Korrekturen, Pressebeiträge, Fotos fehlen noch.

Mir liegt die rheinische Offenheit. Alles ist aus der Hand geschrieben. Auch ohne das ich mir einbilde, wie so manch anderer in meiner Nähe, ich wäre ein Autor, nur weil ich etwa den großen Intellektuellen, den Buchschreiber Ivan Nagel Jahrzehnte privat kannte! Ist das hier Namedropping? Sicherlich nicht. Denn ohne diese Begegnungen, wäre meine Entwicklung nicht so gut geworden

Blau 50.Geburtstag 1997. Einladung ins damalige Museum „Volk&Wirtschaft“im Düsseldorfer Ehrenhof, heute – Kunstpalast, zum „Abend-Mahl“, Gründonnerstag, halt Osterzeit! Geschenkersatz – Geld der Gäste für die „Aktion – Gemeinsam gegen Kälte“. Schirmherr Bundespräsident Roman Herzog. Galerie-Nachbar, Freund Thomas Beckmann, Cellist, führt diese Aktion seit Jahren. // Museums-Direktor Udo Mayer erlaubte meine Feier in seinem Museum. Das brachte ihm vom Rathaus danach eine Rüge ein. Noch nie durfte eine privater Galerist in einem städtischen Museum feiern!//  304 Gäste folgten meiner Einladung – zum warmen Abendessen. Was nur teilweise gelang: Der Party-Metzger aus Oberkassel, Poldi Wagner, verschlief. Geliefert wurden zunächst nur die Gemüsebeilagen von seinen Mitarbeitern. Eine Stunde danach kam erst das Fleisch! Peinlich aber lustig. Manche glaubten, der Blau als Galerist ist halt schon anders drauf. Eingedeckt waren die Biertische mit Stroh und großen, stämmigen Kirchen-Kerzen. // Es kamen Politiker aller Parteien, Entscheidungsträger, Kulturgrößen, Kirchenvertreter . Am nächsten Tag, Oster-Sonntag, wurde von einer Kanzel geschimpft, das es nackte Empfangsmädchen mit Bodypainting gab. Die katholischer Kirchenvertreter mochten mein Essen, meinen Alkohol. Warum sind sie, bzw. der Motzer von der Kanzler, nicht gegangen, wenn es so abscheulich war?! // Gäste waren auch langjährige Freunde, Presseleute – privat. Etwa Dr. Manfred Droste, Verlagschef Rheinische Post mit Ehefrau, und Kunden. Gästenamen-Ausschnitt siehe unten Pressebeiträge. // Klasse, Thomas Beckmann, der Cellist, spielte auf einer sehr kleinen, historischen, englischen „Armen-Geige“ ein Geburtstagsständchen. // Der junge Nachwuchspolitiker Cem Özdemir – damals der „Kevin Kühnert“ der GRÜNEN – kam auch, wie auch der Ehrenbürger Aloys Odenthal. Peter Kern, Regisseur und Schauspieler, sprang auf, stimmte das Lied „Happy Birthday“ an. Alle standen auf und sangen mit. Bewegend. Dann schlief der liebe Kern sofort ein. Herrlich! // Dabei auch Dr. Adrian Flohr, Vorsitzender Jüdische Gemeinde Düsseldorf, mit Ehefrau Jaffa, mit denen ich eng verbunden war. Bis ich mal kritisch nachfragte, ob dieser Herr Ministerpräsident Netanjahu es gut macht mit seiner Siedlungspolitik? Ob das nicht wieder „Gegendruck“ gegen Israel erzeugen würde, in der Welt? Diese Fragen mochte man nicht. Ich wurde von einigen anderen der jüdischen Gemeinde, als mal wieder typisch Unwissender bezeichnet, auf Facebook! Es wurde noch schlimmer ausgedrückt…./ Nun, Dr. Flohr ließ mir zu Ehren in Jerusalem, in einem bestimmten Erinnerunspark, (Name vergessen) mal zwei Bäume pflanzen. Dazu erhielt ich eine Urkunde. Beste Erinnerungen bleiben. Vor allen Dingen an Marijke und Jacques Stern. Heute, 2020, sind wir noch gut befreundet. Engstirnigkeit gab es bei diesem Ehepaar nie! // Geburtstagsgäste: Dabei auch mit Bürgermeister Joachim Erwin, CDU. Sabine von Keudell, (Inhaberin Langen Foundation), eine sehr enge Freundin von JCB, gab mir auch die Ehre. usw. usw. // Ministerpräsident Johannes Rau, SPD, schrieb einen Glückwunsch mit – Absage: Ostern fordert die Familie ihr Recht. Brief siehe unter den Pressebeiträgen. // Und dann geschah es: Der Vorsitzende des Freundeskreises Heinrich Heine, K.H. Theissen, – ich war der Pressesprecher und stellvertretende Vorsitzende, nahm ein Mikrofon um meine Gäste zu begrüßen. Jeder in Düsseldorf wußte, wie wichtig ihm erhöhte Aufmerksamkeit war. (Seine liebe Mutter sagte mal zu mir: Sein enormes Geltungsbedürfnis wird ihn noch vernichten). Theissen sagte: Damit Sie als Jude hier nicht alleine sind, Herr Dr. Friedman, haben wir (!) auch den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Herrn Dr. Adrian Flohr eingeladen! Bums! Starke Unruhe im Kuppelsaal. Ich bin entsetzt, irritiert. Stehe neben Theissen mit hochrotem Kopf. Michel Friedman springt auf, will nach Hause gehen, laut mit den Worten, unmöglich! Bürgermeister Joachim Erwin rennt hinter ihm her, holt ihn zurück. Jörg Immendorff springt auf, schimpft wie ein Rohrspatz zu Theisen, nimmt ihm das Mikro weg. Über 30 Pressevertreter waren privat Gäste und Zeugen. Theisen setzt sich wieder zu seiner Frau Evelin. Die stämmige Ehefrau von Star-Architekt Manfred Hecker, sitzt neben Theisen. Sie springt auf, nimmt Ihre quadratische Hermes-Handtasche und sagt: Hier ist meine Reaktion zu ihren mißlungenen Worten. Sie schlägt die Handtasche auf seinen Kopf! WOW! Ein Skandal das Ganze. Theisen nimmt seine Ehefrau Evelyn und geht. Beifall! // Logistik, Aufbau der Möbelierungen, Deko und Sponsor der Getränke, Verkaufsleiter Klaus Coenen, Diebels Brauerei. Ein Freund, der leider zu früh verstarb. Das warme Essen für meine Gäste bezahlte ich, claro. Presse Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung, Magazin D-Journal, Express vom 29.03.1997, dto. BILD – eine ganze Seite.

1999 – 27.03. Blau Geburtstag – in Köln. Presse BILD. Feier im Restaurant „San Remo“, Köln. Endlich mal bin ich mal wieder in der BILD….haha, mit Freunden. // Gäste u.a. JCB, BAB Wolfgang Niedecken & Co, meine Hausärzte und starke Sammler, jahrzehntelangen, intelligenten Freunde, Dr. Detlev Gudemann & Dr. Jürgen Laudert. Mit ihnen bin ich auch noch 2020 zusammen. Wenn sie nicht gerade mal wieder eine Welttour unternehmen! Als Pensionisten nutzen sie clever ihre Zeit. Gut so! Siehe hier:

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Blau & Bundeswehr! Auch hier ergibt Fleiß, Disziplin und Verantwortungslust mein Glück. // Mein Oberst der „Schwere-Pioniere-Kompanie“ (Fahrdienste verschiedenster Art) in Koblenz-Lützel, Franz-Paul Windscheif, mochte mich. Er sagte zu mir: Wenn doch meine fünf Kinder auch mal so werden würden. Damals verstand ich diesen Satz nicht. // Doch was ich verstand, war, das es unter den auch hartgesottenen, auch teilweise vorbestraften Burschen auf unserer „Bude“ (Stube), nicht um Muskeln ging. Die hatte ich eher nicht. Aber die meist älteren. Und doch wurde ich zum „Stubenältesten“ ernannt – von dem Herrn Oberst. Dank meiner flinken Zunge, meiner Wachheit und Humor ( Zitat Windscheif) behauptete ich mich. Und erkämpfte etwa bei Nachtmärschen, das die Kerle durchhielten. Denn zäh, belastbar waren einige nicht! Einige Male trug ich deren G3-Gewehre. Ja, so war es. Die Mindest-Nachtmarsch-Zeit wurde erreicht. Der Wochenendurlaub war gesichert. // 

Mein Hobby, das aktualisierte Wissen und Interesse für Politik, das Zeitgeschehen, die wirtschaftlichen Zusammenhänge brachten mir Pluspunkte beim Oberst. Nicht Fussball, wie bei anderen Bundeswehr-Vorgesetzten. Das war mein Glück. Es lief gut für mich. // Per Brief an das Verteidigungs-Ministerium, dank interner Unterstützung vom Oberst, darf eine Strophe eines Pionierliedes bei der Bundeswehr nicht mehr gesungen werden. // Ausflug mit der Kompaniekasse. Mein Vorschlag wurde akzeptiert: Zunächst wurde das Bundeshaus in Bonn besichtigt – da ich noch nie dort war. Und danach ging es ins Ahrtal zum „Saufen“. // Jeden Freitag gab es „Politikbelehrung“. Meine Aufgabe: Welcher Soldat soll über welches Thema am folgenden Freitag einige Sätze vortragen. Anschließend wurde diskutiert. // Jeden Tag bekam ich drei Zeitungen. Einzelne Ausschnitte durfte ich ans schwarze Brett heften. Noch heute ist die morgendliche Zeitung für mich ein MUSS. // Bis auf den nicht gewollten Motorradführerschein – jeder mußte nach der Ausführt ins Gelände, sein Motorrad säubern, durfte ich alle anderen „Scheine“ machen. Wie auch zeitlich begrenzte Berechtigungsscheine für motorisierte Fahrzeuge. LKW-fahren, Rückwärtsfahren mit Anhänger, daran scheiterten die meisten bei der Prüfung. Der damals noch kleinwüchsige Blau, nicht. (Bei der Bundeswehr schoß ich in die Höhe). // Herrlich der Einsatz mit der Planierraupe. Dieses Ungetüm, nur mit zwei Steuerknüppel zu lenken, machte Spaß. Vor allen Dingen, auf einen Riesentransporter, Marke Faun, aufzufahren, Bremsen treten, festhalten, bis sich die Ladefläche, die beiden Fahrspuren, wieder senkten. Vorher waren die beiden schmalen Fahrspuren sehr schräg gestellt worden. Oft standen Zuschauer daneben, wenn es Ausseneinsätze gab – und klatschten. // 

Oberst Windscheif gab mir frei, damit ich im Hofgarten in Bonn gegen die Notstandsgesetze demonstrieren konnte. Er gab mir frei, damit ich Vorträge des damals bekannten Pastor Niemöller anhören und mitdiskutieren konnte. Thema damals – auch der Vietnam-Krieg. Klingt alles toll? Ja, war es auch. Denn dadurch wurde ich schneller erwachsen. Oberst Windscheif förderte mich, ließ mich laufen. // Wenn ich mal falsch handelte, stauchte er mich vor der Kompanie auch zusammen. So stritt ich mich laut und nicht gute Sätze brauchend, mit einem uns verhassten Feldwebel. Das war ein Ekel. Ein Intrigant. Voller Komplexe wegen seiner fetten, gedrungenen Gestalt. Der Feldwebel beschwerte sich. ( Wie andere aus der mittleren Ebene auch. Wichtigtuer?!) Und so kam es zur Maßregelung vor versammelter Truppe. Auf die Frage, wieso ich so ausfallend geworden war, sagte ich: Weil zu viel Jägermeister meine Zunge lockerte! Seitdem kann ich die Marke nicht mehr ansehen. Das ganze spielte in Aachen-Vogelsang, während eines Manövers. // 

Auf unsere Bude war auch ein stiller Typ aus NRW. Ich nenne ihn hier „X“. Er hörte leise klassische Musik. Wurde von vielen dafür gehenselt. Doch ich verteidigte ihn, wurde neugierig. Fragte, was ist das für eine Musik. Wagner. Richard Wagner. Die war mir eher unbekannt. So stieg ich ein, hörte zu, lernte diese zu genießen. // „X“ träumte, das er mal im Festspielhaus Bayreuth sein konnte, zu den Richard-Wagner-Aufführungen. Ich glaube, das hatte er nie erlebt. Nun, jeder weiß aus meiner Umgebung, das ich da mehr, viel mehr erleben durfte. Fast jedes Jahr war ich in Bayreuth. Wie auch sehr, sehr oft bei den – noch elitäreren Salzburger Festspielen. Oder wo auch sonst immer in Westeuropa. // Über „X“ kam ich zum 5.000 Meter Lauf. Weil ich ihn bewunderte, wie er das so gut ablaufen konnte. Er war gut drauf. Sein Körper sah wirklich nach einem Sportler aus. So lief ich die 12/14 Runden mehrmals mit. Immer Montags. Bitte, keine Übertreibung: Diese Strecke lag mir. Es war mir nur nicht bekannt. // Damit fiel ich positiv auf. Die Kompanie beorderte mich daraufhin einmal zum Koblenzer Stadt-Sportfest als Langläufer. Und – ich gewann für unsere Kompanie. Der Siegerpreis: sechs Whisky-Gläser. Nett! Eine Sportlerin wollte mich unbedingt in Ihren Verein bringen, weil meine Laufzeit so ungewöhnlich gut war. Und das ohne Training. Sie sagte mir eine Läuferkarriere voraus. Nee, das wollte ich nicht. // „X“ wurde ein langjähriger Freund. Ihm half ich, über mein Netzwerk, hier etwa mit dem Journalisten Don Franklin Jordan (siehe unter Begegnungen über ihn), seine Verlobte aus Rumänien zu holen. Auch ihren Namen möchte ich nicht nennen, da sie – laut BILD-Foto-Bericht später mit einem hohen SPD-Mann befreundet war. Also, dieser „Madame Y“, lebend in der damaligen rumänischen Diktatur, von Nicolae Ceausescu, half ich nach Deutschland zu gelangen. // „Y“ war schön, eine mehrsprachige Dolmetscherin. Sie arbeitete in Bukarest in der Schweizer Botschaft. Es ging ihr gut. Sie wurde für „X“ erst eine Urlaubsbekanntschaft in Rumänien, dann seine Verlobte. Ausreisen durfte sie nicht, um den, wie man damals sagte, Feind und Revanchisten „X“ in Deutschland zu ehelichen. // Nicolae Ceausescu besuchte DeutschlandDon Franklin Jordan bat ich, ihm eine Notiz zu geben, mit der Bitte um schnellste Ausreisemöglichkeit für „Y“. // Dies gelang nach sechs Monaten. Aber mit schrecklichen Erlebnissen für sie: Erst wurde sie von der für Arbeit zuständigen Polizei, als Putzhilfe am Stadtrand von Bukarest eingesetzt. In einem Friseurladen. Dann kam sie vor der Ausreise, in ein Gefängnis. Dort wurde sie zwei mal vergewaltigt. Schließlich kam sie nach Deutschland und sie heirateten. // Oft traf ich beide. Und übernachtete auch. Mit viel „Nähe“ zu Dritt. // Nachwuchs kam. Und – die Scheidung nach ein paar Jahren. Denn, es wurde bekannt, das „Y“ hungrig auch auf andere Männer war. Auch Gruppensex mochte. Damit sie nicht ausgewiesen werden konnte, wollte sie den Sohn behalten. Doch das Gericht sprach dem Vater „X“ den Sohn zu. Vor dem entscheidenden Gerichtstermin nahm ich sie beiseite: Vor Gericht werde ich aussagen, das auch ich mit ihr und anderen „schwitzte“….// Mein Kumpel „X“, der Vater, bekam die Auflage, innerhalb von vier Wochen, eine Frau zu finden, die bei ihm einzog, damit das Kind eine Ersatzmutter hatte. Absurd, diese kurze Zeitauflage! Also suchten er und ich in den Zeitungen nach Kontaktanzeigen und fanden eine Frau, die gerade von einem Polizisten getrennt worden war – wegen Gruppensex. Sie sagte Ja. // Auch da gab es gemeinsame, „schwitzige“ , lockere „Dreier-Zeiten“. Also eine Wiederholung von dem, was sie vorher jahrelang mitmachte! Diese künstliche, aber auch amüsant-lockere – Beziehung, auch wieder für mich (!) ging nach ca. 15 Monaten zu Ende. // Auf Bitte von „X“ trafen wir uns nicht mehr. Er wollte Ruhe in sein Leben bringen. Vorher brachte ich ihn, dem Schlosser, noch dazu, seinen Maschinenbau-Techniker zu machen. Danach bekam er einen richtig guten Job. Er fand eine neue Frau, eine Liebe, ohne Druck und Auflagen. Sie heirateten. // 

Lieber hochbetagter Herr Oberst Windscheif, noch heute bin ich von ihnen beeindruckt, weil sie mich gut und richtig behandelt haben. Meinen Werdegang gut beschleunigten. Waren sie etwa damals ein Vaterersatz? In meine Entwicklung floß viel Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl. Dank Ihnen. Dieser Beitrag über meine Wehrpflichtzeit ist mir wichtig! //

Bundeswehr aktuell. Leider hat dieser Doktor-Titel-Schwindler und Schönling, von Gutenberg, aus einer wirklich tollen, seriösen Familie stammend, hochvermögend mit 300 Millionen€, die Wehrpflicht zu schnell abgeschafft. Das ganze Pflegesystem in Deutschland brach zusammen. // Die Berufsarmee steht heute leider nicht so gut da. Technisch eher ein, nun ja, fast Schrotthaufen, heißt es. Besser wurde es, mit den Aufräumarbeiten von Ministerin Ursula von der Leyen. Ungewöhnliche lange hielt sie sich. 5 Jahre! Gutenberg und seine Vorgänger, alles eher Kurz-Zeit-Minister, brachten keine Verbesserungen. // Schafft es tatsächlich eine heutige AKK ab 2019? // Aktuell, 10.02.2020: AKK tritt zurück. Zunächst als CDU-Vorsitzende und Kanzler-Kandidatin zum Sommer 2020, sagt sie. Das geht schneller, sage ich. Und das sie Verteidigungsministerin bleiben kann, so Merkel? Nee, da irrt wohl wieder mal die auch angeschlagene, ausgereitzteTante Merkel. Frau Merkel, bei allem Respekt, aber zu viele Politik-Alleingänge von Ihnen, schädigten uns Land. Etwa der absurd schnelle Atom-Ausstieg. Die 1.Millionen Flüchtlinge, verständlich suchende, in 2015, fast die Hälfte nicht erfasst, ohne Rücksprachen mit Koalitionspartner und besonders ohne EU-Schulterschluß. Nee danke, das wars. // Nein, nein, das war es noch nicht. Die schreckliche, weltweite Corona-Seuche 2020 stärkt die Regierung, da Merkel anerkennend gut handelt mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Die Umfragewerte stiegen wieder für die CDU. // Pandemie. Ein wirkliches Lebens-Drama – für uns alle! Personalfragen sind kein Thema. Derzeit.

