Korrekturen, Pressebeiträge, Fotos fehlen noch.

Leben, um davon zu erzählen“. Buchtitel von Gabríel García Márquez, Nobelpreisträger.

Wie ich schon in der Rubrik „Über mich – Privat“ schrieb: Ich mag die rheinische Direktheit. Anmerkungen zu den Kontakten sind gerne augenzwinkernd geschrieben. Gerne amüsiere ich mich über mich – und über andere!

Ist das hier namedroping? Sicherlich nicht. Ohne diese Kontakte und Begegnungen wäre meine Entwicklung nicht so gut geworden. Besonders, als
ich noch blond, jung und schön war. Erst nachdem ich schon mehr als sechs Jahre Rentner bin, erzähle ich über diese Namen, diese ungewöhnlichen guten Begegnungen. Kaum einer wußte, was wirklich los war in meinem sozialen Umfeld, da ich nix erzählte. Ja, ich wollte bescheiden sein. Siegfried Blau sein. Zu stolz war ich, um mich mit solchen Adressen wichtig zu machen. ICH wollte akzeptiert sein. Jetzt kann man es gerne nachlesen, wer will. JETZT erst ab 2020!

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Es gab einen besonderen Tag für mich. Daher dies hier vorab.
Danach geht es unten alphabetisch weiter.

Blau 50.Geburtstag 1997. Mit 304 Gästen.
Einladung ins damalige Museum „Volk&Wirtschaft“im Düsseldorfer Ehrenhof, heute – Kunstpalast, zum „Abend-Mahl“. Gründonnerstag, halt Osterzeit! Geschenkersatz: Geld der Gäste für die „Aktion – Gemeinsam gegen Kälte“
von meinem befreundeten Galerie-Nachbarn Thomas Beckmann, Cellist.
Seit Jahren führt er diese Hilfs-Aktion. Schirmherr Bundespräsident Roman Herzog.

Museums-Direktor Udo Mayer erlaubte meine Feier in seinem Museum.
Das brachte ihm vom Rathaus danach eine Rüge ein. Noch nie durfte eine privater Galerist in einem städtischen Museum feiern! Angedacht waren von mir ca. 80 Gäste. Das es über 300 Gäste wurden, aus heutiger Sicht,
unfassbar für mich. Und dann noch eine Einladung – zum warmen Abendessen!
Was nur teilweise zunächst gelang:
Der Party-Metzger aus Oberkassel, Poldi Wagner, verschlief. 
Geliefert wurden zunächst nur die Gemüsebeilagen von seinen Mitarbeitern.
Eine Stunde danach kam erst das Fleisch! 
Irgendwie peinlich aber auch lustig. Manche glaubten, der Blau als Galerist
ist halt schon anders drauf. Eingedeckt waren die Biertische mit Stroh und großen, stämmigen Kirchen-Kerzen.
Es kamen Politiker aller Parteien, Kulturgrößen, Entscheidungsträger, Kirchenvertreter . Drei Tage später, Oster-Sonntag, wurde von einer Kanzel geschimpft, das es nackte Empfangsmädchen mit Bodypainting bei Galerie Blau gab. Am Eingang, auf Sockeln sitzend. Dieser katholischer Kirchenvertreter mochte meine Gäste, mein Essen, meinen Alkohol. Warum ist dieser Heuchler, dieser Motzer, nicht gegangen, wenn es so abscheulich war?! Die anderen Kirchenvertreter amüsierten sich. Oder wußten mehr über Kunst?
Gäste waren auch langjährige Freunde, viele Presseleute – privat.
Etwa Dr. Manfred Droste, Verlagschef Rheinische Post mit Ehefrau, und Kunden. Gästenamen-Ausschnitt siehe unten Pressebeiträge. Klasse, Thomas Beckmann, der Cellist, spielte auf einer sehr kleinen, historischen, englischen „Armen-Geige“ ein Geburtstagsständchen. Der junge Nachwuchspolitiker Cem Özdemir – damals der „Kevin Kühnert“ der GRÜNEN – kam auch, wie auch der Ehrenbürger Aloys Odenthal. Peter Kern, Regisseur und Schauspieler, sprang auf, stimmte das Lied „Happy Birthday“ an. Alle standen auf und sangen mit. Bewegend. Dann schlief der liebe Kern sofort ein. Herrlich! Dabei auch Dr. Adrian Flohr, Vorsitzender Jüdische Gemeinde Düsseldorf, mit Ehefrau Jaffa, mit denen ich eng verbunden war.
Bis ich mal kritisch nachfragte, ob dieser Herr Ministerpräsident Netanjahu es gut macht mit seiner Siedlungspolitik? Ob das nicht wieder „Gegendruck“ gegen Israel erzeugen würde, in der Welt? Damals war Netanyahu erstmals an der Macht. Diese Fragen, ich betone, Fragen, mochten einige Juden nicht. Ich wurde von einigen anderen der jüdischen Gemeinde, als mal wieder typisch Unwissender bezeichnet, auf Facebook! Es wurde noch schlimmer ausgedrückt….
Natürlich hab ich die Kontakte auf Facebook gelöscht.
Dr. Flohr ließ mir zu Ehren in Jerusalem, in einem bestimmten Erinnerunspark, (Name vergessen) mal zwei Bäume pflanzen. Dazu erhielt ich eine Urkunde. Beste Erinnerungen bleiben. Vor allen Dingen an Marijke und Jacques Stern. Heute, 2020, sind wir noch gut befreundet. Engstirnigkeiten gab es bei diesem Ehepaar, bei meinem Freund Paul Spiegel, dem späteren Vorsitzenden der Juden in Deutschland, und den meisten anderen der jüdischen Gemeinde, nie!

Weitere Gäste:
Bürgermeister Joachim Erwin, CDU. Sabine von Keudell, (Inhaberin Langen Foundation), eine sehr enge Freundin von JCB, gab mir auch die Ehre. usw. usw. Ministerpräsident Johannes Rau, SPD, schrieb einen Glückwunsch mit – Absage: Ostern fordert die Familie ihr Recht. Brief siehe unter den Pressebeiträgen. // 
Und dann geschah es: 
Der Vorsitzende des Freundeskreises Heinrich Heine, K.H. Theissen,
ich war der Pressesprecher und stellvertretende Vorsitzende, nahm ein Mikrofon um meine Gäste zu begrüßen. Jeder in Düsseldorf wußte, wie wichtig ihm erhöhte Aufmerksamkeit war. Seine liebe Mutter sagte mal zu mir: Sein enormes Geltungsbedürfnis wird ihn noch vernichten. Theissen sagte:
Damit Sie als Jude hier nicht alleine sind, Herr Dr. Friedman, haben wir (!)
auch den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Herrn Dr. Adrian Flohr eingeladen! Bums! Starke Unruhe im Kuppelsaal.
Ich bin entsetzt, irritiert. Stehe neben Theissen mit hochrotem Kopf.
Michel Friedman springt auf, will nach Hause gehen, laut mit den Worten, unmöglich! Bürgermeister Joachim Erwin rennt hinter ihm her, holt ihn zurück. Jörg Immendorff springt auf, schimpft wie ein Rohrspatz zu Theisen, nimmt ihm das Mikro weg. Über 30 Pressevertreter waren private Gäste und Zeugen
Theisen setzt sich wieder zu seiner Frau Evelin. Die stämmige Ehefrau von
Star-Architekt Manfred Hecker, sitzt neben Theisen. Sie springt auf, nimmt
Ihre quadratische Hermes-Handtasche und sagt: Hier ist meine Reaktion zu ihren mißlungenen Worten. Sie schlägt die Handtasche auf seinen Kopf! WOW!
Ein Skandal das Ganze. Theisen nimmt seine Ehefrau Evelyn und geht. Beifall!

