem arbeite ich für die relativ neue, deutschsprachige Wochenzeitung Costa Blanca Rundschau, ebenso für die spanische Tageszeitung Diario de Mallorca und deren Jahresmagazin „Mallorca-Touristik Information“. // Gerade wegen meines Alters und meiner Erfahrungen, habe ich diese Vereinbarung erhalten. Zwei wesentlich jüngere Mitbewerber wurden nicht akzeptiert. Vorstellungsgespräch war – auf Spanisch. Mmh, ich kann schon, wenn ich muß! Meine Aufgabe: Umsatzverbesserungen für Kunden, Organisationen von Foren, Veranstaltungen. Bis nach Luxemburg zu den Banken, reiste ich, etc.

2010 – Februar, Düsseldorf-Besuch. Wolfgang Kamper, 80 Jahre jung, ehemal. Vorsitzender des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Düsseldorf, treffe ich auf „meiner“ Hohe Strasse in der Carlstadt: „Herr Blau, Sie haben eine Lücke hinterlassen!“ (Wegen Umzug nach Palma 1999)

2014 Mallorca Zeitung: Nach 9 Jahren beende ich meine selbständige Kundenberatertätigkeit, Werbeverkäufer, Unternehmensberater. Auch als bester Neuvertragsverkäufer. Über 500 Verträge pro Jahr. Rekord in diesem Medienhaus, Zitat Geschäftsleitung. Geschenk – sechs Flaschen Wein…….. // Es war eine gute, eine recht erfolgreiche Zeit. Arbeit war immer wichtig für mich. Daher meine Lebensfreude!

2014 August. Offizieller Umzug zu meinem jahrzehntelangen Weggefährten JCB. Nie hatten wir uns aus den Augen verloren. Immer besassen wir die Wohnungsschlüssel des anderen. Jede Woche wurde mehrmals telefoniert. Über Jahrzehnte! // Unser Thema nun: „Wir passen aufeinander auf“. Meine neue Aufgabe/Arbeit: 24h Aufmerksamkeit für JCB. Beide sind wir seit Jahren alleine, ohne Beziehungen. // Was für eine gute, befriedigende Aufgabe. Auch wenn es einen starken Einschnitt in meinem Leben bedeutet. Dafür nahmen die internationalen Konzert- und Opernbesuche und Reisen, zu. Wie auch mein Gewicht. Kein Wunder, gehen wir doch oft abends in ein Restaurant. Außer Sonntagabend und bei Champions-League-Spielen, die ich sehen möchte. // Nun kann ich aber zurückgeben, was ich – blond und jung, mit JCB erlebte, von ihm gelernt habe. // Es gibt keinen Dank, heißt es? Doch!!!