Oberstleutnant Windscheif, links
…auch streng war er, der Oberstleutnant! 
Blau angezogen. Als Wehrpflichtsoldat. Rückwirkend zum Zeitsoldat „Z2“ eingestuft. Zwei Jahre also. Windscheif wünschte, ich solle Berufssoldat werden. Dein Typ braucht die moderne BW. Zitat Ende. Nein, das nicht, sagte ich. 
Blau ausgezogen. Fast nackend. Stehend, schön albern. Ja, ja, die Bundeswehr! Alkohol lockert. Da gab es so manche Storys…

Bundeswehr-Rubrik Ende

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Bayreuth, Jubiläum 100 Jahre Festpiele & Dr. Oswald Georg Bauer. // Jahrhundertring 1976-1980. Dank meinem Freund Hans Gerling, dem Förderer von Bayreuth, Versicherungskonzern Gerling, bekam ich für dieser stilbildenden Ring-Aufführung Karten zur Premiere 1976. Kurzfristig war eingesprungenen, der Regisseur Patrice Cheréau, 31 Jahre jung! Erster Ausländer als Ring-Regisseur. Diese Aufführungen waren eine Welt-Sensation. Spalteten sie doch „Traditionisten“ mit den „Erneuerern“. // Ohrenbetäubender Lärm nach den jeweiligen Vorstellungen. Die – gefühlte – Hälfte der Zuschauer setzte Trillerpfeifen ein gegen Bravo-Geschrei. Über eine Stunde lang. Wunderbar! Was für ein kulturelles Erlebnis! // Da Rudolf Augstein ein Wagner-Musik-Fan war, gab es auch bei ihm in seinem „Der Spiegel“ , Titelgeschichten. //

Bayreuth 1976 & Promis. Natürlich fiel mir als Kunsthändler ein Gast besonders auf: Der Maler David Hockney. Kein Smoking trug er, sondern einen weissen Anzug, giftgrünes Hemd, gelbe Krawatte, grünes Einstecktuch. Seine blond-weissen Haare waren bedeckt mit einer weissen Schlägerkappe. Und – er trug um den Hals, eine Polaroid-Kamera! Bekanntlich malt er auch viel nach Vorlage seiner unzähligen Fotos. Damals konnte er noch gut hören. Zig Jahre später wurde er leider fast taub. Dabei fuhr er doch so gerne offen durch die Landschaft, mit lauter „Wagner-Musik“. In den USA. Mit zunehmender Taubheit zog er zurück nach London.

Bayreuth Besichtigung Festspielhaus. Über einem Freund, dem Kölner Galeristen und Vorsitzenden des Bundesverbandes der Galerien, Gerd Reinz, bekam ich eine Führung hinter den Kulissen. Mit Erklärungen der Techniken und alles. Gerd Reinz Freund aus Köln, war dort der technische Direktor (Name vergessen). Bedingung: Einen Kasten Kölsch mußte ich mitbringen. Herrlich! Die Hand geben durfte ich einigen der Mitwirkenden, etwa Patrice Cheréau. //

Bayreuth & Dr. Oswald Bauer. Galerist Gerd Reinz stellte die Verbindung her zu der damaligen rechten Hand von Wolfgang Wagner, Oswald Georg Bauer. Mit ihm war ich öfters privat zusammen. Die Gespräche liefen gut. Ein energischer, leicht verspannter, individueller Typ. Hochgescheit, aber auch gerne kompliziert. Macht nix. Das war alles gut und entspannend für mich. Für einige, meiner Bayreuther Zeiten. // Bauer – ab 1974 bei Wolfgang Wagner. Später Generalsekretär der „Bayerischen Akademie der Künste, München. Buch u.a. von Dr. Oswald Georg Bauer, „Wieland Wagner. Revolutionär und Visionär des Musiktheaters“. Sowie „Geschichte der Festpiele Bayreuth“, Band I und Band II.

Beuys, Joseph. (12.05.1921 – 23.01.1986. Ein Glücksfall. Für mich. Für viele, unzählige Studenten, etwa dem agilen Roland. Nicht für Johannes Rau, damals NRW-Wissenschaftsminister. Zuständig für die Kunstakademie. Tatsächlich! // Josef Beuys öffnete Schleusenartig die Toren der Kunstakademie D-Dorf für Studenten. Jeder Mensch ist ein Künstler, so Beuys. Natürlich meinte er das sooo nicht. Wurde aber so aufgeschnappt. Okay. Ein großes Thema. // Mein Thema 1983: Beuys richtete mir selbst eine kleine Ausstellung ein. Besorgte einen Banker der Commerzbank als Käufer. In einer Woche war der Spuk vorüber. Begleitet von einem ersten kleinen Pressebericht – in der Düsseldorfer Altstadtzeitung! Meine Güte, was war ich da stolz! // Seine Meister-Studenten, und Aktentaschenträger, bekamen nie Geld für deren Hilfen. Sondern Originale, Zeichnungen etc. Das war mein Sprung zu mehr Umsatz, Gewinn und Bekanntheit, wie sich nach Beuys Tod 1986, herausstellte. // Denn ich war bei den Studenten bekannt, das ich die Finanzmittel immer hatte, diese Arbeiten zu kaufen. Roland hieß einer der fleißigsten, der immer wieder mit Original-Arbeiten von Beuys auftauchte, verkaufte, wie auch andere. // Auch seine Frau Eva lernte ich schnell kennen. Wie auch seine beiden Kinder, Wenzel und Jessyka, die über ihren weltberühmten Vater stöhnten. Er fehlte ihnen, manchmal. Oder zu oft? // Jedenfalls klingelte ich von Anfang an in D-Dorf-Oberkassel, Drakeplatz, bei der sympathischen Eva Beuys, um mit ihr zu klären, ob meine Beuys-Arbeiten echt sind oder nicht. Das schaffte ein Vertrauensverhältnis. Daher gab es nie Schwierigkeiten, Streitereien oder Verboten in der Öffentlichkeit. Andere Galeristen erleben nicht gerade einfache Dinge mit ihr. Besonders, als sie eine Künstlerwitwe war. Presse Düsseldorfer Altstadtzeitung 10.06.1983

Wie schlicht alles anfing, wenn auch mit einem großen Künstler-Namen! 
Hier ein Foto von 1983 in einem Beitrag der Mallorca Zeitung vom 19.01.2006

Bornheim, Dr. Wolfgang. Köln/Mallorca. einer der bekanntesten Steuerberater Deutschlands, damals Schlütter, Bornheim, Seitz. Etwa war er Aufsichtsratvorsitzender Stoer-Werbegruppe, Mitglied im Vorstand Wallraff-Richards-Museum, Condor-Pilot. Wirklich stark wissend, hochgebildet. // Marlies seine herrliche Kölsche Mutter: „Siegfried, hätte ich doch zwei Kinder in die Welt gesetzt. Die Klugheit von denen wäre ausreichend gewesen. Ausserdem kann ich jetzt jeden Tag eine Flasche Rotwein trinken, dank dem erfolgreichen Wolfgang. Bei meinem Mann war nur eine Flasche pro Woche möglich“. Zitat Ende. Herzliches Lachen. // Das war Wolfgang auch: ein begnadeter Koch. Siehe auf u.a. TV-oder Presse-Beiträge. // 

Bornheim & Witzigmann. Koch-Papst Eckard Witzigmann verlieh Bornheim im Beisein der Gäste, mit stark lobenden, warmen Worten, schwarze Kochjackenknöpfe! Das war nach seinem Sechs-Stunden-Dauer-Essen in Alaro, Mallorca, am 05.03.2004. Siehe unten Foto Eckard Witzigmann mit Siegfried Blau. // Auch auf Facebook Februar 2020 zu sehen. // Anlass der 50.zigste Geburtstag von Bornheims engen Freundes Mario. In seiner luxuriösen Finca. Für 50 Gäste. Nach jedem Gang wechselte das Personal ihre Garderobe – Themenbezogen. Wie auch die Tischdekoration jedesmal wechselten. Live-Musik gab es dazu. // Jeder Gast bekam danach ein „Drehbuch“ mit CD als Andenken. Kein anderer als Gerhard Schwaiger, Chefkoch vom Sterne-Restaurant Tristan, war sein „Hilfskoch“! Tatsächlich! Das Service-Personal brachte Schwaiger aus seinem Tristan mit. Daher war das Restaurant geschlossen. Nie zuvor habe ich solch einen privaten Aufwand, solche eine Kreativität erlebt, in nicht dummer Gesellschaft! // 

Bornheim tot! Leider ist Wolfgang Bornheim mit 55 Jahren verstorben. (1955 – 2011). Nierenversagen. Wahnsinn! // Über 4 Jahre lang durfte ich mehrmals im Monat an seinem großen Esstisch sitzen, als Unterhalter und Zuhörer. Zitat Bornheim. Seine Gäste, anspruchsvolle, auch berühmte, die er immer hochklassisch, mit edelsten frischen Produkten von „Rungis“, bekochte. Die Genießer waren aus der Wirtschaft, Politik und den Medien. Siehe auch GEE. Presse www.juve.de

Jahrhundertkoch Eckard Witzigmann & Blau bei Bornheim, 05.03.2004
Super-Privat-Koch Bornheim, 2004, in seiner Finca in Alaro/Mallorca. Die Gemeinde wollte zunächst beim Bau seiner großen Finca, mit begehbaren Kühlräumen, keinen Drehstrom liefern: Mißtrauen. Als wolle er ein Restaurant eröffnen…

„Boso“, Il Marchese Giuseppe Roi, Vincenza, Italien. 1924–2009. // Was kann einem jungen Mann wie mir, mit blonden wilden Haaren, hungrig auf die Welt, nicht alles passieren! JCB stellte mir seinen, guten, langjährigen Freund, den Grafen aus dem Hochadel vor. In Vicenza. Auf seinem Schloß, in der Nähe der weltberühmten Renaissance-Villa „La Rotonda“ von Architekt Andrea Paladio. // An der Autobahn-Ausfahrt wurden wir von „Boso“ abgeholt, mit seinem dunkelbraunen Porsche. // Vorher gab es, was sehr selten vorkam, Irritationen zwischen JCB und mir. Fuhr ich doch die ganze Zeit seinen dunkelblauen Porsche. Doch kurz vor dem Treffen mit „Boso“, wollte JCB am Lenkrad sitzen. Das mochte ich nicht. // Schnell verdrängte ich es, als ich den ungemein gut aussehenden, gepflegten jungen Herrn aus dem Hochadel sah. Das konnte ich nicht vergessen, wie man sieht! // Siehe Wikipedia. // Natürlich lebte der „Il Marchese Boso“ auf seinem Schloß mit einer Gesellschaftsdame zusammen. Einer Gräfin. Immer saß sie beim Essen mit am Tisch, lächelnd. Nicht dabei war sie, wenn „Boso“ über seine Weltreisen berichtete. Diese Erzählungen waren ungewöhnlich. // Auch spannend, wenn er belustigt seine Telefon-Anrufliste vorlas: Anruf von Agnelli (FIAT), Baron Rothschild, Matrose Peter, Papst soundso usw. Herrlich, wie verrückt er sich auslebte! So ist das halt auch, wenn Ahnen gut vorgesorgt haben…// „Boso“ hat nie gearbeitet. Aber viele soziale Ehrenämter erfüllt. // JCB war besonders angetan von seinem klassisch-eleganten Riesen-Penthouse in Rom. In bester Lage. // Sein Schloß in Vicenza war nicht protzig oder groß. Alles war zwar edel, antik, aber stimmig. Oft erfand er Gerichte. So etwa selbstgemachte Nudeln, die mit der Hand gegessen wurden. // Auch amüsierte ihn und uns seine „Schweine-Skulpturen-Sammlung“. Von Kitsch bis zu Picasso. Von anderen Trophäen, Sammlerstücken mag ich erst garnicht erst erzählen.//

Bosos Tante lebte auch in dem berühmten, historischen, weltbekannten Ort Vicenza. „Boso“ telefonierte mit ihr, um mit uns bei ihr Kaffee zu trinken. Ein MUSS, sagte der Graf. // Als die Türe aufging, wußten wir sofort warum es so sein sollte: TIEPOLO! Sie wohnte im „Palazzo Valmarana“ von 1564 – im angebauten kleineren Nebenhaus. Gebaut auch von Andrea Palladio! Sie wurde vom Staat „gezwungen“, pro Woche für je 2 h die Haustüre aufzumachen. Zur Besichtigung: Alle Wände waren von „Tiepolo“ bemalt, bzw. auch von seinem Sohn. // Da sie fror im Winter, die Kamine nicht genug heizten, lies sie eine Heizung einbauen. Die Rohre wurden durch die Tiepolo-Wände geführt! Heute würde man damit einen Megaskandal verursachen! Mit Recht. // Später besuchten JCB und ich nochmals Boso, mit Christiane Nagorny. // 

Boso und Giovanni Agnelli, damals Inhaber von FIAT. Es gab, so erzählte JCB, mal eine Mittelmeerkreuzfahrt. Thema griechische Inseln-Tour. Auf der Jacht von Agnelli. So wurde etwa Lunch eingenommen bei Stavros Spyros Niarchos, dem erbitterten Reeder-Konkurrenten von Aristoteles „Ari“ Onassis. Auf seiner „Niarchos-Insel“. Mit welcher Ehefrau damals, weiß ich nicht. Ob eine Athina (Thina) Livanos, oder eine aus der Ford-Familie, die Charlotte. Thina wurde später umbegbracht. Keiner weiß bis heute, von wem. // Alles war locker auf der Yacht. Zu locker für JCB. In Athen ging der damals 24.jährige JCB an Land. Flog zurück nach Deutschland. Seine Bescheidenheit hat er sich bekanntlich, bis heute, erhalten. //

Boso und meine Nähe. Er beeindruckte mich stark. Ein wirklicher Weltbürger. Souverän und unabhängig. Irgendwann besuchte „Boso“ Köln. Als Präsident der italienischen Rotarier oder vom Lions Club? Tagungsort der europäischen Verbandstagung war in einem Kölner Luxus-Hotel. Dort entwischte er aus dem Fenster um uns zu treffen. Wir luden ihn ein zum Abendessen. In das damals noch gute Golf-Restaurant von Schloß Georgshausen, Lindlar. 30 Minuten von Köln entfernt. // Dann kam ein sympathisches Kompliment: Er möchte gerne mein Jacket haben. Ein englisch, dezent, großkariertes, blau-grünes Jackett. Gekauft hatte ich es in meinem Favoriten-Laden für Jacketts, in München, bei Mode Wagenbach. Das gefiel mir. Er bekam es geschenkt. Tja, toll das alles! 

Brinkschulte, Rainer F. – alias Rainer Frederic. Geboren 08.03.1944. // Seine Buchvorstellung in Palma, in der Galerie Blau: „Herr Blau oder die Affäre Gallé“. Mir zu Ehren nannte er seinen Hauptkommissar Herr Blau! // Rainer Brinkschulte kannte ich „ewig“ aus meinen Düsseldorfer Zeiten. Über den Freundeskreis Heinrich Heine lernten wir uns kennen. Fast immer standen wir zusammen und „veränderten humorvoll die Welt“. // Er war amüsant, intelligent, elegant und einflußreich im Verlagswesen. Davon erfuhr ich bei unseren vielen, vielen Mittagessen. In etlichen Restaurants in Düsseldorf bezahlte er nie direkt. Die Rechnungen wurden seiner Sekretärin zugesandt. Er hatte schon ein ziemlich elitäres Gehabe. Doch immer mit Stil. Wie auch seine Büro-Adresse für Düsseldorfer Denke stimmte: Oberkassel, Kaiser-Friedrich-Ring 63. Privat – Düsseldorf-Wittlaer. // Er arbeitete für „Die Zeit“, „Capital“, er baute die PR-Abteilung bei Gruner&Jahr auf, war Vorstandsassistent dort, er ist der Miterfinder der „Wirtschaftswoche“ und „Horizont“, und er war Headhunter für Chefredakteure&Co. // Oft sollte ich Telefonate mithören. Das liebte er. Tatsächlich bewunderte ich ihn. Doch wollte er nie, das seine elegante Ehefrau, eine Gräfin aus Österreich, dabei war. Es sollte „Männergeschwätz“ bleiben. // Presse Mallorca Magazin 19.09.2003. Magazin „Mallorca Deluxe“, Farbbericht S. 134. „Faces & Places“.

Casa, Lisa della. Opern-Weltstar. Wunderschöne Dame. Elegant. Herausragende, gepflegte Tonbildung. Siehe YouTube. // Dank Hans Gerling lernte ich sie kennen. Sie waren zig Jahre befreundet. Ihr Wohnsitz: Schloß Gottlieben, am Bodensee. Sie war freundlich aber eher scheu, war mein Eindruck. Doch ich war natürlich überwältigt in Ihrer Nähe zu sein. // Heute noch höre ich Aufnahmen von ihr. Auch dank Bernd Weikl, ihrem Kollegen, ebenfalls ein Weltstar, der mit Ihr Strauß-Opern sang. // Bernd Weikl sprach über sie, als ich ihn Jahre später auf Mallorca kennenlernte. Angesprochen wurde ich, ihn zu unterstützen bei seiner Benefizaktion. So kamen mir wieder der Anfangskontakt zu Lisa della Casa sehr gerne in Erinnerung. bernd weikl besuchte uns Jahre später auch in Köln. Zunächst der Aperitif bei uns zuhause. Dann luden wir ihn ein zum Essen, ins Restaurant „Bellini“ . Der großbewachsen Sänger, mit weitklingender Stimme, bestellte sich zwei riesengroße „Bisteca Fiorentina“. herrlich. Das gefiel uns alles. Gerne lauschten wir seinen – auch giftigen – Tratsch über Kollegen.