Logistik, Aufbau der Möbelierungen, Deko und Sponsor der Getränke, besorgte der Verkaufsleiter Klaus Coenen, Diebels Brauerei. Ein Freund, der leider zu früh verstarb. Das warme Essen für meine Gäste übernahm ich, claro. 
Danach habe ich nie wieder eine so große Einladung veranstaltet. Mit all diesen Gästen, war das war mein gesellschaftlicher Höhepunkt.
Presse
Rheinische Post,
Westdeutsche Zeitung WZ,
NRZ,
Magazin D-Journal,
Express halbe Seite, vom 29.03.1997, BILD – eine ganze Seite.

Ende Blau Geburtstag.

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1999 – 27.03. Presse BILD. Blau Geburtstag 52 – in Köln.
Feier im Restaurant „San Remo“, Köln.
Endlich bin ich mal wieder in der BILD….haha, mit Freunden.
Gäste u.a. JCB, BAB Wolfgang Niedecken & Co,
meine Hausärzte und starke Sammler, jahrzehntelangen, intelligenten Freunde,
Dr. Detlev Gudemann & Dr. Jürgen Laudert.
Mit ihnen bin ich auch noch 2020 zusammen. Wenn sie nicht gerade mal wieder eine Welttour unternehmen! Als Pensionisten nutzen sie clever ihre Zeit. Gut so! So lange sie jung und fit sind! Siehe hier:

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Blau & Bundeswehr! 
Auch hier ergaben wohl Fleiß, Disziplin und Verantwortungslust mein Glück?
Mein Oberst der „Schwere-Pioniere-Kompanie“ (Fahrdienste verschiedenster Art) in Koblenz-Lützel, Franz-Paul Windscheif, mochte mich.
Das fing so an:

Ein Rekrut am Beginn der Bundeswehrzeit, weinte oft leise. Nur ich fragte ihn,
was ist los? Er sagte, er wäre ein junger Pianist. Er hatte Angst, das seine Hände, seine Handgelenke Schäden erhalten. Dann wäre es aus mit seinem Beruf.
Ohne Anmeldung ging ich zu unserem Oberst. Drängelnde mich an dem aufgebrachten Spiess vorbei, der im Vorzimmer saß ( Mutter der Kompanie).
Was ist da los, fragte der Kompaniechef?
Aufgeregt, mit starker Stimme, trug ich die Sachlage vor, mit der Bitte, diesen jungen Mann zu versetzen. Kurze Pause bei allen. Dann grinste der Oberst.
Er sagte: Danke für Ihren forschen Einsatz. Wir folgen Ihnen.
Später sagte er zu mir unter vier Augen: Wenn doch meine fünf Kinder auch mal so couragiert werden würden. Damals verstand ich diesen Satz nicht.
Doch was ich verstand, war, das es unter den auch hartgesottenen, auch teilweise vorbestraften Burschen auf unserer „Bude“ (Stube), nicht um Muskeln ging.
Die hatte ich eher nicht. Aber die meist älteren. Und doch wurde ich zum „Stubenältesten“ ernannt – von dem Herrn Oberst. Dank meiner Schlagfertigkeit, meiner Wachheit und Humor ( Zitat Oberst Windscheif) behauptete ich mich.
Und erkämpfte etwa bei Nachtmärschen, das die Kerle durchhielten. Denn zäh, belastbar waren einige nicht! Manchmal trug ich deren G3-Gewehre, sprich vier Gewehre. Ja, so war es. Die Mindest-Nachtmarsch-Zeit wurde erreicht.
Der Wochenendurlaub war gesichert. Bis zur Bundeswehrzeit, hatte ich noch nie Alkohol getrunken. Die anderen sehr wohl. War das der unterschied? Ich denke, der Wille war entscheidend. //
Mein Hobby, das aktualisierte Wissen und Interesse für Politik, das Zeitgeschehen, die wirtschaftlichen Zusammenhänge brachten mir Pluspunkte beim Oberst. Nicht Fussball, wie bei anderen Bundeswehr-Vorgesetzten.
Das war wohl mein Glück. Es lief gut für mich. 
Per Brief an das Verteidigungs-Ministerium, dank interner Unterstützung vom Oberst, darf eine Strophe eines Pionierliedes bei der Bundeswehr nicht mehr gesungen werden. Ausflug mit der Kompaniekasse. Mein Vorschlag wurde akzeptiert: Zunächst wurde das Bundeshaus in Bonn besichtigt – da ich noch nie dort war. Und danach ging es ins Ahrtal zum „Saufen“. Jeden Freitag gab es „Politikbelehrung“. Meine Aufgabe: Welcher Soldat soll über welches Thema am folgenden Freitag einige Sätze vortragen. Anschließend wurde diskutiert.
Jeden Tag bekam ich drei Zeitungen. Einzelne Ausschnitte durfte ich ans schwarze Brett heften. Noch heute ist die morgendliche Zeitung für mich ein MUSS.
Bis auf den nicht gewollten Motorradführerschein – jeder mußte nach der Ausführt ins Gelände, sein Motorrad säubern, schrecklich!, durfte ich alle anderen „Scheine“ machen. Wie auch zeitlich begrenzte Berechtigungsscheine für motorisierte Fahrzeuge. LKW-fahren, Rückwärtsfahren mit Anhänger, daran scheiterten die meisten bei der Führerschein-Prüfung. Der damals noch kleinwüchsige Blau, nicht. Bei der Bundeswehr schoß ich in die Höhe.
Herrlich der Einsatz mit der Planierraupe. Dieses Ungetüm, nur mit zwei Steuerknüppel zu lenken, machte Spaß. Vor allen Dingen, auf einen Riesentransporter, Marke Faun, aufzufahren, Bremsen treten, festhalten,
bis sich die beiden schmalen Fahrspuren, wieder langsam senkten. Vorher waren zum Auffahren, die beiden Fahrspuren sehr schräg gestellt worden. Oft standen Zuschauer daneben, wenn es Ausseneinsätze gab – und klatschten.
Wollte ich nicht mal Schauspieler werden…!
Oberst Windscheif gab mir frei, damit ich im Hofgarten in Bonn gegen die Notstandsgesetze demonstrieren konnte. Er gab mir frei, damit ich Vorträge des damals bekannten Pastor Niemöller anhören und mitdiskutieren konnte. Thema damals – auch der Vietnam-Krieg. Klingt alles toll? Ja, war es auch. Denn dadurch wurde ich schneller erwachsen. Oberst Windscheif förderte mich, ließ mich gut laufen. 
Wenn ich mal falsch handelte, stauchte er mich vor der Kompanie auch zusammen. So stritt ich mich laut und nicht gute Sätze brauchend, mit einem uns verhassten Feldwebel. Das war ein Ekel. Ein Intrigant. Wohl voller Komplexe wegen seiner fetten, gedrungenen Gestalt. Der Feldwebel beschwerte sich. Wie andere aus der mittleren Ebene auch. Wichtigtuer?! Und so kam es zur Maßregelung vor versammelter Truppe. Auf die Frage, wieso ich so ausfallend geworden war, sagte ich: Weil zu viel Jägermeister meine Zunge lockerte! Seitdem kann ich die Marke nicht mehr ansehen. Das spielte alles in Aachen-Vogelsang, während eines Manövers. Wo es ländlich schön und ruhig.
Dies kann keiner behaupten, der in Koblenz-Lützel stationiert war:
Ein Güterwaggon-Verschiebebahn nervte uns alle. Denn während der ganzen Nacht, verschob oder rollte man, einzelne Güterwagen auf den Gleisen hin und her. Mit schrecklich-lautem Knall stießen die Puffer der Wagen gegeneinander.
Furchtbar. Wirklich böse. Damals gab es noch keine Emissionsschutzgesetze. Das fing ja alles erst 1968 an. //

Auf unsere Bude war auch ein stiller Typ aus NRW.
Ich nenne ihn hier „X“. Er hörte leise klassische Musik, und wurde von vielen dafür gehänselt. Doch ich verteidigte ihn, wurde neugierig. Fragte, was ist das für eine Musik. Wagner. Richard Wagner. Diese Musik war mir eher unbekannt. So stieg ich ein, hörte zu, lernte diese zu genießen. „X“ träumte, das er mal im Festspielhaus Bayreuth sein konnte, zu den Richard-Wagner-Aufführungen. Ich glaube, das hatte er nie erlebt. Nun, jeder weiß aus meiner Umgebung, das ich da mehr, viel mehr erleben durfte. Fast jedes Jahr war ich in Bayreuth. Wie auch sehr, sehr oft bei den – noch elitäreren Salzburger Festspielen. Oder wo auch sonst immer in Westeuropa. Kumpel „X“ wurde ein Freund. Daher nahm er mich auch mit ins Koblenzer Konzerthaus. Zum „Verdi-Reqiem“. Bis auf den Tenor mit Textaussetzern, war es eine wunderbare Aufführung. Diese Musik erreichte mich total. Zig Produktionen hörte ich live oder auf Band. Es ist auch heute noch meine Favoritenmusik, da verschiedene Stimmungen komponiert wurden.
Über „X“ kam ich zum 5.000 Meter Lauf.
Weil ich ihn bewunderte, wie er das so gut ablaufen konnte. Er war gut drauf.
Sein Körper sah wirklich nach einem Sportler aus. So lief ich die 12,5 Runden mehrmals mit. Immer Montags. Bitte, keine Übertreibung: Diese Strecke lag mir. Es war mir nur nicht bekannt. 
Damit fiel ich positiv auf. Die Kompanie beorderte mich daraufhin einmal zum Koblenzer Stadt-Sportfest als Langläufer. Und – ich gewann für unsere Kompanie. Der Siegerpreis: sechs Whisky-Gläser. Nett! Eine Sportlerin wollte mich unbedingt in Ihren Verein bringen, weil meine Laufzeit so ungewöhnlich gut war: Unter 14Minuten! Und das ohne Training. Sie sagte mir eine Läuferkarriere voraus. Nee, das wollte ich nicht.
X“ wurde ein langjähriger Freund. Ihm half ich, über mein Netzwerk, hier etwa mit dem Journalisten Don Franklin Jordan (siehe unter Begegnungen über ihn, Jordan, Franklin), seine Verlobte aus Rumänien zu holen. Auch ihren Namen möchte ich nicht nennen, da sie – laut BILD-Foto-Bericht später, mit einem hohen SPD-Mann befreundet war. Also, diese „Madame Y“, lebte in der damaligen rumänischen Diktatur, von Nicolae Ceausescu. Ich half ihr nach Deutschland zu gelangen. 
„Y“ war schön, eine mehrsprachige Dolmetscherin. Sie arbeitete in Bukarest in der Schweizer Botschaft. Es ging ihr gut. Sie wurde für „X“ erst eine Urlaubsbekanntschaft in Rumänien, dann seine Verlobte. Ausreisen durfte sie nicht, um den, wie man damals sagte, Feind und Revanchisten „X“ in Deutschland zu ehelichen.
Nicolae Ceausescu besuchte DeutschlandDon Franklin Jordan bat ich,
ihm eine Notiz zu geben, mit der Bitte um schnellste Ausreisemöglichkeit für „Y“. 
Dies gelang nach sechs Monaten. Aber mit schrecklichen Erlebnissen für sie:
Erst wurde sie von der für Arbeit zuständigen Polizei, als Putzhilfe am Stadtrand von Bukarest eingesetzt. In einem Friseurladen. Dann kam sie vor der Ausreise,
in ein Gefängnis. Dort wurde sie zwei mal vergewaltigt. Schließlich kam sie nach Deutschland und sie heirateten.
Oft traf ich beide. Und übernachtete auch. Mit viel „Nähe“ zu Dritt. Nachwuchs kam. Und – die Scheidung nach ein paar Jahren. Denn, es wurde bekannt, das „Y“ hungrig auch auf andere Männer war. Auch Gruppensex immer wieder mochte. Damit sie nicht ausgewiesen werden konnte, wollte sie den Sohn behalten. Doch das Gericht sprach dem Vater „X“ den Sohn zu. Vor dem entscheidenden Gerichtstermin nahm ich sie beiseite:
Vor Gericht werde ich aussagen, das auch ich mit ihr und anderen „schwitzte“….!
Mein Kumpel „X“, der Vater, bekam die Auflage, innerhalb von vier Wochen,
eine Frau zu finden, die bei ihm einzog, damit das Kind eine Ersatzmutter hatte. Absurd, diese kurze Zeitauflage! Also suchten er und ich in den Zeitungen nach Kontaktanzeigen und fanden eine Frau, die gerade von einem Polizisten getrennt worden war – wegen Gruppensex. Sie sagte Ja.
Auch da gab es gemeinsame, „schwitzige“ , lockere „Dreier-Zeiten“. Also eine Wiederholung von dem, was sie vorher jahrelang mitmachte, aber eben als Ehefrau! Diese künstliche, aber auch amüsant-lockere – Beziehung, auch wieder für mich, ging nach ca. 15 Monaten zu Ende. Auf Bitte von „X“ trafen wir uns nicht mehr. Er wollte Ruhe in sein Leben bringen. Vorher brachte ich ihn, dem Schlosser, noch dazu, seinen Maschinenbau-Techniker zu machen. Danach bekam er einen richtig guten Job. Er fand eine neue Frau, eine Liebe, ohne Druck und Auflagen.
Sie heirateten. Nie wieder gab es Kontakt zu ihm, wie vereinbart. Gut so!

Lieber hochbetagter Herr Oberst Windscheif,
noch heute bin ich von ihnen beeindruckt, weil sie mich gut und richtig behandelt haben. Meinen Werdegang gut beschleunigten. Waren sie etwa damals ein Vaterersatz? In meine Entwicklung floß viel Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl. Dank Ihnen. Dieser Beitrag über meine Wehrpflichtzeit ist mir wichtig! Sie waren wichtig für mich! Danke!

Bundeswehr aktuell.
Leider hat dieser Doktor-Titel-Schwindler, der schöne von Gutenberg,
den auch ich mal klasse fand, mit seiner attraktiven Ehefrau,
aus einer wirklich tollen, seriösen Familie stammend, hochvermögend mit 300 Millionen Euro Familienvermögen, die Wehrpflicht zu schnell und kopflos abgeschafft. Es brach auch das ganze Pflegesystem in Deutschland zusammen. 
Die Berufsarmee steht heute leider nicht so gut da. Technisch eher ein, nun ja,
fast Schrotthaufen, heißt es. Sagenhaft, das es nicht genügend einsatzfähige Helikopter gibt. Geübt wird mit ADAC-Hubschrauber. Das muß man sich mal vorstellen! Bei uns, in dem reichsten Land von Europa. Peinlich ihr Entscheidungsträger! Immer wieder fallen ja auch Regierungsflugzeuge aus!
Auch noch 2020. Blamabel, Frau Merkel, oder?! Haben sie da zuwenig gefordert?
Besser wurde es, mit den Aufräumarbeiten von Ministerin Ursula von der Leyen. Ungewöhnliche lange hielt sie sich. 5 Jahre!
Gutenberg und seine Vorgänger, alles eher Kurz-Zeit-Minister, brachten keine Verbesserungen. Schafft es tatsächlich eine heutige AKK ab 2019?
Aktuell, 10.02.2020: AKK tritt zurück. Zunächst als CDU-Vorsitzende und Kanzler-Kandidatin zum Sommer 2020, sagt sie. Das geht schneller, sage ich.
Und das sie Verteidigungsministerin bleiben kann, Frau Merkel? Nee, da irrt wohl wieder mal die auch angeschlagene, ausgereitzteTante Merkel. Frau Merkel, bei allem Respekt, aber zu viele Politik-Alleingänge von Ihnen, schädigten uns Land. Etwa der absurd schnelle Atom-Ausstieg. Die 1.Millionen Flüchtlinge, verständlich suchende, in 2015, fast die Hälfte nicht erfasst, ohne Rücksprachen mit Koalitionspartner und besonders ohne EU-Schulterschluß.
Nee danke, das soll es gewesen sein. Nein, nein, das war es noch nicht:
Die schreckliche, weltweite Corona-Seuche 2020 stärkt zunächst die Regierung,
da Merkel anfänglich im Februar 2020, gut handelt mit einigen Minister wie Jens Spahn. Die Umfragewerte stiegen wieder für die CDU. Und für Spahn.