Claassen, Alfred. Gerne skizziere ich auch ihn. Claassen, eine Persönlichkeit. Alleine dieser Begriff würde er mit starker Geste wegwischen. Nicht nur ich habe den Verdacht, seit Jahrzehnten, er hat auch einen Doktortitel. So wirkt er jedenfalls. Wie ein angenehmer Vollblutakademiker! Seine Bescheidenheit bringt keine Klärung. Sein Intelligenz erfreut. // Doch zögerlich ist Alfred keineswegs. Gnade Gott, man sitzt neben ihm bei einer klassischen Musik-Premiere. Und ihm gefällt das Dirigat nicht. Oha! Schneller als alle anderen posaunt er ein kräftiges Buuuuuuh heraus. Mein Trommelfell schien zu platzen, als der englische Dirigent John Pritchard (1921-1981) in Köln auftrat. In Alfreds Ohren, und in meinen, unmögliche Tempi brachte. Meine Güte, was habe ich mich erschrocken über Alfreds lautem Buh! So ist er, der Alfred. Rheinisch offen, sagt, was Sache ist. Immer noch. Seine Meinung in Köln ist „gefürchtet“ bei den Kulturverantwortlichen, und Schaffenden. Leserbriefe? Unzählige lies er raus. Im Sinne von Stéphane Hessel:“Empört Euch“! // Auch gut, Alfred live zu hören. Nie ist er der erste, der was bemeint. Immer ist er kurzweilig. Immer verziert er seine Aussagen mit rheinischem Humor. // Respekt habe ich auch vor seinem Lerneifer. Wegen der klassischen Musik lernte Alfred erst Italienisch, danach Französisch! // Und ihn zu einem Abendessen als Gast zu bekommen, fast unmöglich. Alfreds Kulturkalender ist vollgespickt mit Kulturdaten. Dabei, viel Musik, Besichtigungen, Vorträge, Diskussionen, Festivalreisen. Zwischendurch, irgendwo eine Hilfe durchziehen. So pflegte er etwa Dietrich Hainz bis zu seinem Tode. Bewirtete den Schwerkranken zuhause. Dann folgte Jahre später die Betreuung , Hilfe für Albin Hänseroth, der im Krankenhaus bleiben mußte – bis es vorbei war. Claassen besuchte ihn fast jeden Tag! Aber er erzählte uns nix davon! Kein Wort dazu. Nur Respekt! Siehe Hänseroth & Hainz separat. //

Claassen Wohnung. Wunderbar, der Gute kann auch toll kochen! Das wußte auch ein naher Freund von ihm, der unkomplizierte, bekannte Soziologe Prof. Dr. Alphons Silbermann. Claassen wohnte noch „Am Zuckerberg“, in Köln. Ein Jugendstilhaus, weisse Fassade. Schick. Leider ohne Aufzug. // Der immer schon hochbetagt wirkende Professor Silbermann, was seine Körperlichkeit angeht, hangelte sich mühevoll mit Krückstock, die Treppen hoch, um in Claassens Etagenwohnung zu kommen. Alfred rief. „Man“ kam. Eher nicht notwendig zu nennen: Fast alle Wände – Bücherregale. Vollgestopft mit Bücher. Und auch gelesen! // Legendär, seine umgebundene Schürze, Kochlöffel in der Hand. Die Haare – bläulich-grau, wellig. Sein Gesicht – gepflegt. Sein Blick – eher nach unten. Nur nicht den Kopf zu hoch tragen! Herrlich. Die Tischgespräche – klasse. Nicht nur wenn Silbermann giftig-witzig, natürlich mit Tiefe, Kritik rausließ. // Wer wissen will, was Claassen unternimmt, muss halt ihn anrufen oder anschreiben.

Wir möchten gerne so einen Freund genießen, wie Alfred! // Zig Anekdoten könnte ich hier erzählen. Doch, was solls. Es sprengt hier den Rahmen. // Danke Alfred, das auch ich in Deiner Nähe bin, seit ewigen Zeiten. Siehe unten auch unter Hänseroth. Und Hänseroths Doktorvater – Alphons Silbermann. Beide in Wikipedia. 

Anmerkung aktuell 2020: Die Pfarrerstochter, Frau Dr. Merkel, hat, ohne CSU und Brüsseler Rückendeckung, in 2015 die Schleusen für über 1 Million Migranten geöffnet. Helfen ja, das ist notwendig. Doch bitte kontrolliert! In Abstimmung mit der EU und dem Koalitionspartner CSU und SPD. Leider nicht geschehen. // Seit 2015 gibt es zig Probleme. Verstärkt Protest-Zuwächse bei Populisten seitdem. // Außerdem: Es wird Zeit, das nur zweimal vier Jahre eine Kanzlerschaft möglich sein sollte. Wie in Frankreich, USA, England etc. Nur mal so nebenbei! // Das Zusammenleben ist für Migranten – und für uns, schwierig: Sprachprobleme! Und was macht „unser“ Alfred Claassen? Er bezahlt privat Arbeits- und Lernmaterial, um wöchentlich, Migrantenkinder zu unterrichten in Deutsch! Die Stadt Köln ersetzt ihm seine Ausgaben nicht! Dazu brauche ich nun wirklich nix mehr sagen!

Cramm, Gottfried von. (1909-1976) DER Tennisbaron. Immer noch ein Vorbild im deutschen Sport. Ehrenmitglied, wie JCB, dem ältesten lebenden Davis-Cup-Spieler (2020) beim deutschen Tennisbund. JCB war sein Tennis-Meisterschüler & Freund. So war JCB etwa Ehren-Gast, am Hochzeits-Nebentisch in Venedig, als von Cramm die damals reichste Frau der Welt heiratete, mit über 800 Gästen, am 08.11.1955, Woolworth-Erbin Barbara Hutton. Die Hochzeitskosten wurden beglichen von einem „Zinn-Baron“ aus Mexiko. // Siehe Medien und auch Kölner Stadtanzeiger vom 15.11.2011, Seite 26. // Viele gemeinsame Auslandsreisen folgten mit Gottfried von Cramm und JCB. Bis Kairo. So lernte ich zig Jahre später auch etwas anders Ägypten kennen. Über die Familie des Königs, in Alexandria zum Bespiel, dank Telefon-Nummer, die ich von JCB vorher erhielt. // Es folgten für von Cramm & JCB Einladungen, 1950-1952, zu dem damaligen König Faruq. (Kairo 1920-1965 Rom). // König Faruq wurde von seinem Thron verjagt durch Revolluzer Nasser, Mitte 1952. // Von Cramm lernte ich über JCB zunächst in seiner kleinen Stadtwohnung in Hamburg kennen. Es wartete dort auch ein Freund, Mainhard Graf Nayhaus. Zig Essays und Bücher schrieb Nayhaus im Laufe seines Lebens. Er war der große Beobachter der Bonner-Politk-Szene. Unmengen von Beitragen gab es in diversen Printmedien.// Nach dem Aperitif fuhren wir Vier in dem damals neuen, angesagten, englisch-grünen Mini-Cooper von Graf Nayhaus, in ein Bistro. Viel Freude bei uns allen, wegen dieses sehr kleinen, verrückten modernen Auto, dem „Vater aller Kleinwagen“. // Von Cramm besass, wie seine sechs Brüder, ein Schloß. Wasser-Schloß Bodenburg, Hildesheim. Dort lebte auch seine elegante, betagte Mutter, eine Gräfin. Sie brachte mehrere Schlösser mit in die Ehe, als sie den „nur“ Baron von Cramm heiratete. Jeder ihrer sechs Söhne bekam ein Schloß! // Einmal traf ich sie dort. Diese elegante, intelligente Ausstrahlung! Sie beherrschte den Empfangssaal. Dort hing ein überlebensgroßes „von Cramm-Ölbild // Gottfried von Cramm war ein ungemein höfliche Persönlichkeit. Immer lächelnd. Hochgebildet. Mit englischem Humor. Hilfsbereit. Weltweit akzeptiert, bewundert. // Damit ich besser aus dem Bett komme, schenkte er mir einen Wecker. Offensichtlich hatte JCB ihm meine damalige Schwäche genannt. Gut so! // Noch heute erscheinen große Beiträge in den Medien. Etwa bei dtv-Online am 02.05.2020: https://www.n-tv.de/sport/Der-Tennis-Star-der-zum-Nazi-Gegner-wurde-article21819739.html?1

JCB schlägt seinen Meister&Freund v. Cramm. Feuchte Augen bei beiden.
JCB, links, damals mit 20 und jetzt mit 88. Ehrenmitgliederliste Internationaler Tennisclub Deutschland: Herren Adrian, Peter. Becker, Boris. Behrend, Tomas. Biederlack, Johann Christoph…..Bungert, Wilhelm…usw
Frauen: …Graf, Stefanie….Huber, Anke…usw.
JCB ist der älteste lebende Davis-Cup-Spieler Deutschlands 2020.

Cramm, Siegfried vonBruder von Gottfried. Ehemaliger Offizier. Gern gesehener Gast von Bundespräsidenten abwärts. // Dieser Schlossherr (Name des Schloßes fehlt mir gerade, bei Hildesheim. ) wollte mich adoptieren. Mehrmals besuchte ich ihn. Nie gab es eine falsche Nähe, Belästigung etc.. Er brachte mich immer in mein Gastzimmer, bot eine Felldecke an, um sie über meine Füße zu legen. Wichtig waren für uns Gespräche. // Und – leckere Karpfen aus seinem Teich. Seine immer beschürzte Frau Böhnisch, langjährige Haushälterin und Köchin, tauchte immer im richtigen Moment aus der Küche auf. Siegfried von Cramm hatte ein Klingelknopf unter der runden Ess-Tischplatte, wie er mal lachend erklärte, aufgrund meiner fragenden Blicke. // JCB sagte nur: Adoption? Das kannst Du machen. Dann bist du aber nicht Siegfried Blau geworden, wie ich es Dir empfohlen hatte, und Du es doch auch akzeptiert, besser, verstanden hattest, als Du 20 Jahre alt warst! Was die „Strasse“ denkt, könnte dir egal sein. Ob die „sogenannte Gesellschaft“ dich wirklich akzeptiert!? // JCB, wieder lagst Du richtig. Danke auch dazu. 

Cramm, Burkhard Freiherr von. (1936-2016). Bodenburg/Ibiza. Neffe von Gottfried. Mit seiner charmanten Ehefrau Elisabeth. Geborene Möller. Ihre Schwester ist die berühmte Star-Friseurin Marlies Möller. // Treffs gab es auf Ibiza, wo beide auch eine Terrassenwohnung in unserem Bario (Viertel) haben: In Can Furnet/Jesus. // Leider ist Burkhard eine Woche nachdem wir ihn und seine Elisabeth bekocht hatten, verstorben. Seinerzeit waren auch unsere Gäste, Andreas Brautlecht & Meinrad Günther. // Als ich höflich Arm in Arm, mühselig die Treppen mit ihm hoch ging, zum Wagen, blieb er immer stehen, heftig nach Luft schnappend und sagend: „Siegfried lasse mich hier liegen. Es reicht, ich kann nicht mehr“. Hart, sehr hart das alles. Dieser immer fröhliche, kluge Mensch, vermochte gut über seinen Tod reden. // Jahre redete er aber auch, englisch witzig stöhnend, über die horrenden Kosten eines neues Daches für sein Schloß. Aber immer war er humorvoll dabei. Seine zehn Jahre als Geschäftfsführer des renommierten, feinen Überseeclub in Hamburg, sind natürlich auch nicht vergessen! Nun haben wir noch die Elisabeth.

Delden, Edzard van. Kunsthändler aus Münster und Osnabrück. Langjähriger Freund von JCB. Neffe des damals größten europäischen Textunternehmers Van Delden. Einer aus der Familie, war ein CDU-Bundestagsabgeordneter. // Edzard: Mein erster großer Kunde! Während der Neueröffnung 1978, erwarb Edzard sechs Silber-Platzteller, Augsburg von 1777! Preis 20.000DM. Heute „unbezahlbar“. Damals war ich erstaunt, erschrocken. Besser, hocherfreut. Das Finanzgesetz seinerzeit: Die ersten drei Jahre nur halbe MWST, bei einem Umsatz von nicht mehr als 60.000DM/Jahr. Am ersten Abend flog ich raus dem System für Startunternehmer! So etwas macht stark, gibt unternehmerischen Schwung! Beifall bekam ich besonders von unsere Freundin,. Pepi Gräfin von Westerholt. Fachfrau für Antiquitäten bei van Delden. Danach bei Kunsthandel Nolte, Münster. // Wie ich später erfuhr, Edzard fragte hinter meinem Rücken JCB: Wieso ich den Mut habe als Kunsthändler selbständig zu sein? JCB sagte: Ach, der Siegfried hat als Kind schon immer sich jede Woche auf die TV-Zeitung „Hör Zu“ gefreut. Dort gab es auf den hinteren Seiten, immer ein Bilderrätsel: Richtig oder Falsch? Das mochte er. Sein scharfes Hingucken wurde schon im Vorschulalter damit trainiert. Blau hat sich an meiner Seite, seit seinem 17.Lebensjahr, immer neugierig gezeigt. Viele Fachbücher und Kunstkataloge gelesen, mein Abo des Magazin „Weltkunst“ jahrelang aufgesaugt, Ausstellungskataloge gelesen. Alle meine Besuche auf den Kunstmessen hat er mitgemacht. Er hat Glück mit seiner schnellen Auffassungsgabe. Er fühle sich fit dazu. Mit seinem angelesenen „Dreiviertelwissen“, und mit seiner Unerschrockenheit, macht er volles unternehmerisches Programm!

Douglas, Michael, Filmschauspieler. Berlin. September 2009. Filmpremiere „Liberace“. Was für ein Abend! Was für ein TV&Print Aufgebot! Was für ein sympathischer, höflicher Typ! // Also, die Nichte von JCB, Christiane, ist Managerin bei einer Berliner Filmfirma. Zuständige Leiterin für die Betreuung von Weltstars. Hier – der angereiste Michael Douglas. Wir waren von ihr ausgestattet mit VIP-Bändchen, claro. Zur Premiere. Leider war der Gegenspieler, der ebenso klasse Star Matt Damon verhindert. // Nun standen wir vor dem Kino-Saaleingang, in erster Reihe und warteten auf Douglas. Langsam schob er sich an den Medien vorbei, an Gästen, zum Saaleingang hin. JCB,s Neffe Christian, der größer ist als JCB&ich, filmte mit seinem Smartphone das Geschehen hinter uns. Plötzlich stand er fast vor mir. Ich rief „Hey Michael. Ich lebe auf Mallorca!“ Sofort reagierte er, faste meine Schulter an und sagte: „Tatsächlich! Und wie ist die Lage mit den fürchterlichen Bränden auf Mallorca?“ Ach, sagte ich, viele Medien übertreiben. Es ist bestimmt nicht gut, das es solche Brände gibt. Doch seine Finca liegt ja nicht in der Nähe der Brände. Usw. usw.“. Er war beruhigt, strahlte mich an, gab mir noch einen Klaps auf die Schulter und er ging lächelnd weiter. Immerhin warteten im Kinosaal über Zweitausend auf die Premiere. // Überraschend für mich: er ist ja sooo klein! Was solls. Er ist eine „Größe“. // 2009 brannte es ja fürchterlich in Gegenden von Mallorca. Wirklich nicht lustig. // Alle wissen, er hat dort seit zig Jahren seine Riesenfinca „s´Estaca“ bei Valldemossa. Oft besuchte er und seine Ehefrau Catherine Zeta-Jones Mallorca. Außerdem sponserte Douglas das Kulturzentrum „Costa Nord“ in Valldemossa. Klasse gemacht. Ein Besuch lohnt sich. Es ist raffiniert aufgebaut, mit Videofilmen über die Geschichte von Mallorca. Und wenn etwa ein Boot im Film zu sehen war, als es anfänglich noch keine Wege auf der Bauerninsel gab, dann bewegte sich, schwankte leicht der Boden! Toll!

https://www.youtube.com/watch?v=7YfCHeO6oKc

Dies hier ist das Filmchen!

PS 07.05.2020. Neuester Stand zur Michael-Douglas-Finca: Nun will er sie doch nicht verkaufen. Es ging ja hin und her. Auch wegen der Ehekrise gab es Unschlüssigkeiten. 60Millionen Euro sollten bei Verkauf erzielt werden. Und danach weniger. Zitat Mallorca Zeitung.

Droste, Dr. Manfred, Mitherausgeber der Rheinischen Post,  70 Jahr-Feier. Er hatte mit seiner Frau Gisela eingeladen ca. 1.000 Gäste in sein Düsseldorf Heim, in Stockum. Gemeinsam fuhren Helmut Hentrich, Ehrenbürger, auch Kunde von mir, und ich mit meinem Wagen dort hin. // Es war klasse, wie die Drostes auch an die Kinder dachten: Im weitläufigen Park, Rheinnähe, waren Bewirtungsstände mit sehr vielen Pommes aufgebaut! Von wegen nur für Kinder! Auch für uns Erwachsene…. Siehe Düss. Anzeiger vom 04.06.1997. Die Eheleute Droste waren auch Gast bei meinem 50.Geburtstag, im Museum „Volk&Wirtschaft“, (heute Kunstpalast) Gründonnerstag 27.03.1997. Siehe Gästenamen in den Medien.