Anmerkung im März 2021:
Die ersten beiden Landtagswahlen am 14.03.2021 geben ein neues Bild. Die CDU verliert stark. Das Gestöhne von uns allen nimmt zu. Mit Recht. Was ist nur los in Deutschland, mit dem ehemaligen Weltmeister im Organisieren! Kraftlos, ohne Kreativität, versagte in den letzten Monaten wieder mal die Merkel-Regierung. Es ist ein Jammer! Dringend ist es notwendig, das ein Regierungschef auch bei uns in Deutschland, nur zweimal gewählt werden darf. Sonst schlafen wir alle ein. Werden überrollt von anderen Ländern. Wir haben keine Rohstoffe, nur unser „Geistkapital“. Ach ja?
Pandemie. Ein wirkliches Lebens-Drama – für alle!

Oberstleutnant Windscheif, links
…auch streng war er, der Oberstleutnant! 
Blau angezogen. Als Wehrpflichtsoldat. Rückwirkend zum Zeitsoldat „Z2“ eingestuft. Zwei Jahre also. Windscheif wünschte, ich solle Berufssoldat werden. Dein Typ braucht die moderne BW. Zitat Ende. Nein, das nicht, sagte ich. 
Blau ausgezogen. Fast nackend. Stehend, schön albern. Ja, ja, die Bundeswehr! Alkohol lockert. Da gab es so manche Storys…

Gerne bedanke ich mich bei meinem ehemaligen Bundeswehr-Kollegen Rainer Blaschczock, für unsere Gespräche, für die inhaltlichen Auffrischungen und für die Zusendung seiner Fotos. Danke sage ich auch für seine Anregung, unserem ehemaligen Oberstleutnant Windscheif einen Dankesbrief zu schreiben.
Das tat ich. Sprach auch mit einem seiner Söhne, einem Apotheker, wegen der Anschrift. Er fand solch einen Brief, nach so langer Zeit, erstaunlich, aber klasse. Gab es ein Feedback ? Nein. Das macht nix. Ich fühle mich wohl.

Bundeswehr-Rubrik Ende.

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Blau als privater Gastgeber:
Man sieht es mir an, ich esse gerne. Meinen Daddy-Bauch kann ich auch mit schwarzer Kleidung nicht mehr verbergen! Ach was, das war ja auch nie ein Grund. Jeder der mich kennt, weiss, ich trage seit meinem 30. Lebensjahr Schwarz, mit brutalen Ausrutschern: Manchmal ist es Dunkelblau…Oder bei Festen, eine knallrote Hose. Auch zuhause ist das so, wenn ich Gäste habe.
Jahrelang lud ich immer in Düsseldorf (und auch in Palma ) abends ein,
an einem Montag. Da konnte nämlich jeder, den ich dazu bat. Wie auch beruflich, ich sah mich als Kommunikator. Immer wieder verband ich andere mit anderen Unbekannten. Stieß Gespräche an. Lief es , dann sagte ich eher nix mehr.
Und – ich koche sehr gerne. Auch heute noch.
Das zündete bei meinen jüngeren Freunden, wie etwa Can-Pierre Ekim.
Siehe unter Begegnungen Ekim.
Damals war er noch unverheiratet, mit Freundinnen unterwegs. Doch er fühlte sich bei mir wohl. Meine „Rahmenbedingungen“ stimmten, sagte er. Er kochte mit Leidenschaft für uns alle. Auch noch heute ist das so. Meine Güte, was hatte Can drauf! Woher nur wußte er so viel!?! Eine Naturbegabung , sicherlich. Außerdem liest er viel über Kochen. Auch andere Freunde tobten sich am Herd bei mir aus. Immer wieder gab es – gefühlt, alle drei Jahre bei mir einen Adressenwechsel, Umzüge in Düsseldorf. Meine helfenden Freunde stöhnten mit der Zeit, ich sollte doch mal endlich ruhiger werden…
Oft klatschten die Vermieter, über unsere geselligen Abende. Die Gäste?
Aus allen Schichten. Wichtig dabei ist ja immer die Frage, wer kann wohl mit wem. Niemals gab es nur DIE soziale Gruppe. Sondern die Vermischung fand ich reizvoll. Da konnte ja jeder zeigen, was er drauf hatte an Empathie, Verständnis, Toleranz. Gab es Ausrutscher? Selten.
Mit meiner Aufmerksamkeit konnte ich so manchen Streit vermeiden oder schlichten. Wie mein Vater früher. Langweilig war es nie. Wurde viel gegessen? Immer. Wurde viel getrunken? Nie! Nein, nein das stimmt nicht. Batterien von leeren Flaschen wurden immer entsorgt.
Auch heute ist das noch so bei JCB und mir als gemeinsame Gastgeber.

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Begegnungen alphabetisch:

Adler, Ralf, ein Zimmermann & Ehefrau Susi, die Schöne.
Als Meister war er zunächst in Köln Teilhaber einer großen Zimmerei. Wohl 80 Mitarbeiter. Dort lernte ich ihn kennen. Schnell war klar, wir mochten unseren Humor. Unsere übereinstimmenden Einschätzungen über andere in unserer Nähe. Susi bekochte uns dann und wann. Zu meiner großen 50-Jahre-Geburtstagsfeier im Düsseldorfer Museum „Volk&Wirtschaft“, heute „Kunstpalast“, gehörten sie zu den 300 Gästen. Beide blieben bis zum Schluß, weil sie mir helfen wollten mit einigen Aufräumarbeiten. Plötzlich stellten beide fest, es war keiner da, der mich auf mich wartete. An so einem ungewöhnlichen Abend mit vielen Gästen. Sie sagten, Du bleibst heute nicht alleine. Wir nehmen Dich mit zu uns nachhause. Das berührte mich sehr! So fuhren wir also mit unseren Autos nach Leverkusen. Dort gab es noch einen Absacken. Denn, den ganzen Abend über habe ich fast nix getrunken. Ungewöhnlich, aber sehr angenehm: ich mußte mit in ihr Bett. Damit ich nicht alleine einschlafen sollte. WOW! Meine Fantasie raste. Typisch Blau! Nix da. Nicht bei den beiden gab es lustig-schräge Gedanken oder Wünsche. Sie schliefen ein. Ralf hatte vorher seine Hand auf meinen Unterarm gelegt. Meine Güte! Irgendwann schlief ich glücklich ein. // Gegen 6Uhr morgens wurde ich wach. Sah die beiden, wie sie herrlich „Löffelchen“ lagen. Leise stand ich auf, zog mich an, lächelte zufrieden und verschwand – durchs Parterrefenster. Der Wohnungstürschlüssel war nicht auffindbar. Entspannt fuhr ich in mein Düsseldorfer Apartment. Das werde ich den beiden nie vergessen!

Adler – Vernissage-Besuch, in seiner Zimmerman-Ausgehkluft!
Mit acht anderen Kollegen, ebenso festlich angezogen. Meine Gäste staunten. Ich freute mich, wie alle anderen Gäste auch. Sofort gab es positive Unruhe bei vielen. Fragen stürmten auf Ralf Adler ein. Die Zimmerleute brachten ein Geschenk mit: Auf Bohlenbretter, aufgenagelt, für mich eine Ausgehuniform! WOW! ich war gerührt. Viele Gäste klatschten. Was für ein Vernissage-Abend!