Ekim, Can-Pieer & Ehefrau Johanna. Was für ein Paar! Damit meine ich nicht nur ihr sehr gutes Aussehen. Das reicht bekanntlich nicht. Dafür können sie auch eher nix. Doch deren Charaktereigenschaften, also, das ist schon beeindruckend. Warum sollte ich sonst diese Namen soooo nennen. Ihnen ein „Denkmal setzen“, wo doch 2020 viele Denkmäler in Frage gestellt werden. // Angefangen hat mein Kontakt zu Can, als er sehr jung war. 1982, da war er 22 jahre alt. Über seinen Cousin Jürgen lernte ich ihn zufällig kennen. Jürgen war ein Geschäftsfreund von mir. Ein Verkäufer von antikem Dingen. Er nahm mich mit auf eine Neusser Fete. Obwohl ich wesentlich älter war, als alle anderen Gäste dort, funktionierten die Gespräche. Und das gemeinsame Schmausen von Leckereien. Neben Can und seinem jüngeren Bruder Cem, fand ich Platz. Beide lächelten höflich und nicht aufgesetzt. Na klar, wie das mit Menschen sein kann, deren Vorfahren aus der Türkei kamen. Hier der Vater, ein gut aussehender Ingenieur. Später hörte ich, ein „hungriger“ Frauenheld. Can & Cem´s Mutter war eine Deutsche. Beide in Neuss geborene Brüder sprachen noch bis zum Kindergarten, auch Türkisch. Dann ging es los, mit den Diskriminierungen, den Hänseleien von anderen Kindern und deren Eltern. Sie verdrängten ihr Türkisch. bekamen aber nur fast Komplexe. Sie wurden stark im Kopf. Lernten sich zu wehren. Lernten viel. Um es den anderen und sich zu zeigen, wir sind gut, wenn nicht sogar besser als andere. Ergebnis: mit 20 Jahren war Cem, ein Metzgergeselle, Leiter einer IN-Metzgerei in Düsseldorf auf der Oststrasse. Dann folgte die Meisterprüfung hinterher. // Sein Bruder Can wählte den Beruf eines Metallbauers. Auch er wurde Meister. Gemeinsam gründeten sie eine Firma für Metallbau und Sonnenschutz. Die beruflichen Wege trennten sich nach zig Jahren. Der gute Kontakt blieb. Bis heute. // In 2020 startet Can als Selbständiger eine neue Sparte: Pulverbeschichtungen. Den Aufbau der Firmen-Segmente sah ich mir mit JCB im Juni an. Respekt! Und wir staunten. Die Werkshalle hat enorme Ausmasse in 41063 Mönchen-Gladbach, Siemensstr. 46. //

Ekim. Zurück zu den Anfängen. Warum kam es zu einer angenehmen Nähe? Tja, keiner wollte mich von meinen Freunden, 1982 begleiten zum Fessel-Ballon-Fahren. Ein Kunde von mir, der Pilot, lud mich ein, mit Begleitung. Zum Schluß viel mir nur noch die neue Bekanntschaft, der junge, nette Bursche von der Fete ein. Can! Er sagte sofort ja. Das machte mich auf ihn neugieriger. Das schweißte uns zusammen. Siehe unter Reisen: Fesselballon. // Er ist ein Typ, der auch immer Fallschirmspringen machen wollte. Das war wohl nie der Fall, glaube ich. Doch dafür purzelten seine anderen Begabungen auf uns: Eishockey-Spieler, Hobby-Koch, mit sogar einem dritten Platz beim „Feinschmecker-Wettbewerb“ von NRW. Weinkenner, „Verschlinger“ von Dokus, ob in Buch- oder TV-Formaten, Inneneinrichter mit sagenhaften Aufträgen in West-Europa. Alles schien ihm zuzufliegen, diesem Naturtalent, diesem Ästheten! Und – er war ein Top-Tänzer, mit dem er zig Frauen eroberte. Einige Male nahm er mich, den „Alten“, den Bewunderer, in die Discos. Damals etwa war die Bhagwan-Disco in Düsseldorf einer der Top-Adressen. Sofort zog ich ein Jackett an, damit ich wenigstens wie der Geschäftsführer der Läden aussah! // So lief das bis er Andrea kennenlernte, mit der er einen Sohn hat. Sohn Moritz ist auch blendend aussehend, klug und gut erzogen. Ebenfalls ist er Meister geworden, dank energischem Einsatz seines Vater Can, bei dem er ab dem 12. Lebensjahr, wohnte. // Die Beziehung mit Andrea ging daneben. Und Platz fand an seiner Seite, als Ehefrau, „unsere“ Johanna. So sagen wir heute. Denn ihr ebenso gutes Aussehen, ihren Charme, ihren Fleiß, ihre „grüne“ Hand für deren großes rechteckiges Landgrundstück, mit vielen Gemüse- und Blumensorten, das macht uns Freunden, viel Vergnügen. Sie hat auch Muskel-Kraft. Nun ja, als ausgebildete Steinmetzin! Beide verwöhnen sie uns relativ oft Sonntagmittags. Und wir, JCB und ich, geben auch unser Bestes. // Sicherlich war Can damals nicht ein Ersatzkind für mich. Doch darf ich schon sagen, das ich ihn als älterer bei seinem Aufstieg, etwas begleitet habe. Anders, ich habe aufs richtige Pferd gesetzt. Haha. Nun erhalten wir Aufmerksamkeiten, Tips, Hilfe.

Ekim, Can-Pieer & Freund Guido Schlief, Neuss. Einer der engsten Freunde von Can in Neuss, war u.a. Guido Schlief, als beide gerade über zwanzig Jahre alt waren. Und ich Can kennenlernte. Guido war oft dabei, wenn es in die Neusser Bars und Kneipen ging, usw. // Auffällig, Guidos Klugheit, sein trockener Humor, sein herzliches Lachen. Nie kam er dumm rüber. Außerdem war er höflich. Und immer an seiner Seite, seine Jugendfreundin Annette. Bildschön! Auch sie kam aus Neuss. Sie heirateten und haben zwei süße Töchter heute, 2020. // Also, der angenehme Guido passte immer sehr auf, wenn kluge Sätzen fielen, oder Dummes. Oder Differentes zu hören war. Positive Neugierde! Daher gab es schnell einen guten Kontakt auch zu mir. Einige Male fuhr er mich nach Hause, nach Düsseldorf, bis vor die Haustüre. Er sprang aus dem Wagen machte meine Autotüre auf, sagte Tschüß – und schwupp, weg war er. Toller Bursche! Besonders, wenn man dies nun liest: Guido verzichtete als Nachfolger in die elterliche, große Rosenzüchterei zu gehen. Nee, das nicht, sagte er. Er studierte Informatik. Der Stand heute: Head of Digital Business Services, Region Middle & Eastern Europe, SAP Deutschland!

Erwin, Joachim,  CDU. (1949-2008). Bürgermeister von 1998-1999. Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf 1999-2008. // Einer der wenigen, der es schaffte, eine große Stadt in Deutschland zu entschulden. // Dabei hatte seine eigene CDU-Partei ihm ziemlich viele Stöcke zwischen die Karrierebeine gehalten. Einige waren Eifersüchtig, da seine Frau aus einer vermögenden Bauunternehmerfamilie stammt, die Gelder ihm gaben für Öffentlichkeitsarbeiten. Gelder, Hilfe von der eigenen CDU-Partei bekam er nicht, so wie man es erwarten könnte. Und doch wurde er die Nr. 1. Respekt! Joachim Erwin war gebildet. Konnte aus dem Stehgreif Heinrich-Heine-Gedichte aufsagen. Was ich als stellv. Vorsitzender vom Freundeskreis-Heinrich-Heine, nicht kann! Und, und, und. // Ausserdem war er, wie gesagt, einer der wenigen, die eine Großstadt in Deutschland, entschuldet hatten. // Ihm verdanke ich viele Reden und Gespräche in meiner Galerie. Gut fand ich auch seinen Humor. Leider verstarb er relativ früh an Krebs. 

Fanzhi, Zeng, chinesischer Künstler. Geb. 1964. Unser langjähriger Freund, Film-Professor Frank Döhmann, organisierte ein Künstlerprojekt in den „Berliner Filmstudios“. Per Kamera wurde die Malerei von Zeng Franzhi dokumentiert. Von der leeren Leinwand bis zur Beendigung seines Werkes. // In Berlin waren JCB und ich eingeladen zur Enthüllung des fertigen, riesenformatigen Bildes. Am 19.11.2014 war es soweit. Vor handverlesenen Gästen, erlebten wir das Werk, die Snacks und Champus. Jeweils nur 5 Personen durften, ohne Fotos zu machen, einen abgetrennten Raum betreten, um das Werk zu sehen…// Wir staunten auch darüber: Wir googelten, wer ist Fanzhi? Und wie sind seine Verkaufs-Preise? Letztens erzielte diese Bildgröße in Hongkong 20 Millionen Dollar! Stille bei uns. // Wir brachten unsere Berliner Freunde zu dem spektakulären Abend mit: Prof. Dr. Thomas Speich und sein Erwin Härtl. Dabei auch Frank Döhmanns klasse, aufgeweckte tolle Ehefrau, die TV-Regisseurin Britta Keils. 

Von links Prof. Döhmann, Künstler Fanzhi, die Managerin, verantwortliche Mitarbeiter des Filmstudio im blauen Anzug und die „Brille&Kappe“, JCB vorne rechts

Fassbinder, Rainer Werner. Filmregisseur, München. Fassbinder selbst suchte und pflegte jahrelang unsere Nähe. Warum? Nun, er war eben nicht nur ein Arbeitstier und Chaot. Hart, ruppig zu vielen Menschen. Aber nicht zu uns. // Er schleppte uns sowohl in München, als auch etwa in New York zu allen möglichen oder unmöglichen Bar-Adressen. Oft liefen wir daraus weg. Wir waren überfordert von den „Spielen“ einiger Männer dort. // // Zurück zu Fassbinder. Er war auch ein melancholischer, trauriger Typ, der unsere Bürgerlichkeit, deren Wärme mochte. Wir waren eben nicht devote Fans! // Das Hotel Deutsche Eiche in München, Reichenbachstrasse, war und ist immer noch, seit Jahrzehnten unser Hotel. Und da Fassbinder gegenüber wohnte, war es auch seine Adresse, Stamm-Restaurant. Sein Wohnzimmer. // Und auch Drehort manchmal. Gute Gespräche gab es etwa mit Mario Adorf. Nicht mit Brigitte Mira. Sie fragte, welche Rolle ich spiele in dem Film, ich glaube, sie sagte „Angst Essen Seele auf“. Ich sagte, ich bin kein Schauspieler. Abrupt drehte sie mir den Rücken zu, am Stammtisch, und häkelte weiter irgendwas. Etwas überdreht, die schon damals „reife“ Schauspielerin! Und unbescheiden: Fassbinder holte Brigitte Mira in Berlin aus einem Künstler-Altenheim. Sie war längst vergessen. Na, da erwartet man doch ein bisschen mehr Demut! // Ein Abendessen in Fassbinders Wohnung in der Reichenbachstraße, kann ich nicht vergessen. JCB und ich nahmen an einem riesigen Holztisch platz. Da er mir schmuddelig schien, ging ich in die Küche und holte ein Haustuch, putze alles brav sauber, bis Fassbinder mich anschrie: „Bist Du verrückt? Wie kannst Du mein Kokain wegwischen!?“. Oh, was wusste ich denn von so einem Zeug! Doch weitere aufgeregte Worte sagte er nicht. Er griff in seine hässlich-grüne Militärhose, Aussentasche, holte ein Bündel Geld heraus und schickte einem aus seiner Handlanger-Clique neues Kokain holen. Er drehte sich um zu mir und – grinste. // 

Fassbinder Freund Armin Meier. Muskulöser Metzger, blond, attraktiv mit hellblauen Augen, flinker Aushilfs- Kellner in der Deutschen Eiche. Ruppig zu den meisten Gästen. Nicht zu uns! // Später wurde er Fahrer bei Fassbinder. // Armin beging Selbstmord. Eine Woche vorher hat er uns privat in Klutstein/Schildgen, bei Köln besucht. Er war völlig neben der Spur. Er weinte, stöhnte über die Filmschauspieler, die ihn nicht ernst nehmen. // Leider erkannten wir nicht, wie tief sein Leiden war. // Übrigens liess Fassbinder nicht nur seinen Freund Armin mehrmals „durchs Bild laufen“, sondern er wollte dies auch mit mir machen. Wie auch mit einigen anderen, die ihm nahestanden. Also, er ließ anrufen, in meiner Düsseldorfer Galerie. Meine Mutter vertrat mich. Fassbinders Sekretärin: R.W. Fassbinder möchte, das Siegfried kommende Woche nach München kommt zu Filmaufnahmen. Meine Mutter: Ich kenne sie nicht und – legte auf! Das wars mit Film und so. 

Fassbinder & Ingrid Carven. Fassbinder nahm uns mit zu seiner Noch-Ehefrau Ingrid Carven. Schwester von der international erfolgreichen Opernsängerin Trudeliese Schmidt. // Carven wollte Chanson-Sängerin werden. Nun sollten wir die ersten fremden Zuhörer sein, in ihrer Wohnung. Dabei, der Komponist Peer Raaben. (der wurde später ein Großer! Über 90 Filmmusiken). Sie schäumte. Schrie herum, was das soll? Fassbinder, ganz gemein leise und ruhig: Du willst doch auf der Bühne singen. Also bitte. Dann fing sie an. Und – es war nicht schlecht. So zwischen Marlene Dietrich und Edith Piaf klingend. Alles gut. // Jahre später trat sie auf – in einer unglaublichen schönen Robe von Yves Saint Laurent, von ihm geschneidert. Sie hatte Erfolg. Auch als Schauspielerin lief es gut. // Nicht so gut lief ein – privates – Weihnachtsessen in unserem Hotel Deutsche Eiche. Nun waren wir eingeladen, von den Inhaber des Hotels, Mutter Ella & Tochter Sonja Reichenbach, und der 20-köpfigen Fassbinderclique, zum Gansessen. // Es dauerte nicht lange, da stritten sich wieder mal, sehr heftig, sehr laut, Ingrid Carven und Fassbinder. Deren gegenseitigen Körperbeschreibungen in deftigster bayrischer Strassensprache gebe ich hier nicht wieder. Aber ich berichte schon, das Knochen der Gans an deren Köpfe flogen. JCB und mir war das zuviel. Wir verschwanden.

Fassbinder & unser Hotel „Deutsche Eiche“ war damals noch simpel ausgestattet. Ein Künstlerhotel. Oft wohnten Balletttänzer unter dem Dach – kostenlos. Dabei, immer, die wunderbare, legendäre Inhaber-Verwandte und Kellnerin Toni. Ihr Bayrisch war für uns schwer zu verstehen. Aber, ihr verdanke ich, das ich Thomas Bernhard las. Bitte, das war nicht normal, das eine Kellnerin, so sagte man damals noch, wusste, wer Thomas Bernhard ist! Das war alles so widersprüchlich und erstaunlich. Daher bekam sie auch immer Freikarten für alle Kulturtempel in München – von den Intendanten! // Franz Beckenbauer etwa feierte in der „Eiche“, sehr ausgelassen, mit Fussballkollegen, verkleidet, Fasching. Und zig andere – sogenannte A-Prominente. Auch aus allen sozialen Gruppen. Sprich, auch B und C-Promis. // Zur A-Klasse gehörte natürlich etwa der östereichische Theaterschauspieler Walter Schmidinger. (1933-2013). Einer der ganz großen im deutschsprachigen Theater. Beliebt in München. Kein Laufstegtyp. Groß gewachsen, ungemein humorvoll, kess, mit auffallender, guter Stimme und scharfem Blick. Wenn er uns entdeckte, kam er zu uns, verbeugte sich und bat um einen Platz an unserem Tisch: Dann sage ich auch ein Gedicht auf! Herrlicher Typ, der mich, dem jungen mit den blonden wilden Haaren, gefallen wollte. Und natürlich auch dem damals ebenso jungen und immer sehr beliebten, top aussehenden JCB. // So wie das auch mit dem Engländer John Cranko war. Ein Choreograf, ein Großer der Tanz-Branche. (1927-1973). Passabel aussehend, höflich und amüsant. Chef des damals sehr berühmten, weltweit anerkannten „Stuttgarter Ballett“ (Chef ab 1961). Dort dabei, die weltberühmten Tänzer Marcia Haydée, Richard Cragun, Birgit Keil. Es gibt immer noch die John-Cranko-Schule. // Also, er kam, sah mich, bat mich einfach so, zum Tanz. Mitten im Restaurant. Mit seinem Gipsarm. Tja, was in der „Eiche“ aber auch damals alles an Lockerheit los war! // Sein Kollege Maurice Béjart, ebenso weltberühmt, tauchte auch mal dort auf. Nein, nein, nicht um mit uns zu tanzen. Um ein Bierchen mit dem französisch sprechenden JCB und mir zu trinken. Das wars. Doch seine wunderschönen blauen Augen, seinen Charakterkopf, den kann ich nicht vergessen. Googelst Du diese Leutchen. 

Fassbinder & Harry BaerFilmschauspieler, Produzent, Regisseur, Mitarbeiter von Fassbinder seit 1969. Autor Buch „Deutsche Eiche“. // Nicht weil er gut aussah, sondern weil er ruhig und konzentriert gut arbeiten konnte, brauchte Fassbinder ihn. Das Restaurant Deutsche Eiche, war ja Fassbinders „Wohnzimmer“ . Daher tauchte oft Harry Baer auf. Natürlich habe ich ihn nicht übersehen! So manches Gespräch wurde geführt, so manches Bier wurde gemeinsam getrunken, etwa. 

Feltus, Ross, Star-Fotograf, besonders für Kinderporträts, Düsseldorf. (1939-2003). Vater von Barbara Becker, Ex von Boris Becker. Kein einziges Mal habe ich Ross Feltus gefragt, wie es seinem Schwiegersohn Boris Becker geht! Das fand Ross Feltus toll. Denn er fragte mich, warum jeder ihn darüber ausquetschen wollte. Aber nicht sein Kumpel Siegfried Blau! // Ross Feltus erzählte dann, das er und seine Tochter Barbara und Boris Becker bei Bundeskanzler Kohl zum Essen eingeladen waren. Kohl sagte: Ja Herr Feltus, wir haben viele Probleme, mit Ausländern und Farbigen in Deutschland. Ross Feltus: Herr Bundeskanzler, wir haben keine Probleme, wir haben Aufgaben! Daraufhin wurde Ross Feltus nie mehr eingeladen! // Mit Ross Feltus gab es eine gute berufliche Zusammenarbeit. Ausstellungen etc. // Seine Atelier-Einladungen zu Halloween jedes Jahr, also, die lagen mir nicht. Das hat nix mit ihm zu tun, dem blendend aussehenden, sportlichen, drahtigen Mann, sondern mit mir. Halloween finde ich furchtbar! // Und – wir waren beide mal eingeladen als Juroren für die Auswahl von Cheerleader-Girls. Sprich, hübsche, junge gut gebaute, lächelnde Girls, zu entdecken, damit sie den Beifall der Zuschauer rauskitzeln. Für die Düsseldorfer Rhein Fire, American Football. Meine Güte, was haben Ross Feltus und ich uns köstlich amüsiert, über die Selbstdarstellungen der jungen, wohl auch naiven „Dinger“! Wir beide waren nicht „versaut“ genug, unsere Chancen zu nutzen, für einen längeren Abend….Einige schienen uns doch sehr zu mögen! Unübersehbar war das nicht. // Die Nähe zu dem sympathischen Sport-Manager der Rhein Fire, Alexander Leibkind – ehemaliger siebenfacher Deutscher Meister im Judo, Mitglied Nationalmannschaft – machte es möglich. 1952 München, dann 2006 in New York, plötzlicher Herztod. Schrecklich. Das hatte mich sehr ergriffen. // Der gute Leibkind war auch mal vorher der Sportberater von Steffi Graf , Ulrike Meyfahrt und Michael Groß. //

Leibkind und ich waren zusammen mal in der Fernseh-WDR-Talksendung „Happy Hour“ eingeladen. Am 31.September 1996. Zitat deren Pressemitteilung: Blau ist einer der fünf deutschen Galeristen, die erstklassige Kunst preiswert anbieten. Zitat Ende. Nanu, das wußte ich garnicht!

Frauen. Der Anfang: Elke, auch 6 Jahre alt. Nachbarkind. Wir sitzen in einer Blumenwiese, suchten an uns herum. // Inge, 24Jahre alt. Ich bin 12 Jahre alt. Nachbarin, neben unserem Fachwerkhaus, Adresse Bies, in Wuppertal-Vohwinkel. Plumstoilette, Holzhäuschen, hinter dem Wohngebäude. Die Türe ging auf. Sie saß dort mit geöffnetem Schenkeln: Siggi, steck ihn rein. Ich war entsetzt. Lief weg. Kam aber wieder. Da war aber schon ein strammer, halbnackter behaarter Bursche bei ihr im Einsatz. Neu: ich genoß das Zusehen. Start nicht als Spanner, sondern als Mitmachender und Gucker. Später las ich in wissenschaftlichen Texten, das 40% aller Frauen und 70% aller Männer so unterwegs sind! // Roswitha, 16, groß gewachsen, ausgewachsen. Rechts Klassenkamerad Kumpel Wini Rechenberg, ich links neben ihr sitzend, auf einer schrägen Wiese, Nähe Gruitenerstrasse, in Vohwinkel: Wini und ich sind 14 Jahre alt. Es gab keine Gründe, das wir uns verstecken mußten. Ihre Hände massierten uns. Wir durften jeder eine Brustwarze streicheln. Noch heute haben Wini und ich Kontakt. Jetzt mit Reifeflecken. Und er mit einer wunderbaren Ehefrau. Angelika ist klasse. Mit viel Humor und viel Partnerschaft für Wini. // Elisabeth, M. , Bruderstrasse 60, Remscheid. Meine erste „Liebe“. Beide waren wir 17 jahre alt. Es lief alles gut. Dann tauchte JCB auf. Öffnete Perspektiven. Er sagte: ich habe doch nichts gegen Frauen! Und ich sagte – ich habe nichts gegen gut riechende, gut aussehende neugierige Freunde. // 12 Jahre später traf ich Elisabeth zufällig auf der Strasse in Wuppertal-Elberfeld. Mit ihrem Freund. Ein Blick von uns beiden, und wir dachten das Gleiche…Schwitzen wollen! Sie luden mich zum Abendessen ein, bei denen zuhause. Elisabeth und ich setzten ihren Freund augenzwinkernd unter viel Alkohol. Er wurde müde, ging zu Bett. Elisabeth und ich trieben es auf dem Teppich – vor dem Bett! Oh meine Güte. Pfui Teufel, oder? Nee, pure Leidenschaft! // Meine vielen Reisen brachten Erfahrungen. Schweden: Wunderschöne Blonde, die sagte: Du bist zu ungeduldig! Dränge nicht so! Sie meinte richtigerweise – ich bin unerfahren. // IG Chemie-Gewerkschaftssekretärin aus Mannheim. Bei der IG Chemie in Wuppertal kennengelernt. Eine Hochkluge. Sie bewegte mich zum Lesen von Sartre, Voltaire, Camus, Oskar von Nell-Bräuning – der mich stark beeindruckte! – und andere Aufklärer & Co. // Sie sagte nach dem Abendessen in Mannheim, wo ich extra für eine Nacht hinfuhr: Du musst aufpassen. Ich verliere mich gleich. Und ich rief beim Akt, so erzählte sie anschließend: Ich kann es. Ich kann es! Lustig, die Anfänge! // Eine besondere Nähe, die auch meine fehlende Scheu vor „zu Dritt“ zeigt, hatte ich ich über 10 Jahre besonders mit einem Ehepaar. Gefühlt einmal im Monat trafen wir uns meistens in meiner Wohnung. Oft mit einem Abendessen – „vorher“. Manchmal organisierte ich auch einen weiteren Kumpel dazu. Bis zu meinem Umzug 1999 nach Palma lief das so ab. // Auch mit anderen Paaren, Eheleuten. // Oder mit Hetero-Männer, die mit mir, sehr, sehr oft tranken und „Filmchen“ guckten. Und sich dabei ansehnlich entspannten. Gerne habe ich das ermöglicht, denen sozusagen „Christlich“ geholfen. // Das Ganze war nur möglich, dank meiner Fantasie, meiner Sprache. // Nicht Freudenhäuser interessierten mich. Zu kalt. Zu geschäftsmässig. Zu technisch. Mit dem Neusser Jürgen, attraktiv, gut konditioniert, mit dem ich Kunstgeschäfte abwickelte, ging ich mal in Düsseldorf – hinter dem Bahnhof. Eine bekannte Freudenhaus-Adresse, vom Zug aus zu sehen. Wir bestellten eine „Kommerzielle“ zu Dritt. Ging nicht. Nur zwei Frauen auf einem Zimmer, das wäre okay, sagte man. Wir zahlten und starteten. Hosen runter. Jeder hatte seine Frau neben sich sitzend. Sie streichelten uns. Und sie redeten – übers Kochen! Da platzte dem breitschultrigen Jürgen der Kragen. Er sprang auf, nahm sein Kondom ab und schmiss ihn seiner Nutte an den Kopf. Die andere drückte eine Klingel. Sofort tauchten zwei muskulöse Bären, zwei Rausschmeißer auf. Wir hatten Glück, sie wurden nicht brutal, schmißen uns nur ruppig raus. Meine Schlagfertigkeit bremste sie, da ich mich beschwerte über die Frauen und deren unprofessionelle, miese Art. „Heiß“ werden konnte man damit wirklich nicht! // Das war nix, diese angestrebte, lockere Nummer zwischen gleichdenkenden Kumpel! // Geblieben ist aber das Mitmachen in Swingerclubs. Herrlich wie man mit wenigen Worten, wilde Hausfrauen und Ihre Typen, begeistern kann. Nun, immer wird kontrolliert, ob man dazu passt. Was das heißt? Egal ! // Noch heute muss ich meiner Mutter danken. Ihre Aufgeklärtheit, Offenheit, Toleranz öffneten mir so viele neue, abwechslungsreiche Erlebnisse. Gerade lächele ich über all dies hier. // Mein Rückblick zeigt mir auch, das es wohl einen Knacks bei mir gab, als meine Eltern sich trennten. Da war ich 14! Mitten in der Pubertät. Der Glaube an einer funktionierenden Ehe ging eindeutig hierbei verloren. Bloß keine Bindung! Die Angst davor. // Die Schmerzen meiner Mutter habe ich sehr wohl noch vor Augen. Die lauten Streitereien meiner Eltern auch. Bei offenem Fenster. Ich schämte mich. Ich weinte. Furchtbar! Trost bekam ich oft von mein Sandkastenfreund Knut Seipold. Er hörte es mit, als wir mit unseren Fahrrädern draussen in der Nähe waren. // Siehe auch Bundeswehr. Siehe auch hier jetzt folgend Frauen: „Die Amsterdamerin“

Frauen: „Die Amsterdamerin“. Golf-Freundin. Zwei Jahre lebten wir in Krefeld-Verberg zusammen. Über meinen langjährigen Krefelder Kumpel Can-Piere Ekim lernte ich die drahtig-schlanke Rothaarige mit Sommersprossen, Samstagmittag bei einem lässigen IN-Italiener in Krefeld kennen. Sie schnappte meine Sätze auf. Sie drehte sich um und – sofort war klar, wir verstehen uns. Überraschend schnell einigten wir uns aufs Zusammenziehen, in ihre toll gelegene ET-Gartenwohnung. // Wir galten als lustig-lebensfreudiges Paar. Wir lernten voneinander. Sie: wie man sich von seinem Vater emanzipiert. Er war mal was Großes was Druckerei-Firmen in den USA und in Europa betraf. Die allerdings nach und nach insolvent wurden. Ausserdem hielt er über 70 Patente. // Gut aussehend war er auch. Längst getrennt lebend von seiner ebenso Range Rover fahrenden Ehefrau. Doch sie redeten miteinander. // Er war ein besitzergreifender, unangenehmer Typ gegenüber meiner Freundin, seiner Tochter, seiner Chefsekretärin, in Meerbusch. Immer trat er auf mit besten Manieren aber schlechtem Agieren. Fies! Mir gelang mehr Abstand zwischen beiden. // Und ich: Endlich mal wieder Konzentrationen mit allen Konsequenzen, mit einer Frau lebend. // Golf-Spielen war für sie sehr wichtig. Handicap 6!!! Ihre Liebe zum Golf sah man in Ihrer Wohnung. Wirklich alles sah nach Golf aus. Ob Toilettenpapier, Seife, zig Geräte, Kleidungsteile usw. Daher erspielte ich, nein ich mußte mir sogar die Platzreife erspielen! Okay. Ich bekam Respekt für diesen Sport, der auch anstrengend sein kann. // Was passte zu uns? Kochen konnte ich. Ihre – gefühlt – sechs Friteusen kamen in den Keller. Den Garten gestaltete ich auch gerne.// Was ist wirklich nicht akzeptierte war ihr Bemühen, ihr dauerndes Drängen, meinen Namen Siegfried verschwinden zu lassen. Zu Deutsch, sagte sie, die Jüdin. Sie nannte mich immer „Art“. Stellte mich auch offiziell immer so vor. Merkwürdig aber auch das: sie wollte, das ich meine Vorhaut beschneiden lasse. So wäre es üblich bei Juden. Aber, sagte ich, ich bin doch kein Jude! Außerdem geht an mein „Ding“ keiner mit dem Messer ran! /Dann wollte sie mich heiraten. Ein Kind wollte sie auch noch, mit über 40. Ich sagte: Nein. Es ist nicht, wie anfangs besprochen, mein Lebensziel. Sie: Dann musst du gehen!!! Entsetzen bei mir! Wieder eine Trennung nach meiner Pubertät. Das tat ich sofort. Ich ging. Mit Koffer. Mein Vertrauen war erschüttert. Komödienhafte Sätze wurden wie Blitze hinter mir her gerufen: Ich vernichte Dich! // Eng befreundet geblieben bin ich mit ihrem damals verheirateten Nachbar Lutz Rocholl. Heute lebt er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Christina. Ein klasse Typ. // JCB und ich treffen beide auf Ibiza oder in ihrer wunderbaren, hochmodernen Bauhaus-Stil-Villa in Krefeld-Verberg. Christina kocht und lächelt gut! Der englische Humor von Lutz – herrlich! ( Zu „Amsterdamerin“ – Siehe auch Graf Armand).

Frauen in Duisburg-Marxloh. Alleine lebend suchte ich Vergnügen. Normal. Massenansammlungen mag ich nicht. Da mich weder knallvolle, „mondäne“ Diskotheken noch die „Sauf-Altstadt“ in Düsseldorf interessierten, fuhr ich in die Nachbarstadt Duisburg. Über die Autobahn in 20Minuten erreichbar. // Arbeitermilieu mag ich. Daher sauste ich nach Duisburg Marxloh und Bruckhausen. // In Marxloh fand ich in einer unbedeutenden Seitenstrasse der Hauptstrasse, ein eher kleines Kino. Treffer! Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah ich, das die letzten Sitzreihen stark belegt waren. Mädchen und Jungen fummelten, knutschten miteinander. Andere Burschen griffen zu, über die Lehnen hinweg, oder saßen daneben, gestreckt. Herrlich. Genau das, was ich suchte. Marxloh, Du tats mir gut! Nicht wenige Male. //

Frauen in Duisburg-Bruckhausen. Dort suchte ich auch. Las ich doch, wie arm auch dieses Viertel ist. Ich stellte mir vor, dort sind die Arbeiter, die ich gut gucken kann, einfacher zu erreichen. // Imposant – zunächst die Hochöfen. Was für eine wuchtige Industriearchitektur! Irgendwie beeindruckend aber auch bedrohlich wirkte dies auf mich. Die Schlote qualmten. Tag und Nacht! // Nicht so ansehnlich, die damals noch vergammelten Bürgersteigen. Später wurde dort viel saniert. Die Kriminalität war stark angestiegen. Die Stadt hoffte, das eine schönere Umgebung mit „Möblierungen“, wie Bäumchen und Bänke, Pflasterungen, angenehmere Zustände bringen. // So manche Blicke die mich erreichten, beim langsamen Vorbeifahren, waren unangenehm, manche eben nicht. // Einige Male sprach ich immer nur die ca. 25.jährigen Burschen an, das es hier eine Bar geben soll, wo man Frauen aufreißen kann. // Warum 25.jährige? Nun, weil sie noch beeinflußbar sind, ältere Kumpels akzeptierten. // Nee, hörte ich oft von denen, hier doch nicht findet man Frauen! Dann stiegen sie einige Male ein. Sie wollten mir in anderen Duisburger Stadtvierteln Möglichkeiten zeigen. // Immer lud ich sie ein, ein Bier dort mit mir zu trinken. Einige benutzten mich, um irgendwo nur hingefahren zu werden. Kein Problem. Ich genoß deren Gesellschaft. Die zum Teil herrlich merkwürdigen, auch sehr offenen Gespräche, erfreuten mich. // Wieder andere waren neugierig auf meine Art des Lebens. Fuhr ich doch mit einem, für mich dummen kleinen, schwarzen, aber sehr sauberen Mercedes 190 herum. // Einige wollten unsere Gespräche auch bei mir zuhause weiter fortführen, da ich von starken, heißen „Filmchen“ erzählte! Und ich roch gut. Das hörte ich nicht wenige Male! Immer im Kopf, es stank oft in Bruckhausen nach Industriedreck. Daher mußte ich positiv auffallen. // Und dann kam, was statistisch kommen mußte. Darauf war ich irgendwie vorbereitet. Wußte aber doch nicht, ob ich verprügelt werde oder was auch geschehen würde. // Irgendeinem paßte was nicht. Ein Bursche, Typ Nachbarjunge, ruhig, kam mit nach Düsseldorf. Wie immer, tranken wir ein Bier, guckten die „Filmchen“. Man entspannte sich. Doch die Ruhe war schon auffällig. // Wir gingen zurück zum Aufzug, fuhren sechs Etagen runter in die Tiefgarage. Ich wollte die Zwischentüre aufschließen, als ich bei mir kaltem Schweiß auf meinem Rücken spürte. Das war neu. Ich drehte mich um und sah – ein Klappmesser. Ruhig fragte ich: was willst Du? Was hasst Du davon, wenn ich hier auf dem Boden liege. Wie kommst du nach Duisburg? Dann drehte ich ihm wieder langsam meinen Rücken zu und schloß die Türe auf. Ich ging weiter. Er folgte und wir stiegen ein. Ohne Worte. Auf den Rückfahrt fragte ich: Was sind deine Probleme? Und nun erzählte er über sich und seinem Scheiß Leben. Seine Augen waren feucht. Innerlich, na klar, war ich angespannt. Nur Ruhe bewahren, sagte ich mir. Sein Reden schien ihn zu entspannen. Hoffte ich. Wir erreichten irgendeine Strasse in Duisburg wo er raus wollte. Ohne ein Wort zu sagen stieg er aus. // Langsam fuhr ich los. // Und nun weinte ich. War erfreut über mein Glück, das nix passiert ist. Folge: Nie, nie wieder habe ich mich auf diese Art herumgetrieben. Nie mehr! Das war eine Warnung gewesen. // Unfassbar, wenn ich heute darüber nachdenke, wie leichtsinnig ich war. Wie dumm! So wurde mir ein „Pier Paolo Pasolini-Schicksal“ erspart! Doch alle wissen wir, wie stark Triebe sind!

Fritz, Professor Johann P. Seit 1992 Leiter „International Press Institute“. Weltweites Netzwerk für ca. 2000 führende Verleger und Journalisten aus 120 Staaten. Infos auch von Holger Weber, stellv. Chefredakteur der Mallorca Zeitung. Siehe sein Interview mit Prof. Fritz , Woche 35/2007. Vermittelt von mir, da ich mit Johann Fritz und seiner Frau Brigitte befreundet war, auf Mallorca. Sie lebten in Santa Ponsa. // Gerne war ich bei ihnen zum Essen eingeladen. Brigitte konnte halt gut kochen und – erzählen. Sie hatte in Österreich eine populäre Radiosendung mit gutem Ruf! // Natürlich hörte man auch gerne ihren Mann Johann zu! Denn er saß am Tisch mit Staatsführern von der ganzen Welt. Ob Gorbatschow, Kohl, König Juan Carlos, Bill Clinton, oder Dalai Lama. // In dem Interview mit Holger Weber, werden die Probleme der abnehmenden Pressefreiheiten erklärt. Die Aufweichungen des „Quellenschutzes“ weltweit. Die wandelnde Rolle der Chefredakteure hin zum Manager, Unternehmer. Und es wird von Prof. Fritz festgestellt, die abnehmende Qualität des Journalismus. Durch Sparmassnahmen gesteuert. Recherchen werden flüchtiger. // Spannend!!! Siehe Foto im Beitrag der MZ. // Ich unterbreche. Dieser Beitrag wird fortgesetzt…

Fürstenberg, FamilieDüsseldorf-Angermund. Den Besitzer u.a. von Schloß Hugenpoet, Kettwig, Familie Adolf von Fürstenberg, verdanken wir drei Wochen lang Übernachtungen in ihrem Herrenhaus, vor unserem Umzug nach Palma, 1999. Meine Eigentumswohnung war perfekt vorher verkauft worden. was für ein Glück. Da wir gut befreundet waren, boten sie sich an. Klasse für uns, na klar. // Aber wir verdanken ihnen auch unseren Repräsentanten Dominik Graf von Stauffenberg. Der junge Graf, 35 Jahre, lebte bei den Fürstenbergs seit zig Jahren. Böse Zungen sagten, er sei dort der Kaminholzvorleger! // Endlich sah Dominik eine sinnvolle Aufgabe: Umzug mit uns nach Palma, in unser weitläufiges Apartment, mit vier Schlafzimmer, drei Bäder und Kamin, am Plaza Santa Eulalila, in einem historischen Palast. Diese Genauigkeit mußte jetzt sein…hihi. Tja, in Düsseldorf „unbezahlbar“. In Palma damals möglich. Und nötig. Immerhin lebten wir zu Dritt dort. // Später folgte ein von Theofilos und mir organisiertes Mallorca-TV-Interview mit ihm. Die heimliche Vorbereitung: Der Redakteurin sandten wir Fragen. Dominik gaben wir Antworten. Aber, er brachte es selber mit eigenen Worten gut rüber. Klasse gemacht, Dominik! Siehe auch unter Begegnungen Stauffenberg.