Ralf Adler ist auch ein „Indianer“!
Ein Freund der Sioux. Ralf ist Mitglied in einem Indianer-Verein. Wie seinerzeit Marlon Brando. Auch ersetzte sich für die Indianer ein. Unvergessen, Marlon Brando bekam einen Oscar verliehen. Auf die Bühne kam, nicht er, sondern in Vertretung eine Indianerin mit entsprechender Kleidung.
Ralf hat in seiner großen Vorzeige-Werkstatt, in Opladen, einen Rückzugsraum, nur für sich. Keiner darf dort von seinen vielen Mitarbeitern anklopfen, stören oder den Raum betreten. Doch mir alten Kumpel, zeigte und erklärte er die Dekoration, die vielen gesammelten Indianer-Utensilien. Beeindruckend. All das erzählte ich meiner Freundin Elenore Korver, die reife Dame aus den Niederlanden, die ich von Mallorca kannte. Ich stellte den Kontakt her, denn Eleonore ist „Ehrenhäuptling“ der Siuxx! Alle fünf Jahre flog sie deswegen in die USA. Sie hat auch ein Buch darüber geschrieben. Siehe unter Begegnungen Korver, Eleonore.

Adler wurde ausgezeichnet von der Stadt Leverkusen,
für sein Engagement, wie ein riesiges, brach liegendes Areal, mit Verschiebebahnhof der Bundesbahn, saniert werden kann. Die Stadt folgte seinen Plänen. Heute ist um seine enorm große Werkstatt herum, viel gutes Gewerbe angesiedelt. Ein Vorzeigekomplex in Leverkusen-Opladen.
Respekt, lieber Freund! www.zimmerei-adler.de

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Bayreuth, Jubiläum 100 Jahre Festpiele.
Jahrhundertring 1976-1980.
Dank meinem Freund Hans Gerling, Versicherungskonzern Gerling, einer der massgeblichen Förderer von Bayreuth, bekam ich für diese stilbildenden Ring-Aufführung Karten zur Premiere 1976. Kurzfristig war eingesprungenen, der Regisseur Patrice Cheréau, 31 Jahre jung! Erster Ausländer als Ring-Regisseur. Diese Aufführungen waren eine Welt-Sensation.
Spalteten sie doch „Traditionisten“ mit den „Erneuerern“. Ohrenbetäubender Lärm nach den jeweiligen Vorstellungen. Die – gefühlte – Hälfte der Zuschauer setzte Trillerpfeifen ein gegen Bravo-Geschrei. Über eine Stunde lang. Wunderbar!
Was für ein kulturelles Groß-Erlebnis! Da Rudolf Augstein ein Wagner-Musik-Fan war, gab es auch bei ihm in seinem „Der Spiegel“ , Titelgeschichten.

Bayreuth 1976 & David Hockney.
Natürlich fiel mir als Kunsthändler ein Gast besonders auf: Der Maler David Hockney. Kein Smoking trug er, sondern einen weissen Anzug, giftgrünes Hemd, gelbe Krawatte, grünes Einstecktuch. Seine blond-weissen Haare waren bedeckt mit einer weissen Schlägerkappe. Und – er trug um den Hals, eine Polaroid-Kamera! Bekanntlich malt er auch viel nach Vorlage seiner unzähligen Fotos. Damals konnte er noch gut hören. Zig Jahre später wurde er leider fast taub. Dabei fuhr er doch so gerne offen durch die Landschaft, mit lauter „Wagner-Musik“. In den USA. Mit zunehmender Taubheit zog er zurück nach London.

Bayreuth Besichtigung Festspielhaus.
Über einem Freund, dem Kölner Galeristen und Vorsitzenden des Bundesverbandes der Galerien, Gerd Reinz, bekam ich eine Führung hinter den Kulissen. Mit Erklärungen der Techniken und alles. Gerd Reinz Freund aus Köln, war dort der technische Direktor (Name vergessen). Bedingung: Einen Kasten Kölsch mußte ich mitbringen. Herrlich! Dank dem starken Mann hinter den Kulissen, durfte ich einigen der Mitwirkenden, die Hand geben. Etwa Patrice Cheréau der dort herumhüpfte.

Bayreuth & Dr. Oswald Bauer.
Galerist Gerd Reinz stellte die Verbindung her zu der damaligen rechten Hand von Wolfgang Wagner, Oswald Georg Bauer.
Mit ihm war ich öfters privat zusammen. Die Gespräche liefen gut. Ein energischer, leicht verspannter, individueller Typ. Hochgescheit, aber auch gerne kompliziert. Macht nix. Das war alles gut, entspannend und lehrreich für mich.
Für einige Male in Bayreuth.
Bauer – ab 1974 bei Wolfgang Wagner. Später Generalsekretär der „Bayerischen Akademie der Künste, München. Buch u.a. von Dr. Oswald Georg Bauer,
„Wieland Wagner. Revolutionär und Visionär des Musiktheaters“.
Sowie „Geschichte der Festpiele Bayreuth“, Band I und Band II.

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Beuys, Joseph. (12.05.1921 – 23.01.1986. 
Ein Glücksfall. Für mich. Für viele, unzählige Studenten, etwa dem agilen Roland. Nicht für Johannes Rau, damals NRW-Wissenschaftsminister. Zuständig für die Kunstakademie. Tatsächlich! Josef Beuys öffnete Schleusenartig die Toren der Kunstakademie D-Dorf für Studenten. Jeder Mensch ist ein Künstler, so Beuys. Natürlich meinte er das sooo nicht. Wurde aber so aufgeschnappt. Okay. Ein großes Thema. // Mein Thema 1983: Beuys richtete mir selbst eine kleine Ausstellung ein. Besorgte einen Banker der Commerzbank als Käufer. In einer Woche war der Spuk vorüber. Begleitet von einem ersten kleinen Pressebericht – in der Düsseldorfer Altstadtzeitung! Meine Güte, was war ich da stolz! // Seine Meister-Studenten, und Aktentaschenträger, bekamen nie Geld für deren Hilfen. Sondern Originale, Zeichnungen etc. Das war mein Sprung zu mehr Umsatz, Gewinn und Bekanntheit, wie sich nach Beuys Tod 1986, herausstellte.
Denn ich war bei den Studenten bekannt, das ich die Finanzmittel immer hatte, diese Arbeiten zu kaufen. Roland hieß einer der fleißigsten, der immer wieder mit Original-Arbeiten von Beuys auftauchte, verkaufte, wie auch andere.

Beuys Ehefrau Eva 
lernte ich schnell kennen. Wie auch seine beiden Kinder, Wenzel und Jessyka,
die über ihren weltberühmten Vater stöhnten. Er fehlte ihnen, manchmal. Oder zu oft? Jedenfalls klingelte ich von Anfang an in D-Dorf-Oberkassel, Drakeplatz, bei der mir sympathischen Eva Beuys, um mit ihr zu klären, ob meine Beuys-Arbeiten echt sind oder nicht. Das schaffte ein Vertrauensverhältnis. Daher gab es nie Schwierigkeiten, Streitereien oder Verboten in der Öffentlichkeit. Andere Galeristen erleben nicht gerade einfache Dinge mit ihr. Besonders, als sie eine Künstlerwitwe war.
Presse Düsseldorfer Altstadtzeitung 10.06.1983

Wie schlicht alles anfing, wenn auch mit einem großen Künstler-Namen! 
Hier ein Foto von 1983 in einem Beitrag der Mallorca Zeitung vom 19.01.2006

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Bornheim, Dr. Wolfgang. 1955-2011. Köln/Mallorca.
Einer der bekanntesten Steuerberater Deutschlands, damals Schlütter, Bornheim, Seitz. Etwa war er Aufsichtsratvorsitzender Stoer-Werbegruppe, Mitglied im Vorstand Wallraff-Richards-Museum, Condor-Pilot. Wirklich stark wissend, hochgebildet. Marlies seine herrliche Kölsche Mutter:
„Siegfried, hätte ich doch zwei Kinder in die Welt gesetzt. Die Klugheit von denen wäre ausreichend gewesen. Ausserdem kann ich jetzt jeden Tag eine Flasche Rotwein trinken, dank dem erfolgreichen Wolfgang. Bei meinem Mann war nur eine Flasche pro Woche möglich“. Zitat Ende.
Herzliches Lachen. Das war Wolfgang auch: ein begnadeter Koch.
Siehe auf u.a. TV-oder Presse-Beiträge. Siehe Wikipedia.