Fürstenberg Maximilian, von. Seit dem Tod seines Vaters Adolf, 2007, lebt Maximilian, der erstgeborene, mit seiner Ehefrau Stephanie und deren fünf Kinder in dem elterlichen Herrenhaus, in Düsseldorf-Angermund, alleine dort. // 07.05.2016. Maximilian und seine Frau Stephanie, traf ich nach zig Jahren dort. Auf dem Weg zum Park Graf Spee, Schloß Heltorf, sah ich den Orchideen-Liebhaber „Maxi“ durch den Zaun, mit seinen Kindern spielen. Spontan hielt ich an und rief – Hallo! Maximilian: Komm rein, wir trinken Kaffee! Mein Begleiter Andreas Brautlecht und ich gingen hinein. // Leider erreichten wir telefonisch nicht Andreas Freund Meinrad Günther, aus D-Dorf-Kaiserswerthder nachkommen wollte zum Spaziergang beim Schloß Heltorf. Der Gute machte sich sicherlich Sorgen, wegen unseres Zuspätkommen dort. // Klasse, unsere lässigen Gespräche mit Maxi und allen sehr gut erzogenen, pubertierenden fünf Kindern, und deren Mutter Stephanie, geborene Gräfin von Adelmann, auf deren Parkterrasse. // Nach so langer Zeit liefen unser aller Erinnerungen auf Hochtouren! Andreas staunte, wie locker angenehm diese Adelsfamilie ist. // Siehe auch Film www.derwesten.de: „Maximilian Baron von Fürstenberg führt erstmals durch sein Schloß Hugenpoet“, 26.04.2016, 15Uhr. Siehe WAZ

FürstenbergWilhelm Baron von & Verlobte Juliane von Schaumann-Werder. Einladung nach Palma. Dabei, Wilhems Freundin, GEE Wierichs, aus Meerbusch. Ich habe seit dieser Zeit keinen Kontakt mehr zu dem jüngeren Bruder von Maximilian, Wilhelm. Es gab noch deren Hochzeitseinladung von Wilhelm und Juliane, an der ich nicht in Düsseldorf teilnahm. Sie sollen auch wieder geschieden sein. Presse Mallorca Zeitung mit Fotos der Drei, 02.08.2002.

König Juan Carlos mit unserem Baron Wilhelm, auf einer Seite der Mallorca Zeitung, am 02.08.2002. Schöner Zufall! 

GEE! GEE Wierich, Meerbusch. Eine Freundin, ein Model, eine Dressurreiterin, eine Unternehmerin – heute. Und – eine bildschöne Frau. Damals und heute. Als Freundin von Wilhelm Baron von Fürstenberg besuchte sie uns in Palma, August 2002. Siehe Presse unter Fürstenberg, Wilhelm. // Über uns lernte sie Wolfgang Bornheim kennen. Bei unserer Berufseinladung in die Restaurant-Mühle, Es Moli des torrent, in Santa Maria, Mallorca. Die UBS-Private Bank mietete komplett das Mühlen-Restaurant. Eine der Top-Adressen auf Mallorca! Thema: die damals führende Privatbank der Welt, UBS, wollten auf Mallorca potente Kunden finden, über uns. So luden wir 25Gäste ein, und die UBS auch. In polarer Hängung stellten wir unseren renommierten Künstler Horst Becking vor. Passend als Schweizer Grenchen Trienale-Preisträger. Das waren etwa auch Gerhard Richter, Antonio Tapies, Roy Lichtenstein, Günter Uecker. // Leider bekam Becking der Gute, einen Herzgeschichte. War nicht reisefähig. Sein Sohn, Dr. Dominic Becking, Internet-Professor, und Laienkomiker, tatsächlich, vertrat seinen Vater klasse. Mit einer launigen Rede begrüßte er uns alle. // Weiter zu GEE. (Siehe auch oben Bornheim). Sie mochten sich. Wir sind wie Schwester und Bruder, sagt GEE. Wolfang dachte anders. Hörte schon die Hochzeitsglocken läuten. „In sechs Monaten ist sie meine Frau“ sagte er zu mir. Da irrte der berühmte, durchsetzungsstarke, hoch erfolgreiche Anwalt Wolfgang! // GEE wurde aufwendigst fotografiert. Nackend in der Landschaft, in den USA. Anspruchsvolle Farbfotografien. Freundschaftlich präsentierten wir das. Die Medien überschlugen sich mit Beitragen! Verkäufe gab es auch. Presse u.a. Mallorca Deluxe, mehrere Farb-Seiten Februar 2004. Mallorca Magazin 24.12.2002, 02.01.2004. Seitenlange Beiträge! Mallorca Zeitung 31.12.2003. Siehe unter Rubrik Presse 2003-2004 weitere Fotos.

GEE mit JCB und Kay. Siehe auch GEE-Foto oben unter Bornheim

Gerling, Dr. Hans. Der Mann für mein „Geistkapitalzuwachs“ und Kultur. Siehe in der Rubrik „Über mich – Privat“.

Graf Armand de Senneville-Grave. In Düsseldorf war er mein Kunde. Sammler von Künstleruhren der Obdachlosen-Selbsthilfe. Statt zum Militär konnten Franzosen damals eine Auslandszeit antreten. Wenn man Beziehungen hatte… // Später wurden wir befreundet. Zu seiner Hochzeit mit Stephanie Guichard waren eingeladen auf Schloß DorliéreMein Kumpel Can-Pierre Ekim, ohne seine damalige Freundin, und ich. Mit seinem tollen MG-Flitzer fuhren er uns hin. // Über 300 internationale Gäste. Gut betucht. Leise Rassehunde um uns herum. Wie auch livriertes Personal. Herrlich wirkte ein weisses, romantische Riesen-Zelt vor dem Schloß. Top dekoriert. Wir wurden gesetzt an einen runden Zehnertisch-Tisch mit Jugendlichen aus vier Nationen. // Später wurden meine damalige Freundin und Lebensgefährtin, meine Amsterdamerin und ich, nach Paris zum Lunch eingeladen. Zu Graf Armands Eltern in Paris-Neuilly, dem noblen Stadtteil. Gespräche auf Englisch und Deutsch, mit Sohnemann Armand. // Seine kesse, schlanke Mutter, Restauratorin im Louvre, in sehr kurzen Hotpans. Der Vater, Vorstand in der Industrie, mit Jackett, aber lässig ohne Krawatte. Der Pudel – schmuddelig. Herrlich unkompliziert! Warum Lunch? Stil einiger „Oberschicht-Franzosen“ bei ersten Treffen. Dann kann man nicht so lange bleiben…// Presse Hochzeit Graf Armand siehe Express mit Foto vom 11.07.1998. 

Gunzenhauser, Dr. AlfredTop-Galerist in München. Na klar, ihn kannte man von den gehobenen, wichtigen Kunstmessen. Immer standen für Gäste Thonet-stühle und eine wuchtige Ledercouch auf seinen Ständen. Seine Auge für Mal-Qualitäten, für Kunstmarktentwicklungen wurden bewundert und beklatscht. Über Eleonore Korver lernte ich ihn privat in Palma kennen. wir bekochte beide. Das gespräch lief. Und zum ersten Mal, sah ich ihn gerührt. Eher traurig. Er beklagte sein langweiliges Privatleben. Immer wieder die Münchner Prinzessinnen an seiner Seite, stöhnte er. Das Getue für die Oberschicht. Immer wieder lächeln, an die Umsätze denken. Das war ihm auch zuwider. Aber eben nicht nur. Sonst hätte er keine enormen Verkaufserfolge gehabt. solch eine Riesensammlung aufbauen, clever organisieren können! Das befriedigte ihn. Dachte er. Er stützte sich in Arbeit. Immer! Und nun begegnete er zwei Galeristen, völlig entspannt, unterhaltsam, wie er sagte. Kochend, Gäste bewirten ohne Erwartungen. Mit natürlichem Lachen. Albernheiten zeigen. Tja! Jeder muss sich halt entscheiden, rechtzeitig, welche Lebensqualität man will. // Dank seiner großen Sammlungs-Schenkung nach Chemnitz, entstand dort „sein“ Museum. Passend: Eröffnungsredner, Bundespräsident Köhler. Neben ihm sitzend, seine enge Freundin Eleonore Korver, Mallorca. Siehe Korver. 

Hallstein, Prof. Dr. Walter. (1901-1982). Er wurde erster EU (damals EWG-) Kommissionspräsident. (1958-1968 ). Ledig und Schwul. Das wurde damals so nicht genannt, claro. Nicht in die Öffentlichkeit getragen, so wie ich es hier mache, in 2020. Kein Problem halt. // Vorher war er enger Vertrauter von Bundesaussenminister Adenauer als Staatssekretär. // Ein enger Freund von mir, Medizinstudent Jeff, später Chirurg, war eine gute zeitlang sein Freund. Es gab Treffen in Hausteins Haus, in der Eifel. // Und es gab diese lustige Geschichte von CDU-Walter Hallstein mit Konrad Adenneuer und seiner Zeit als Staatssekretär unter Adenauer, mit anwesenden Journalisten. Seine Zusammenarbeit mit Adenauer gelang immer gut. Und so wurde Adenauer von Journalisten gefragt: Herr Adenauer, Sie wissen doch, man sagt, der ledige Walter Hallstein sei „anders herum“! Und sie arbeiten sehr eng mit ihm zusammen? Der damals schon recht alte Adenbauer antwortet nach einigem Hin und Her: Meine Herren, solange der Hallstein mich nicht anfasst, ist es mir egal! Kann aber auch sein, das dies ich dies verwechsle. Es passt auch zu dem Junggesellen Erich Ollenhauer…(1901-1963). SPD- und Fraktions-Vorsitzender von 1952-1963. Oder zu Außenminister Heinrich von Brentano?….

Hänseroth, Prof. Dr. Albin ( 1939-2004) & Dietrich Hainz. Musik richtig zu hören, das lernte ich bei diesen beiden Freunden. Wenn es sein mußte, auch mit Klavierauszug. Etwa, um mir zu beweisen, wie falsch ein Superstar wie Maria Callas oft sang. Wenn auch dramaturgisch überzeugend, emotional stark, uns alle erreichend. Als Gegenüberstellung wurde dann ein anderer Weltstar vorgespielt: Joan Sutherland. Edita Gruberova kam erst später dran. Sie entthronte die Sutherland. Gerade Hänseroth wollte mir nicht folgen anfangs, wie stark ich die Gruberova fand. Nun ja, fachliche Argumente konnte ich nicht gut bringen. Aber mein Bauch- und besonders mein gutes Hörgefühl, das war halt Argument genug. // Jahre danach lernte Hänseroth die Gruberova aus beruflichen Gründen kennen und -schätzen. Sie wurden Freunde. Daher sagte Gruberova nie ab, wenn Hänseroth sie unter Vertrag nahm. Als Intendant. // Alles hörten wir mittels Schallplatten oder CD,s. Davon gab es tausende in deren Altbau-Etagen-Wohnung! Über viele, viele Jahre ging das so. Auf dem Roten Berg, 4, Kölner Altstadt, wohnten sie. Freier Blick auf den Rhein, dank einer Baulücke. (Später, wohnte über Ihnen, in der Giebelwohnung, Alice Schwarzer). // Albin,s Heimatstadt war Mönchengladbach. Die Eltern waren Inhaber einer Leiterfabrik. Die Mutter von Albin und die Mutter von der ebenfalls aus dem Ort stammenden berühmten Konditorei Heinemann, Mchnglb./Düsseldorf, kannten sich gut. Und amüsierten sich über deren klugen Söhne, die „anders herum“ waren. So sagte man damals. // Albins Bruder übernahm die Leiterfirma. Und – fuhr sie gegen die Wand. So mußte Albin sich mit seinem Professoren-Gehalt und mit Musikkritiken finanziell einsetzen. Das hieß – viel Arbeit. Ausgerechnet der ihm damals, intern „verhasste“ und intellektuell bekämpfte Springer-Verlag ermöglichte sein Zusatzeinkommen. // Glück für mich: Albin fuhr ich sehr, sehr oft zu Musikpremieren. Ob nach Köln, Düsseldorf, Bonn, Essen, Amsterdam oder Brüssel etc. Aber auch zum Musiktheater Gelsenkirchen. Damals noch unbekannt. Für mich als Galerist, eine zusätzliche Entdeckung: Überall gibt es dort als Architektur-Deko, wunderschöne Ives-Klein-Objekte. Sein berühmtes Blau. Zig riesengroße Wandtafel! Unvorstellbar heute, es zu bezahlen. Damals in den 60.ziger Jahren, ein Eröffnungs-Skandal. Der Architekt Werner Ruhnau hatte sich aber durchgesetzt. // Über Albin Hänseroths überregionalen Musikkritiken in der „Die Welt“, gewann dieses Haus an großem Ansehen und Akzeptanz. Auf einmal schrieben alle großen, überregionalen Medien über sie! Intendant, der großartige Claus Leininger ab 1977. Entdecker des Opern-Regisseur Dietrich W. Hilsdorf. Bis dahin war Hilsdorf nur ein Theaterregisseur. Hilsdorf ist hochrenommiert heute. // Es spricht für das musikalische Gefühl und Wissen von Hänseroth, das er diese Adresse „Hochschrieb“.// Seine zweite Presse-Freikarte wurde für seinen Freund Dietrich Hainz eingesetzt. Eine andere für mich organisiert, Oder auch für den noch heute von mir hoch geschätzten Musik-Wissenden und Freund Alfred Claassen. Siehe unter Claassen. // Diese vielen Musiktheaterbesuche, über zig Jahre, brachten mir viel. Nämlich Wissen, besseres Hören, Erkennen. Auch auf den „Graben“ (Orchester) zu achten, wie Hänsreoth immer sagte. Typisch für ihn – leise sprechend aber bestimmend. Die Unterschiede von Dirigenten lernen. Lernen. Jawohl! Von wegen nur auf Sänger/Innen hören! Albin war zäh. Unnachgiebig. Geschwafele mochte er nicht. Tratsch schon. Doch da lass ich hier mal lieber die Finger von. // Dietrich, sein Freund, war ein ebenso großer Kenner der Musikszene. Ja, er unterstützte fachlich oft Albin. Und ich saß soooo oft daneben! Auch, weil ich mindestens einmal pro Woche bei Ihnen zum Essen abends eingeladen war. Dietrich war ein begnadeter Koch. In seiner kleinen Küche zauberte er Unglaubliches! Aber nicht nur für uns Drei. Für zig Gäste. So kam Pina Bausch mit Tänzern. Vorbesprechnungen für ein Engagement in Barcelona, am Opernhaus „Gran Teatre del Liceu“. Dort war Albin ab 1990 künstlerischer Direktor. Das Liceu ist keine staatliches Haus. Es gehört 50 vermögenden Familien. Doch das Opernhaus war in finanzielle Schieflache geraten. Hänseroth sollte es sanieren. Die weltberühmte Montserrat Caballé sprach lange Zeit nur, „von dem Deutschen“. Sie war sauer über Albins Aufgaben, Sparmassnahmen. Der Riesenblumenstrauß am Flughafen zur Begrüßung wurde gestrichen, etwa. Sie schäumte. Statt mit Chauffeur fuhr man die Gute, aber verwöhnte, mit dem Taxi. Ihr Bruder, ein erfolgreicher Musik-Künstler-Agent, wurden etliche Privilegien gestrichen. Na klar. Es war ja bisher auch Korruption im Spiel! // Recht oft waren JCB und ich nach Barcelona gedüst, um in der Intendantenloge Musik zu genießen. In seiner Ära brannte das Opernhaus ab! Weltnachrichten! Wahnsinn.// Hänseroth wechselte als Nachfolger von Peter Ruzicka als Intendant zur Hamburgischen Staatsoper. (1995-1999). An deren Anfangszeit ich mich noch gut erinnere: Albin setzte – gegen die Stadt Hamburg, einen neuen, jungen Dirigenten durch, Ingo Metzmacher. Ein hochkluger Familienpapa, Höflisch, aber stark in seinem fachlichen Auftreten. Ingo Metzmacher schmiß ein Drittel der Geiger raus. Ein Skandal damals. Die Medien schrien. Metzmacher sagte öffentlich: ich kann nicht mit Beamten Musik schaffen. Nur mit Musikern! WOW! Nun beobachteten alle den Zirkus von Hamburg! Es kam die erste Vorstellung: Riesenbeifall. So blieb es in der international dann folgenden Kariere des Ingo Metzmacher. // Doch Albin erzählte uns immer, er will nach Köln zurückkehren. Als Intendant. Es gelang. Er wurde 1999 Nachfolger des renommierten Mit-Gründer und Intendanten, der Kölner Philharmonie, Franz Xaver Ohnsorg. Bis zu seinem Krebstod 2004. // Besonderen Dank geht an Alfred Claassen. Unser Freund, der diskret ihn betreute, pflegte. Wie er auch dies Jahre vorher schon bei Albins Freund Dietrich Hainz tat. Noch heute gilt auch meine Verehrung, mein Vertrauen zu Alfred. Siehe auch unter Claassen 

Hänseroth Freund Dietrich Hainz. (1946-1995). Besondere freundschaftliche Nähe aber hatte ich zu „seinem“ Dietrich. Ihm verdanke ich das Differenzieren können über Musik. Er war es, der auch die POP-Musik bestens kannte und sie einsetze: Dietrich kreierte unzählige Musikkassetten. Auch oder besonders, für mich. Sie alle besitze ich noch. (Siehe Kassette für Opern-Weltstar Rita Streich, Sohn Franklin Berger ). Oft wechselte er Pop- und klassische Musik ab. Seine Begabung: Er fand die gleiche emotionale Linie für beide Stilrichtigen. So gut, das Radio Südwestfunk ihn kopierte! // Klasse diese Essens- und Musikabende, mit anderen, wo reihum jeder ein ca. 3Minuten Musik-Stück nennen musste, was Dietrich dann aufzeichnete. Alle bekamen dann wunderbar gestaltete Collagen auf den jeweiligen Musik-Kassetten. // Oft brauchte man Dietrich, etwa am Theater an der Ruhr, in Mülheim, gegründet 1981 von Intendant Roberto Ciulli, für Musikuntermalungen. Kontakt kam über seinen Schauspieler, Volker Roos, dem eigenwilligen. Ihm war immer suspekt, das ich Haushaltszahlen usw. nennen konnte. (siehe Rubrik Über mich“, mein Vater). Oder Reiner Klingenfuss, TV Regisseur von Vorabendprogramme, ließ sich beraten und Musik aufspielen. Oder auch Pina Bausch nutzte sein Können. Wie auch der „bekloppt-gute“ Inhaber der Kölner Filmdose-Theater, Walter Bockmayer. Allerdings nutze er ihn auch zum Nähen der Deko für deren Mini-Bühne. Nun ja, selbst der FDP-Innemnister Gerhard Baum tauchte dort auf und amüsierte sich, wie der damals unbekannte pummelige Dirk Bach beste Komiken ablieferte. Herrliche Zeiten waren das! // Leider verstarb Dietrich Hainz mit jungen Jahren. Sein galliger Humor, seine Musikkassetten, die Unterweisungen über klassische Musik, ein Glücksfall. Dietrich, nie werde ich Dich vergessen! Skizzen vom 23.03.2020 – sein jährlicher Todestag.