Bornheim & Witzigmann.
Koch-Papst Eckard Witzigmann verlieh Bornheim im Beisein der Gäste,
mit stark lobenden, warmen Worten, schwarze Kochjackenknöpfe! 
Das war nach seinem Sechs-Stunden-Dauer-Essen in Alaro, Mallorca,
am 05.03.2004.
Siehe unten Foto Eckard Witzigmann mit Siegfried Blau.
Auch auf Facebook Februar 2020 zu sehen. Anlass der 50.zigste Geburtstag von Bornheims engen Freundes Mario. In seiner luxuriösen Finca. Für 50 Gäste.
Nach jedem Gang wechselte das Personal ihre Garderobe – Themenbezogen.
Wie auch die Tischdekoration jedesmal wechselten. Live-Musik gab es dazu. Jeder Gast bekam danach ein „Drehbuch“ mit CD als Andenken. Kein anderer als Gerhard Schwaiger, Chefkoch vom Sterne-Restaurant Tristan, war sein „Hilfskoch“! Tatsächlich! Das Service-Personal brachte Schwaiger aus seinem Tristan mit. Daher war das Restaurant geschlossen.
Nie habe ich solch einen privaten Aufwand, solche eine Kreativität erlebt,
in nicht dummer Gesellschaft!

Bornheim tot!
Leider ist Wolfgang Bornheim mit 55 Jahren verstorben. (1955 – 2011). Nierenversagen. Wahnsinn! 
Über 4 Jahre lang durfte ich mehrmals im Monat an seinem großen Esstisch sitzen, als Unterhalter und Zuhörer. Zitat Bornheim. Anfangs dabei, auch Theofilos Klonaris, mein Galeriepartner. Doch nach ca. 2/3 Jahren machte Theofilos das nicht mehr mit: Zuviel Selbstverliebtheit von Bornheim. Zuviel Edelküche, wie auch Mutter Bornheim oft sagte. Auch im Beisein von deren Gästen.
Marlies: Siegfried, ich komme zu Dir. Dann bekomme ich auch mal Spaghetti und Salat, und nicht handgestreicheltes, japanische Rinderzeug.
Seine Gäste, anspruchsvolle, auch berühmte, die er immer hochklassisch, mit edelsten frischen Produkten von „Rungis“, bekochte. Die Genießer waren aus der Wirtschaft, Politik und den Medien.
Siehe auch unter Begegnungen GEE.
Presse www.juve.de

Jahrhundertkoch Eckard Witzigmann & Blau bei Bornheim, 05.03.2004
Super-Privat-Koch Bornheim, 2004, in seiner Finca in Alaro/Mallorca. Die Gemeinde wollte zunächst beim Bau seiner großen Finca, mit begehbaren Kühlräumen, keinen Drehstrom liefern: Mißtrauen. Als wolle er ein Restaurant eröffnen…

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Boso, Il Marchese Giuseppe Roi, Vincenza, Italien. 1924–2009.
Was kann einem jungen Mann wie mir, mit blonden wilden Haaren, hungrig auf die Welt, nicht alles passieren! JCB stellte mir seinen, guten, langjährigen Freund, den Grafen aus dem Hochadel vor. In Vicenza. Auf seinem Schloß, in der Nähe der weltberühmten Renaissance-Villa „La Rotonda“ von Architekt Andrea Paladio. An der Autobahn-Ausfahrt wurden wir von „Boso“ abgeholt, mit seinem dunkelbraunen Porsche. Vorher gab es, was sehr selten vorkam, Irritationen zwischen JCB und mir. Fuhr ich doch die ganze Zeit seinen dunkelblauen Porsche. Doch kurz vor dem Treffen mit „Boso“, wollte JCB am Lenkrad sitzen.
Das mochte ich nicht.
Schnell verdrängte ich es, als ich den ungemein gut aussehenden, gepflegten jungen Herrn aus dem Hochadel sah. Das konnte ich nicht vergessen, wie man sieht! // Siehe Wikipedia. Natürlich lebte der „Il Marchese Boso“ auf seinem Schloß mit einer Gesellschaftsdame zusammen. Eine Gräfin. Immer saß sie beim Essen mit am Tisch, lächelnd. Nicht dabei war sie, wenn „Boso“ über seine Weltreisen berichtete. Diese Erzählungen waren ungewöhnlich. Auch spannend, wenn er belustigt seine Telefon-Anrufliste vorlas: Anruf von Agnelli (FIAT),
Baron Rothschild, Matrose Peter, Papst soundso usw. Herrlich, wie verrückt er sich auslebte! So ist das halt auch, wenn Ahnen gut vorgesorgt haben…
Boso“ hat nie gearbeitet. Aber viele soziale Ehrenämter erfüllt und viel gespendet. JCB war besonders angetan von seinem klassisch-eleganten Riesen-Penthouse in Rom. Mit Blick auf den Vatikan, na klar! In bester Lage.
Sein Schloß in Vicenza war nicht protzig oder groß. Alles war edel, antik, sehr stimmig. Oft erfand er Gerichte. So etwa selbstgemachte Nudeln, die mit der Hand gegessen wurden. Auch amüsierte ihn und uns seine „Schweine-Skulpturen-Sammlung“. Von Kitsch bis zu Picasso. Von anderen Trophäen, Sammlerstücken mag ich erst garnicht erst erzählen.

Bosos Tante & Tiepolo.
Sie lebte auch in dem berühmten, historischen, weltbekannten Ort Vicenza. „Boso“ telefonierte mit ihr, um mit uns bei ihr Kaffee zu trinken. Ein MUSS,
sagte der Graf.
Als die Türe aufging, wußten wir sofort warum es so sein sollte: TIEPOLO!
Sie wohnte im „Palazzo Valmarana“ von 1564 – im angebauten kleineren Nebenhaus. Gebaut auch von Andrea Palladio! Sie wurde vom Staat „gezwungen“, pro Woche für je 2 h die Haustüre aufzumachen. Zur Besichtigung: Alle Wände waren von „Tiepolo“ bemalt, bzw. auch von seinem Sohn.
Da sie fror im Winter, die Kamine nicht genug heizten, lies sie eine Heizung einbauen. Die Rohre wurden durch die Tiepolo-Wände geführt!
Heute würde man damit einen Megaskandal verursachen! Mit Recht. 
Später besuchten JCB und ich nochmals Boso, mit Christiane Nagorny.
Siehe Rubrik Begegnungen Nagorny.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Battista_Tiepolo

Boso und Giovanni Agnelli, damals Inhaber von FIAT.
Es gab, so erzählte JCB, eine Mittelmeerkreuzfahrt. Thema griechische Inseln-Tour. Auf der Jacht von Agnelli. So wurde etwa Lunch eingenommen bei Stavros Spyros Niarchos, dem erbitterten Reeder-Konkurrenten von Aristoteles „Ari“ Onassis. Auf seiner „Niarchos-Insel“. Mit welcher Ehefrau damals, weiß ich nicht. Ob eine Athina (Thina) Livanos, oder eine aus der Ford-Familie, die Charlotte. Thina wurde später umbegbracht. Keiner weiß bis heute, von wem.
Alles war locker auf der Yacht. Zu locker für JCB. In Athen ging der damals 24.jährige JCB an Land. Flog zurück nach Deutschland. Seine Bodenständigkeit, Bescheidenheit, die hat er sich bekanntlich, bis heute erhalten.

Boso und meine Nähe.
Er beeindruckte mich stark. Ein wirklicher Weltbürger. Souverän und unabhängig. Irgendwann besuchte „Boso“ Köln. Als Präsident der italienischen Rotarier oder vom Lions Club? Tagungsort der europäischen Verbandstagung war in einem Kölner Luxus-Hotel. Dort entwischte er aus dem Fenster um uns zu treffen. Wir luden ihn ein zum Abendessen. In das damals noch gute Golf-Restaurant von Schloß Georgshausen, Lindlar. 30 Minuten von Köln entfernt. Dann kam ein sympathisches Kompliment: Er möchte gerne mein Jacket haben. Ein englisch, dezent, großkariertes, blau-grünes Jackett. Gekauft hatte ich es in meinem Favoriten-Laden für Jacketts, in München, bei Mode Wagenbach.
Das gefiel mir. Er bekam es geschenkt. Tja, toll das alles! 

Ende Boso

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Brinkschulte, Rainer F. – alias Rainer Frederic. 1944-2018.
Seine Buchvorstellung in Palma, in der Galerie Blau: 
„Herr Blau oder die Affäre Gallé“. 
Mir zu Ehren nannte er seinen Hauptkommissar Herr Blau!
Rainer Brinkschulte kannte ich „ewig“ aus meinen Düsseldorfer Zeiten.
Über den Freundeskreis Heinrich Heine lernten wir uns kennen. Fast immer standen wir zusammen und „veränderten humorvoll die Welt“. Er war amüsant, intelligent, elegant und einflußreich im Verlagswesen. Davon erfuhr ich bei unseren vielen, vielen Mittagessen. In den Restaurants in Düsseldorf bezahlte er nie direkt. Die Rechnungen wurden seiner Sekretärin zugesandt. Er hatte schon ein ziemlich elitäres Gehabe. Doch immer mit Stil. Wie auch seine Büro-Adresse für Düsseldorfer Denke stimmte: Oberkassel, Kaiser-Friedrich-Ring 63.
Privat lebte er in Düsseldorf-Wittlaer.
Brinkschulte arbeitete für „Die Zeit“, „Capital“, er baute die PR-Abteilung bei Gruner&Jahr auf, war Vorstandsassistent dort, Miterfinder der „Wirtschaftswoche“ und „Horizont“, und er war Headhunter für Chefredakteure usw. Oft sollte ich Telefonate mithören. Das liebte er. Tatsächlich bewunderte ich ihn. Doch wollte er nie, das seine elegante Ehefrau, eine Gräfin aus Österreich, dabei war. Es sollte „Männergeschwätz“ bleiben.
Presse Mallorca Magazin 19.09.2003.
Magazin „Mallorca Deluxe“, Farbbericht S. 134. „Faces & Places“.

Casa, Lisa della. Opern-Weltstar.
Wunderschöne Dame. Elegant. Herausragende, gepflegte Tonbildung. 
Dank meinem Freund Hans Gerling lernte ich sie kennen. Sie waren zig Jahre befreundet. Ihr Wohnsitz: Schloß Gottlieben, am Bodensee. Sie war elegant, freundlich aber eher scheu, war mein Eindruck. Doch ich war natürlich überwältigt in Ihrer Nähe zu sein. Heute noch höre ich Aufnahmen von ihr.
Operngröße Bernd Weikl, erzählte auch von ihr, Jahre später. Er war ebenfalls ein Weltstar, der mit Ihr Strauß-Opern sang. Bernd Weikl sprach über sie, als ich ihn Jahre später auf Mallorca kennenlernte. Dr. Christiane Meine stellte den Kontakt her. Angesprochen wurde ich, ihn zu unterstützen bei seiner Benefiz-Aktion.
So kamen mir wieder der Anfangskontakt zu Lisa della Casa sehr gerne in Erinnerung. 
Bernd Weikl bei uns in Köln.
Jahre später besuchte er uns in Köln. Zunächst ein Aperitif bei uns zuhause.
Dann luden wir ihn ein zum Essen, ins Restaurant „Bellini“ .
Der großbewachsene Sänger, mit weitklingender Stimme, bestellte sich ein riesengroßes „Bisteca Fiorentina“. Danach noch eins. Herrlich. Das gefiel uns alles.
Gerne lauschten wir seinen – auch giftigen – Tratsch über Kollegen.
Siehe beide auf YouTube und Wikipedia.
Siehe auch Rubrik Begegnungen H-Z : Weikl.

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Claassen, Alfred. 
Gerne skizziere ich auch ihn. Claassen, eine Persönlichkeit. 
Alleine dieser Begriff würde er mit starker Geste wegwischen. Nicht nur ich habe den Verdacht, seit Jahrzehnten, er hat auch einen Doktortitel. So wirkt er jedenfalls. Wie ein angenehmer Vollblutakademiker! Seine Bescheidenheit bringt keine Klärung. Sein Intelligenz erfreut. Doch zögerlich ist Alfred keineswegs. Gnade Gott, man sitzt neben ihm bei einer klassischen Musik-Premiere. Und ihm gefällt das Dirigat nicht. Oha! Schneller als alle anderen posaunt er ein kräftiges Buuuuuuh heraus. Mein Trommelfell schien zu platzen, als der englische Dirigent John Pritchard (1921-1981) in Köln auftrat. In Alfreds Ohren, und in meinen, unmögliche Tempi brachte. Meine Güte, was habe ich mich erschrocken über Alfreds lautem Buh!
So ist er, der Alfred. Rheinisch offen, sagt, was Sache ist. Immer noch. 
Seine Meinung in Köln ist „gefürchtet“ bei den Kulturverantwortlichen,
und Schaffenden. Leserbriefe? Unzählige lies er raus.
Im Sinne von Stéphane Hessel:“Empört Euch“!
Auch gut, Alfred live zu hören. Nie ist er der erste, der was bemeint.
Immer ist er kurzweilig. Immer verziert er seine Aussagen im rheinischem Tonfall und Humor.

Respekt habe ich auch vor seinem Lerneifer.
Wegen der klassischen Musik lernte Alfred erst Italienisch, danach Französisch! Und ihn zu einem Abendessen als Gast zu bekommen, fast unmöglich. Alfreds Kulturkalender ist vollgespickt mit Kulturdaten. Dabei, viel Musik, Besichtigungen, Vorträge, Diskussionen, Festivalreisen. Zwischendurch, irgendwo eine Hilfe durchziehen.
So pflegte er etwa Dietrich Hainz bis zu seinem Tode. Bewirtete den Schwerkranken zuhause. Dann folgte Jahre später die Betreuung, Hilfe für Albin Hänseroth, dem Intendanten der Kölner Philharmonie, der im Krankenhaus bleiben mußte – bis es vorbei war. Claassen besuchte ihn fast jeden Tag!
Aber er erzählte uns nix davon! Kein Wort dazu. Nur Respekt!
Siehe Rubrik Begegnungen Hänseroth & Hainz separat.