HeeremannConstantin Heeremann von ZuydtwickSpäter wurde er Bauernpräsident. CDU-MDB, Münster. // Über Edzard van Delden, Antiquitäten in Osnabrück&Münster, und JCB lernte ich ihn kennen. // Seine pragmatische Schwester „Floh“, war Vorsitzende der „Bauernfrauen“. Schwester „Moni“, ohne Arbeit, glaube ich. // „Pflichtübung“ am Nikolaustag: seine angebauten Kartoffeln zu essen in seinem Münsteraner Stadtschloss. Und dies zu beklatschen. War auch alles amüsant. Nie langweilig. Nie dumm! Gäste u.a. JCB&ich, unsere Freundin, Pepi Gräfin von Westerholt. Beschäftigt zunächst als Verkäuferin-Fachfrau bei Antiquitäten Edzard van Delden&Ernst Buddemeier, (meinen ersten großen Kunden 1978!), dann bei Nolde Kunsthandel, Münster. // Interessant war es auch, weil etwa ein Freund des Hauses, Prinz von Bentheim, von seinem Einsatz mit Besuchen im Gefängnis, für die Resozialisierung von Gefangenen berichtete. // Gerne war ich einige Male dabei. // Das ist aber diesmal wohl ein wenig Namedropping…

Hilbert, Dr. GerminalKünstler-Agentur mit Sitz in München, Maximilianstr. & Paris, für Weltstars aus der Oper, wie auch deren Dirigenten. // JCB lernte „DIE“ Koloratursopranistin Editha Gruberova über ihn kennen. JCB bekochte sie, in seiner Terrassenwohnung auf Ibiza, in Can Furnet. Gruberova hatte auch in Ibiza ein zweites Zuhause. Wunsch des Welt-Stars, immer wieder: Spaghetti mit Tomatensoße. Die Gruberova trat am 27.03.2019, im Alter von, tatsächlich, 72 Jahren, im Opernhaus München, von der Bühne ab. JCB&ich waren dabei, an meinem Geburtstag. Der Intendant kniete nieder und überreichte ihr einen Riesenblumenstrauß. Transparente hingen an den Balkonen. Es war ein grandioser, guter und emotionaler Abend. Auch wir waren gerührt! // Bekocht haben wir Germinal nur auf Ibiza. Auch dort wollte er nicht gerne in Restaurants. Das mußte er ja oft mit Künstler und Intendanten etc,. beruflich. Erfreut waren wir, wenn er seine Gäste mitbrachte. Ob Künstler, ob höchste Persönlichkeiten aus Paris oder sonstige interessante Menschen. Oder wir wurden von ihm bekocht auf Ibiza, in seinem alten, wunderschönen Herrenhaus mit großzügigem Park. Mit dem Auto fährt man vorher an einige andere Fincas vorbei. Alte Bauten oder hochmodern. Etwa ist dort seit 2015 der neue Design-Kasten von dem bekannten Fussballer und Trainer, Zinédine Zidane. Seine zwei Haushälften sind mit einem Glastrakt verbunden. Dort sieht man von der Strasse, ein breite Treppe, die in die erste Etage führt. Manchmal sieht man auch breite Schultern, von dem Ex-Fussballer. Und – in Badehose oder Unterhose. Kein Witz! Seltsames Haus. // JCB gab etliche Einladungen zu seinen Geburtstagen. Ob in Köln, München oder auf Ibiza. Dann kam auch Germinal dazu. // Germinal Hilbert ist ein gut aussehender, intelligenter Ästhet, weltweit vernetzt mit Rotschild, in Paris und diese Kaliber. // Eine wunderbare, elegante, höfliche Persönlichkeit. Und ein guter, langjähriger Freund. Der uns auch so manche Tickets in Europa besorgte, wenn es hieß – Ausverkauft. Oder sein attraktiver Stellvertreter Andreas Dellert, hilft. Herrlich, Top-Fachgrößen aus dieser Branche nahe zu kennen. 

Edita Gruberova. Letzter Auftritt eines Weltstars in München, am 27.03.2019. Im Alter von sagenhaften 72Jahren. Eine Top-Ausnahmegröße! Ihr Agent: Dr. Germinal Hilbert. Dank seiner guten fachlichen Beratung und Vermittlung, konnte es zu solch einer sehr langen Sänger-Karriere kommen. 

Siehe Wikipedia.

Hoffmann, Maik. Internetspezialist aus Mönchengladbach, als ich ihn kennenlernte, ca. 1992, mit mysteriöser Freundin Martina. // Heute wohnt Maik in Berlin. Mit tollem Job. Mit toller Freundin Kathleen Schorcht. Siehe Facebook. // Bis dahin gab es einige Freundinnen. Ja, sogar eine Ehefrau. Eine intelligente, nicht einfache Type. Weil Sie Doktor der Philosophie war? Es wirkte vieles quer an ihr. Was bleibt von ihr in meiner Erinnerung: Sie rauchte – gefühlt, 200 Zigaretten am Tag. // 2002 war ich Trauzeuge in Mettlach, Schloß Saareck (von Villeroy & Boch). // Trennung folgte, da sie nicht mit nach Kanada wollte, wo Maik einen Top-Job hatte. // Ach ja, seine berufliche Entwicklung war mehr als erstaunlich. Als ich 1992 erfuhr, das er PC-Spezialist in Mönchengladbach ist, fragte ich ihn nach einigen Monaten: Mit deinem Wissen müßtest Du doch in London oder in den USA sein, oder? Acht Wochen später kam Maik in einem grauen, eleganten Anzug in meine Galerie. Maik: Ich bin bei einer Firma in London. Um die Ecke steht mein Dienstwagen, ein Mercedes! WOW! Ich staunte und klatschte. Und weiter sagte er: Von Martina (?) habe ich mich getrennt. Sie ist zu langweilig. WOW. Wieder staunte ich. Nun ja, so ist das, wenn jüngere, kluge Menschen sich mit ältere einlassen. Das kann was bringen! Von London wechselte er nach Chicago. Dort kaufte er sich ein Haus. Doch wie gesagt, seine Ehefrau wollte nicht dahin. Trennung. // Doch langsam, wie lernte ich Maik kennen. Und warum blieb es bis heute bei unserer Freundschaft? Natürlich war ich mal wieder der Älteste, als ich mit einer Clique um meinen Kumpel Can Pieer Ekim herum (siehe Rubrik Begegnungen unter Ekim) zu einem IN-Restaurant ging, auf der Grafenberg Allee, in Düsseldorf. Es war abends. An einem langen Holztisch saßen wir an einem Ende. In der Mitte ein junges Pärchen. Am anderen Ende saß eine blonde junge Frau, belanglos durch die Gegend guckend, und ihr bulliger Muskel-Freund – Maik. Ein Italiener? Später die Erklärung. Der Vater ist Italiener, Mutter ist eine Deutsche. Er trug ein glänzendes, schwarzes Seidenhemd. Seinen Blick konnte man nicht erreichen. Immer guckte er auf die Tischplatte. Sein intelligenter Denker-Schädel schien zu arbeiten. Irgendwie war er anders. Vermutlich hatte er uns längst beobachtet, zugehört. // So war es auch. Denn als das Pärchen zwischen uns aufstand, hob er den Kopf, wir sahen uns an, und schlagfertig sagte ich: Rutscht doch näher zu uns. Wir sind nicht langweilig. Maik: Das weiß ich. Breit lachend kam er zu uns. Und er sagte, ich habe zugehört. Seine Freundin schien immer noch nicht am Tisch zu sein. Egal. Maik öffnete sich. Alle fanden wir ihn klasse. Er wirkte nicht so angepaßt. // Und so ist er auch heute noch. Er ist halt individueller als manch anderer. Gut so. Denn nur das war und ist bei ihm (und anderen) spannend. // Es entwickelte sich eine Freundschaft, da er auch zu meinen Vernissagen kam, er sich für Kunst interessierte. // Zig Male im Laufe der Zeit, gingen wir ein Bier trinken, zum Essen, oder auf „Frauen-Suche“. Seine Fantasie kannte keine Grenzen. Sein Charme auch. Das kam bei den Frauen an. Und auch bei mir, na klar, weil ich seine Art bewunderte. // Seine Lockerheit ging so weit, das ich so manches mal dabei war, wenn er mit seinem sportlichen Körper, mit seiner hängenden dicken Unterlippe, Freuen verwöhnte. Oder sie verwöhnten ihn. Er akzeptierte meine Nähe, weil er ja auch mich im Einsatz mit Frauen sah. Männerfreundschaften, Kumpelverhalten. // Ich erinnere mich an seine Worte, als er, einer der besten deutschen Nachwuchs-Tennisspieler, mit 16, von einem Trainer angefaßt wurde. Mit seinem Tennisschläger wehrte er sich erfolgreich. Lustig ist das natürlich nicht für ihn gewesen. Verklemmt wurde er trotzdem nicht. // So konnte es passieren, das Maik in ein Restaurant kam, mit Mantel und Strickmütze, und er nichts auszog. Einfach stumm am Tisch saß, weil er jemanden oder die Situation nicht mochte. Staunen bei anderen. Nicht bei mir. // Unser Grundvertrauen ging so weit, das ich ihn mitnahm nach New York, zu einer Geschäftsreise 1995. Siehe Rubrik Reisen 1995. Sein gutes Aussehen bewirkte, das beim Check-In ein „filigraner“ Typ für uns ein Update machte und wir in der ersten Klasse saßen, oben in der Riesen Boeing 747! // Ganz toll „männlich“ war seine Reaktion in Düsseldorf-Oberkassel. Wieder gingen wir auf Frauen-Suche. Mindestens zum Alt-Bier-Trinken, ins IN-Cafe Muggel. Runde Stehtische. Neben uns, drei gut aussehende Mädchen. Sie konnten sich nicht einigen, wer den hübschen Burschen an einem anderen Stehtisch ansprechen sollte, hörten wir. Das ging hin und her. Plötzlich sagte Maik, sehr laut: Wenn ihr Euch nicht einigen könnt, dann nehmen wir ihn mit! Rums! Und schwupp, sie gingen schnell schamvoll aus der Kneipe. Der Junge Mann kam zu uns und fragte, was passiert sei. Wir erzählten die Story. Er lachte, und lud uns zum Bier ein. Das fand er großartig. // Immer noch tauschen Maik und ich uns aus. Treffen uns. Simsen oft. Lachen über uns und – andere.

Jordan, Don Franklin.  Journalist. Sein Vater war der letzte deutsche Botschafter auf Kuba, unter Bundeskanzler AdenauerFidel Castro trug ihn als Kind auf dem Arm – Zitat Don Franklin J. Jahrelang war er Gast bei Werner Höfer&Co, beim ARD Frühschoppen. Als USA-Bürger, da er dort geboren wurde. Als er dort lebte, jung war, fuhr er, der hellhäutige, mit Chauffeurmütze, seinen farbigen Freund, hinten sitzend, beleuchtet, provokativ herum. // Über ihn lernte ich den Aussenminister Willy Brandt kennen. Im Restaurant Ria Maternus, Bonn/Bad Godesberg. Die „Wirtin der Bonner Republik“. Zitat Welt 01.12.2001. Willy Brandt feierte dort seinen 60.Geburtstag 1973. Letzter Gast bei Ria: Michail Gorbatschow. Vorher trieben sich dort herum etwa Konrad Adenauer und Ludwig Erhard, Helmut Schmidt und Horst Emke. (Siehe auch oben: Blau & Bundeswehr. Don F. Jordan hilft). Meine Mutter Emmi und er verstanden sich richtig gut. Beschenkten sich mit Aufmerksamkeiten, wenn Don in meine Düsseldorfer Galerie kam. Nun genießt er mit seiner eigenen Familie in Bonn, die Zeit der Reifeflecken!

Kirchhoff, Bodo, Autor. Treff und Gespräch in Santa Ponsa, Mallorca! Der erfolgreiche Immobilien-Mogul von Mallorca, Lutz Minkner, veranstaltet in seinen Büroräumen „Kunstausstellungen“. Das ist ganz nett. (Bei mir kaufte er andere Kunst, internationale Qualität….) Bei Minkner war Treffpunkt für auch interessante Geister manchmal, oder eben halt seinen Kunden. Großzügig war es immer dort, was Essen&Trinken betreffen. Und so tauchte auch (wohl sein Kunde) Bodo Kirchhoff auf. Nicht ich erkannte ihn, sondern mein Partner, Theofilos Klonaris, diese Lesegröße, Buchverschlinger. Kirchhoff wirkte – mit uns – zufrieden. Und wir auch. Wir sollten uns melden, verabschiedete er sich. Das haben wir leider nicht gemacht! Doch manchmal sind kurze Treffen intensiv und gut.

Koch, Lauritz, Autoschlosser-Meister, Gutachter, lernte ich ca. 1980 in Düsseldorf kennen. Bei einem zufälligen Überholvorgang auf einer Ausfallstrasse. Viel zu schnell fuhr ich. Lauritz überholte mich trotzdem. Er grinste frech, dieser junge Bursche, wie ein Italiener fast aussehend! Nanu, dachte ich. Dann geh ich mal darauf ein. Es folgte kein Rennen, doch übertriebene, alberne Fahrmanöver, bis er irgendwo anhielt. Und ich dann auch. Na, sagte ich, das war ja ein lustiger Akt. Gerne stelle ich Sie mal meiner Freundin vor. So kam es. // Lauritz kann man gut vorstellen. Nicht wegen seines guten Aussehens. Sondern er ist auch ein guter Erzähler, Unterhalter. Mit offenem Blick. // Mit seinem Vater führte er eine Auto-Werkstatt in Düsseldorf-Derendorf. Sie lag ein paar Straßen weiter von meiner Eigentumswohnung entfernt. // Wie das so ist mit Entwicklungen einer Familie: Der Sohn muß lernen sich zu behaupten. Wenn er denn gut ist. Lauritz war damals gut, auch lernfähig und clever. // Die berufliche Trennung, die Werkstatt-Übergabe vom Vater an seinen Sohn, erfolgte fast stressfrei. // Generell, wie das bei mir ist, begleitete ich seine Entwicklung konstruktiv-kritisch. Muß wohl gute gewesenen sein. Noch heute 2020, zitiert er meine Aussagen. // Also, längst ging ich bei den beiden passabel aussehenden, sportlichen Männern, in der Werkstatt ein und aus. Lockere Herzlichkeiten, das Lachen, das Essen gehen, das Abhängen in Lauritz Wohnungen (er zog oft um!) spielten eine große Rolle, wie auch das häufige Nachfragen, das Zuhören von Lauritz. // Beim Vater und bei Lauritz fielen nicht nur deren breites Kreuz, ihre breiten Hände, ihre großen, gepflegten weißen Zähne, sondern auch deren dicken Nasen auf: Beide sind auch Boxer gewesen! Sicherlich hatten beide aber immer schon diese kräftigen Nasen. // Für mich ist immer spannend zu beobachten, wie junge Männer klar kommen mit Frauen. Lauritz eignete sich dafür wunderbar. // Sein Charme kam bei den Mädchen und auch bei reifen Frauen gut rüber. Er konnte sie schnell zum Lachen bringen. Bekanntlich mögen das Frauen. Und ich erlebte dadurch deren offene Nähe, da Lauritz meine Bewunderung akzeptierte, meine Ideen und meinen Witz schätzte, meine Beobachtungen erlaubte. Er hatte Vertrauen. // Die vielen, vielen Jahre, bevor er Vater wurde, er sesshafter wurde, und sein Gutachter-Unternehmen aufbaute, war halt sein „Austoben“ völlig normal. Und ich war so manches Mal dabei, wurde akzeptiert. Lauritz mag gerne zeigen, was er – auch mit seinem Körper – so bringen kann. // Doch bekanntlich hat jeder eine Schwäche. Dem Lauritz laufen die Freunde(innen) weg! Weil er nicht gut kommunizieren kann, so gut wie nie, zurückruft. // Vor zig Jahren habe auch ich eingesehen, ich will mich nicht mehr ärgern, warten und warten und warten. Habe daher eine gesunde Distanz eingerichtet zu ihm. Lauritz kann sooo herzlich sein – wenn man ihm gegenübersteht. // Aktuelles Bespiel Juli 2020: Diesen Text habe ich ihm zugesandt: Kein Feedback. Heute, am 01.08.2020, hat er seinen 54.Geburtstag. Immerhin, für meine schriftliche Gratulation kam ein kurzer Satz des Dankes!

PS 2020. Lauritz Sohn Ramon, 16- Nebenbei boxt auch neben der Schule. Tochter Larissa hat gerade ihr Abitur gemacht. Die nicht mit Lauritz verheiratete Mutter Andrea zog in diesem Jahr aus. Alle haben aber einen guten Kontakt miteinander. Auch zu mir.

Kornblum, John C. 1998 – 17.Februar. USA-Botschafter John C. Kornblum lädt Siegfried Blau und Yvonne Baronin von Fürstenberg ein zur „europäischen Vorpremiere“ ins Museum Ludwig, Köln: Steven Spielberg-Film „Amsitad“. Thema Sklavenhandel im 19.Jahrhundert. // In den USA wurde der Film am 10.12.1997 vorgestellt. Brutale Szenen. // Aufstand der Sklaven auf einem Schiff. Wenn dann nackte, muskulöse farbige Sklaven, miteinander angekettet, über Bord geworfen werden. Furchtbar! // Auch schlimm: Einer der Sklaven wird selber in den USA zum – Sklavenhändler. Vorlage des Films sind auch offizielle Dokumente. // Also, wie Menschen miteinander umgehen! // Nach der Filmvorführung gab es Drinks, Snacks und Diskussionen. Kornblums gute deutsche Sprache, die tiefe Stimme, vor allen Dingen seine Klugheit und Charme, waren schon beeindruckend. Das sind ja die Kontakt-Momente, wo es im Kopf Chancen auf „Erweiterungen“ gibt. // Presse Express Düsseldorf

Korver, Eleonore. (1935-2015). „Meine“ Niederländerin auf Mallorca! Was sie alles wusste! Über sechs verschiedene Klimazonen auf Mallorca. Welche Pflanzen man kauft: Die, welche in der Erde von Mallorca hochgezogen wurden. Über Schleichwege auf Mallorca per Auto, damit es romantisch bleibt. Denn, sie war eine richtig gute Autofahrerin. Umsichtig, wie viele Frauen. Aber auch rasend, schimpfend ( auf holländisch) über die lahmen Männer. // Ihr Satz: „Das ist doch wunderbar“, höre ich immer noch. // Ritual: Sie lud mich zu Gesprächen beim Essen ein. Einmal pro Monat. Die Gute fuhr mich auch zu den mir oft unbekannten Restaurants. Herrlich! // Was machte ihre Intelligenz, ihren Charme, ihre Internationalität aus? Sie war als Kind von ihrer Mutter schrecklich hart behandelt worden. Sie sollte ein Junge sein. Das hörte sie bis zum Tod ihrer Mutter! Scheußlich. // Doch Eleonore kämpfte. Sie wurde überall die Beste. Als Sprachleiterin in München bei Siemens bekam sie (berufliche) Anerkennung. Daher auch ihr gutes Katalan, ihr Spanisch, Französisch, Englisch und – Deutsch! // Ausserdem war sie Ehrenhäuptling der Siox. Jawohl! Sie fuhr alle fünf Jahre zu den Indianern nach Minnesota. Dort begann sie ihr Buch über die Sioux zu schreiben. Auf Deutsch zunächst. Ich gehöre zu den Ersten, die es als Konzept vorab lesen durften. Was für eine interessante Persönlichkeit! // Das wußte auch ihr Freund, Dr. Alfred Gunzenhauser, Top-Galerist in München. Sie brachte ihn mit zu unseren Abendessen in Palma. Er war gerührt, wie Theofilos und ich auf Mallorca lebten. Das fehlte ihm, sagte er oft. Depressiv klingend. Bei der Eröffnung seines Museums in Chemnitz, durch Bundespräsident Köhler, war an seiner Seite, in der ersten Reihe: Eleonore Korver

Kruse, Prof. Dr. Alfons. Museum Heinrich-Heine-Instut, Düsseldorf. Auch er eine wirkliche, blitzgescheite, anerkannte Größe. Damit an Roger Willemsen erinnernd. Schlagfertig, flinke Zunge, blitzende Augen. Mit Organisationstalenten. Mit Stil. Die Bildung quilt ihm aus allen Poren. Nicht korrektes, was immer das ist, ließ er nicht durch. // Seine Interessen sind breit gefächert. Töchter und Ehefrau stützen ihn. // Es war immer unterhaltsam, kurzweilig, in seiner Nähe zu sein. Von ihm habe auch ich einiges gelernt. // Unser Freundeskreis Heinrich-Heine, wo ich stellv. Vorsitzender war, nervte ihn manchmal. Zuviel Medienrummel, sagte er. Wobei wir ihm auch Druck machten für irgendwelche Benefiz-Projekte. Na klar. Lästig. 

Kuckart, Leonhard. 1932 – 28.04.2020. Und ich schreibe diese Skizzen am 21.04.2020! Vorsitzender Kulturausschuss Landtag NRW. Als Politik-Rentner Vorsitzender der Senioren-CDU. Vater der erfolgreichen Autorin Judith Kuckart. // Meine Güte, sehr oft hat Leonhard Kuckart in meiner Galerie als Redner Vernissagen eröffnet. Anstöße gegeben! Und oft gingen wir, über Jahre, zu Gesprächs-Essen. Bei unserem Ristorante Luigi, auf der Hohe Straße, gegenüber der Galerie. Bis heute, 2019, ist Luigi unser Favoritenwirt dort geblieben. // Kuckarts Äusserungen sind treffend, rheinisch offen. Das produzierte nicht nur (CDU) Freunde! Gerade, weil er über Berufskollegen spricht. // Provozierend war auch sein Vorschlag, einen Picasso, der dem Landtag gehörte, aus dem Museum K20 zu verkaufen, wegen schiefer Haushaltslage, Ein Aufschrei folgte in den Medien. Aber es folgten dann auch Anstrengungen, den NRW-Haushalt besser zu organisieren. // Eine spannende Geist-Größe! Immer auftretend mit seiner Freundin, einer schönen, aparten, mit Stil gekleideten Dame – S. – Ehefrau a.D. von einem VW-Finanzchef.

Kunstbetrüger 1.

Herr Riese, ein verurteilter Gauner! Ein gepflegter ca. 30.jähriger, dunkelhaariger Mann betritt meine Galerie in Düsseldorf. Geschickt wurde er von meiner Freundin, Helena Röben. (Röben-Klinker. Einer der größten in Europa. ). Das war sehr clever von Helena! Denn, sie lernte diesen Typen auf einer Einladung kennen. Er sprach sie an, ob sie nicht eine Picasso-Radierung kaufen möchte von ihm. Nein, nein, sagte sie, die unruhig gewordene. // Helena hatte ein ungutes Gefühl. Sie mochte diesen Typ nicht. Wollte nix mit ihm zu tun haben. Gehen sie zu Siegfried Blau, sagte sie, der hilft ihnen weiter. So kam der Kontakt zu Herrn Riese. // Er zeigte mir eine Picasso-Radierung, auf braunem Bütten. Mmh, dachte ich, das hab ich noch nie gesehen. Da ich kein Picasso-Fachmann bin, sagte ich zu ihm: Bitte lassen sie mir diese Arbeit hier. Bis morgen habe ich einen Interessenten gefunden. Dafür müsste ich telefonieren. Er übergab mir gegen Quittung die Radierung. // Nachdem er gegangen war, rief ich sofort meinen Freund , den Galeristen Gerd Reinz in Köln an. Vorsitzender des Deutschen-Galeristen-Verbandes. Er lachte und sagte: Gestern war er mit dieser Arbeit bei meinem Steuerberater. Siegfried, es ist eine Fälschung! Ich solle die Kriminalpolizei sofort anrufen. // Am nächsten Tag warteten im Hinterzimmer zwei Kriminalkommissare. Herr Riese kam. Und schwupp, er wurde mitgenommen. Die Picasso-Arbeit wurde beschlagnahmt. Drei Monate später hörte ich von derKriminal-Polizei, Herr Riese wurde für mehrfachen Betruges längst gesucht. Er bekam drei Jahre Haft. Ein Jahr später erzählte mir mein Kontaktmann von der Polizei, Riese hätte im Gefängnis eine „Gefängniszeitung“ gegründet, die akzeptiert war.// Ja, ein waches Kerlchen, aber leider hat er seine Möglichkeiten kriminell eingesetzt! // Und Dir, liebe Helena, kann man nur nochmals gratulieren zu Deinem cleveren Schachzug, damit Betrüger vom „Markt“ entfernt werden.

Kunstbetrüger 2

Ein Mann, wohl 30Jahre alt, Deutsch sprechend mit Akzent, aus Polen stammend, wie er im Laufe des Gesprächs sagte, suchte mich in der Galerie auf. Er hätte drei „Rembrandt-Zeichnungen“ zu verkaufen. Jeder, aber auch jeder etwas wissende Kunsthändler weiß, das gibt es nicht. Es gibt keine Rembrandarbeiten auf dem freien Markt. Das wäre eine Welt-Sensation! Doch mich netten Galeristen , mittlere Geschäftsgröße, der sollte über den Tisch gezogen werden. Falsch gedacht. Sofort fiel mir ein, einer meiner großen Vorbilder, den Kollegen Wolfgang Wittrock anzurufen, auf der Steinstrasse damals noch, in Düsseldorf. Wittrock, der u.a. bekannt war, weltweit, als Kunstvermittler für die Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt, zwischen 1983 – 1990. Wohl 2.000 Kunstwerke konnte er vermitteln. Und, und, und. Siehe Wikipedia. // Dem Polen erzählte ich, von einem Kollegen, der sicherlich interessiert sei, da ich derzeit kein Geld hätte. In seinem Beisein werde ich ihn anrufen. // Der Anruf: Wittrock sagte sofort, Herr Blau, sie wissen, das gibt es nicht. Das sind Fälschungen. Genau, sagte ich, deswegen rufe ich sie ja an, um den Verkäufer zu ihnen zu schicken. Wittrock sagte: Aber Herr Blau, dann rufe ich sofort die Polizei dazu. Genau so habe ich mir das gedacht, Herr Wittrock, sagte ich. // Dem Polen gab ich die Adresse vom Kollege Wittrock. Er ging hin und wurde – verhaftet! So schützt man seine (Kunst-) Branche!

Kunstbetrüger 3

Stolz präsentierte ich zu Düsseldorfer Zeiten, eine wunderbar gemalte Ölarbeit – im Schaufenster. Expressionistischer Stil. Gut gerahmt. Einen Tag vorher hatte ich dieses Bild in der Galerie von einem seriös aussehenden Mann mittleren Alters, erworben. Gegen Quittung. Das war mein Glück! Denn, zwei Tage später kam eine Kollegin herein, mit einem Kriminalbeamten: Es ist mein Bild, sagte sie. Es wurde mir in meiner Galerie gestohlen. Bums! Natürlich war ich enttäuscht und erschrocken. Doch meine Glaubwürdigkeit setze sich so zusammen: Hätte ich geglaubt, das Bild war geklaut, würde ich es natürlich nicht stolz ins Fenster stellen! Und – außerdem lies ich es veröffentlichen in der Rheinischen Post. In meinem Beitrag , den ich über die Kunstszene mal wieder schreiben durfte. Ausserdem konnte ich die Quittung vorlegen. Seriöser kann man es nicht machen. Das Bild wurde mitgenommen. mein Geld war weg! Kann passieren. Gut das es nur ein einziges Mal passierte.

Kunstbetrüger 4

Ein 30.jähriger, gepflegter Bursche bietet mir eine Meissen-Vase an. Eine sehr schöne, mit angenehmer Höhe von 50 cm. Dekorativ. Gegen Quittung erwarb ich dieses Stück. Im guten Glauben. Was sonst. Und – na klar, sofort stellte ich sie ins Fenster. Da ich keine Programm-Galerie führte, sondern einen „Salon“ des 20. Jahrhundert, passte auch dieses Teil zu mir. // Doch schon drei Tage später tauchte Herr Franzen auf. Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes, Inhaber eines renommierten, großen Geschäftes auf der Königsallee. Wir kannten uns seit Jahren, da auch ich eingeladen war, in der „Destination Düsseldorf“ mitzuwirken. Ein Zusammenschluss namhafter Geschäftsleute und Vertreter des Rathauses. Ziel, Düsseldorf attraktiver, erfolgreicher zu entwickeln. // Der feine Herr Franzen entschuldigte sich, für seinen unangemeldeten Besuch mit seiner Geschäftsführerin. Sein Besuch war aber völlig verständlich: Es war seine Vase! Und er erzählte, es gäbe seit Monaten Diebstähle in seinem Kö-Geschäft. Er befürchtete, eine Angestellte arbeitet mit einem Gauner zusammen. Etwa, sie schloß Vitrinentüren nicht ab. // Er bat mich, wenn der Verkäufer dieser nun auch für mich klaren Diebesware, wieder auftaucht, die Polizei anzurufen. // Und so kam es. Aber nicht ganz so: Der Bursche tauchte wieder auf, und – ich spielte den Helden! Er bot mir wieder eine Porzellanvase an. Ich sagte, klasse. Ließ ihn zu meinem großen Tisch kommen. Dann ging ich zur Eingangstore, und schloß diese – von innen ab. Statt von außen. Nun war ich mit diesem Gauner in einem Raum. Er sah mich entsetzt an, lief zur Türe, griff den Schlüssel , schloß auf, stieß mich kräftig mit beiden Armen auf den Boden, und er war weggelaufen. Das sah gegenüber ein Kollege. Der rief die Polizei. Während ich um Hilfe schrie. So laut, das Herr Fey, mein Nachbar, vom Jagd-Geschäft, zu mir rannte, den Flüchtenden sah, ein Bein ihm stellte. Der rappelte sich wieder auf und lief zur Parallelstrasse Richtung Rhein. Superschnell waren zwei Polizeiwagen bei mir. Eine Besatzung kümmerte sich um mich, der andere Wagen war mit einer Ringfahndung im Einsatz. Sie fanden ihn, als er in einen Opel Kadett hektisch einstieg. Auf dem Fußboden fanden sie weitere Kunstdinge in Plastiktüten. // Und ich? Ich war völlig geschockt, bleich! Ein Polizist beruhigte mich, hielt mir die Hände. Ein anderer besorgte nebenan einen Schnaps. Dann fing ich mich wieder. // Mit diesen Worten verabschiedeten sie sich: Spielen sie niemals einen Helden! Das kann ihr Leben kosten! Oh ja. Nun wußte ich es. // Herr Franzen erzählte Wochen später, die Klauerei in seinem Geschäft war zu Ende. Auch die kriminelle Angestellte wurde entdeckt. // Dank kam auch: Seine Einladung zum Lunch.

Krämer, Günter. Intendant Schauspiel Köln 1990-1995. Generalintendant Kölner Bühnen1995-2002. Ein Schlachtroß der west-europäischen Bühnen! Was sind wir oft zu seinen auswärtigen Premieren gefahren! Und in Köln gab es immer vor einer Kölner Premiere in seinem Büro, Drinks. // Bevor jedoch Krämer eine Intendanz in Köln haben konnte, mußten Bedingungen beachtet werden. Normal. Hilfreich war, den Dschungel der Entscheidungsträger von Köln zu durchqueren, der berühmte Soziologe Prof. Alfons Silbermann. Ein Durchblicker. // Vor Krämers entscheidenden Gespräch mit der Stadt Köln, gab es deswegen ein Arbeits-Essen im Hotel Ernst, in den Hanse-Stuben, mit Silbermann. Krämer nahm mich mit. Auflage, nichts durfte ich sagen. Nur zuhören sollte ich, damit auch kein Detail verloren ging. Skizzen lehnte Krämer ab. Er wollte konzentriert auftreten, beim zuhören von Silbermanns Einschätzungen. Das war auch eine Lehrstunde für mich! Einzelheiten gehören natürlich nicht hierher. Krämer wurde dank kluger Vorgehensweise, Intendant, mit seiner gesamten Clique. Torsten Fischer wurde Schauspieldirektor. Ein anderer Regisseur. Das machen ja viele so. // Gerne besorgte uns Günter Krämer schwierig zu erhaltene Eintrittskaten. Bezahlen mußten wir selber. Gut so. Wir reden über staatliche Häuser! // Ab und dann bekochte ich ihn auch, mit seinen Schauspielern. Nach den Proben etwa kam er mit der oft verpflichteten Ingrid Andree, und Martin Reinke (1992). Zu dieser Zeit wohnte ich auf der Kölner Subbelratherstrasse. Dabei, mein Gast, ein Freund, Jürgen Roy, Abteilungsleiter im Polizeipräsidiums. Ein wacher, kluger. Aber kein Diplomat. Er sagte zu Krämer, als ich gerade die Teller mit einem Eintopf füllte: Wegen Ihnen Herr Krämer, gehe ich nicht mehr ins Kölner Theater! Mir viel die Suppenkelle aus der Hand. Stille. Dann standen alle drei Theaterleute auf und gingen, ohne ein Wort zu sagen. Rums! Diese Situation änderte zwar nix an meinem guten Kontakt zu diesen Leutchen. Doch peinlich war es allemal. // Wenn 30% der Zuschauer buhten, war Krämer zufrieden. Sein Markenzeichen halt, sagte er. // Doch in Paris, an der riesigen „Opéra Bastille“, kam es mal anders. Dort war er der erste Deutsche, der den kompletten Richard-Wagner-Ring herausbrachte. Fast alle 3.000 Gäste buhten stehend. Wir sieben Freunde aus Köln natürlich nicht! Sprachlos gingen wir alle ins gemeinsame Hotel, um die Ecke. Dieses meganegative Erlebnis ließ ihn pausieren. Sich sammeln. Normal. Erst ein Jahr später führte er wieder Regie. Wenn auch nicht mehr an den „großen“ Häusern. das war wohl vorbei. // Gerne bin ich in seiner freundschaftlichen Nähe. Opern-Stars wie Trudeliese Schmidt, Düsseldorfer Opernbühne, mochten sich das damals nicht vorstellen. Und sagten mir das auch ins Gesicht. Doch sie wußten nicht von meiner Rolle bei ihm! Etwa besorgte ich ihm, über JCB, bzw. seinem Bruder Friedrich, einen hochkarätigen Reemtsma-Manager und Vorstandsmitglied, in Hamburg, schnellstens fast 500.000DM, damit Krämer seine 60-Personen-Theater im Foyer in Köln bauen lassen konnte. Auflage, der Name, drei Jahre lang: WestEnd-Theater. Nach der Zigarettenmarke, die Friedrich bei Reemtsma betreute, bzw. pushte. // Tja, Vorsicht bei Nichtkenntnissen, ihr Besserwisser! // 

Kruse, Prof. Dr. Alfons. Museum Heinrich-Heine-Instut, Düsseldorf. Auch er eine wirkliche, blitzgescheite, anerkannte Größe. Damit an Roger Willemsen erinnernd. Schlagfertig, flinke Zunge. Mit Organisationstalenten. Mit Stil. Die Bildung quilt ihm aus allen Poren. Nicht korrektes, was immer das ist, ließ er nicht durch. // Seine Interessen sind breit gefächert. Töchter und Ehefrau stützen ihn. // Es war immer unterhaltsam, in seiner Nähe zu sein. Von ihm habe auch ich einiges gelernt. Abgeguckt. Unser Freundeskreis Heinrich-Heine, wo ich stellv. Vorsitzender war, nervte ihn manchmal. Zuviel Medienrummel, sagte er. Wobei wir ihm auch Druck machten für irgendwelche Benefiz-Projekte. Na klar. Lästig.