Claassen Wohnung.
Wunderbar, der Gute kann auch toll kochen! Das wußte auch ein naher Freund von ihm, der unkomplizierte, bekannte Soziologe Prof. Dr. Alphons Silbermann.// Dazwischen geschoben: Am 26.04.2021 fuhr ich mit meinem Fahrrad an der Uni-Mensa-Köln vorbei, Seite Aachener Weiher und entdeckte: Alphons-Silbermann-Weg. Das freute mich, diese Art Anerkennung, Ehre. // Claassen wohnte noch
„Am Zuckerberg“, in Köln. Ein Jugendstilhaus, weisse Fassade. Schick. Leider ohne Aufzug. Der immer schon hochbetagt wirkende Professor Silbermann, was seine Körperlichkeit angeht, hangelte sich mühevoll mit Krückstock, die Treppen hoch, um in Claassens Etagenwohnung zu kommen. Alfred rief. „Man“ kam. Eher nicht notwendig zu nennen: Fast alle Wände – Bücherregale. Vollgestopft mit Bücher. Und auch gelesen! Legendär, seine umgebundene Schürze, Kochlöffel in der Hand. Die Haare – bläulich-grau, wellig. Sein Gesicht – gepflegt. Sein Blick – eher nach unten. Nur nicht den Kopf zu hoch tragen! Herrlich. Die Tischgespräche – klasse.
Nicht nur wenn Silbermann giftig-witzig, natürlich mit Tiefe, Kritik rausließ.
Wer wissen will, was Claassen unternimmt, muss ihn zig Mal versuchen per Telefon zu erreichen oder halt Emails schreiben.
Wer möchten nicht gerne so einen Freund haben, genießen, wie Alfred! 
Zig Anekdoten gibt es. Doch, was solls. Es sprengt hier den Rahmen. 
Danke Alfred, das auch ich in Deiner Nähe bin, seit ewigen Zeiten.
Siehe unten auch unter Begegnungen Hänseroth.
Und Hänseroths Doktorvater – Alphons Silbermann. Beide in Wikipedia. 

Anmerkung aktuell 2020:
Die Pfarrerstochter, Frau Dr. Merkel, hat, ohne CSU und Brüsseler Rückendeckung, in 2015 die Schleusen für über 1 Million Migranten geöffnet. Helfen ja, das ist notwendig. Doch bitte kontrolliert! In Abstimmung mit der EU und dem Koalitionspartner CSU und SPD. Leider nicht geschehen. Seit 2015 gibt es zig Probleme. Verstärkt Protest-Zuwächse bei Rechts-Populisten seitdem. 

Außerdem: Es wird Zeit, das nur zweimal vier oder fünf Jahre eine Kanzlerschaft möglich sein sollte. Wie in Frankreich, USA, England etc. Nur mal so nebenbei!
FDP-Christian Lindner äußerte es auch so im März 2021, als ab September 2021, nach der Wahl. Schaun mer mal…

Das Zusammenleben ist für Migranten – und für uns, schwierig: Sprachprobleme! Und was macht „unser“ Alfred Claassen?
Er bezahlt privat Arbeits- und Lernmaterial, um wöchentlich, Migrantenkinder zu unterrichten in Deutsch! Die Stadt Köln ersetzt ihm seine Ausgaben nicht!
Dazu brauche ich nun wirklich nix mehr sagen! Doch: Kompliment Sir!

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Cramm, Gottfried von. (1909-1976) 
DER Tennisbaron. Ein Gentleman. Erstklassige Manieren. Immer freundlich. Immer noch ein Vorbild im deutschen Sport. Ehrenmitglied, wie JCB, dem ältesten lebenden Davis-Cup-Spieler (2020) beim deutschen Tennisbund.
JCB war sein Tennis-Meisterschüler & Freund. 
So war JCB etwa Ehren-Gast, am Hochzeits-Nebentisch in Venedig,
als von Cramm die damals reichste Frau der Welt heiratete, mit über 800 Gästen, am 08.11.1955, Woolworth-Erbin Barbara Hutton.
Die Hochzeitskosten wurden beglichen von einem „Zinn-Baron“ aus Mexiko.
Siehe Medien und auch Kölner Stadtanzeiger vom 15.11.2011, Seite 26.
Viele gemeinsame Auslandsreisen folgten mit Gottfried von Cramm und JCB.
Bis Kairo. So lernte ich zig Jahre später auch etwas anders Ägypten kennen.
Über die Familie des Königs, in Alexandria zum Bespiel, dank Telefon-Nummer, die ich von JCB vorher erhielt. // Es folgten für von Cramm & JCB Einladungen,
1950-1952, zu dem damaligen König Faruq. (Kairo 1920-1965 Rom).
König Faruq wurde von seinem Thron verjagt durch Revolluzer Nasser,
Mitte 1952.
Von Cramm lernte ich über JCB kennen.
 Zunächst in seiner kleinen Stadtwohnung in Hamburg kennen.
Es wartete dort auch ein Freund, Mainhard Graf Nayhaus.
(mit 94 Jahren am 29.01.2021 gestorben). Zig Essays und Bücher schrieb Nayhaus im Laufe seines Lebens. Er war der große Beobachter der Bonner-Politk-Szene. Unmengen von Beitragen gab es in diversen Printmedien.
Nach einem Aperitif fuhren wir Vier in dem damals neuen, angesagten,
englisch-grünen Mini-Cooper von Graf Nayhaus, in ein Bistro.
Viel Freude bei uns allen, wegen dieses sehr kleinen, verrückten modernen Auto, dem „Vater aller Kleinwagen“.

Von Cramm besass, wie seine fünf (oder 6?) Brüder, ein Schloß:
Wasser-Schloß Bodenburg, Hildesheim. 
Dort lebte auch seine elegante, betagte Mutter, eine Gräfin. Sie brachte diese Schlösser mit in die Ehe, als sie den „nur“ Baron von Cramm heiratete.
Jeder ihrer sechs (?) Söhne bekam ein Schloß! Einmal traf ich sie dort.
Diese elegante, intelligente Ausstrahlung! Sie beherrschte den Empfangssaal. Dort hing ein überlebensgroßes „von Cramm-Ölbild.
Gottfried von Cramm war ein ungemein höfliche Persönlichkeit. Immer lächelnd. Hochgebildet. Mit englischem Humor. Hilfsbereit. Weltweit akzeptiert, bewundert. Ein Vorbild immer noch.
Damit ich besser aus dem Bett komme, schenkte er mir einen Wecker. Offensichtlich hatte JCB ihm meine damalige Schwäche genannt. Gut so! 
Mehrmals war von Cramm damals Gast im elterlichen Herrenhaus von JCB,
in Greven. Oder beim jährlichen Tennisball im Hotel Nettmann, so Jutta,
die Schwester von JCB. Von Jutta habe ich auch heute, am 05.11.2020,
die Beschreibung, das Gottfried ein „Gentleman“ war.
Noch heute erscheinen große Beiträge in den Medien.
Etwa bei dtv-Online am 02.05.2020:
https://www.n-tv.de/sport/Der-Tennis-Star-der-zum-Nazi-Gegner-wurde-article21819739.html?1.

JCB schlägt seinen Meister&Freund v. Cramm. Feuchte Augen bei beiden.
JCB, links, damals mit 20 und jetzt mit 88. Ehrenmitgliederliste Internationaler Tennisclub Deutschland: Herren Adrian, Peter. Becker, Boris. Behrend, Tomas. Biederlack, Johann Christoph…..Bungert, Wilhelm…usw
Frauen: …Graf, Stefanie….Huber, Anke…usw.
JCB ist der älteste lebende Davis-Cup-Spieler Deutschlands 2020.

Cramm, Siegfried vonBruder von Gottfried
Ehemaliger Offizier. Gern gesehener Gast von Bundespräsidenten abwärts. // Dieser Schlossherr (Name des Schloßes fehlt mir gerade, bei Hildesheim. )
wollte mich adoptieren.
Mehrmals besuchte ich ihn. Nie gab es eine falsche Nähe, Belästigung etc..
Er brachte mich immer in mein Gastzimmer, bot eine Felldecke an, um sie über meine Füße zu legen. Wichtig waren für uns Gespräche. // Und – leckere Karpfen aus seinem Teich. Seine immer beschürzte Frau Böhnisch, langjährige Haushälterin und Köchin, tauchte immer im richtigen Moment aus der Küche auf. Siegfried von Cramm hatte ein Klingelknopf unter der runden Ess-Tischplatte, wie er mal lachend erklärte, aufgrund meiner fragenden Blicke. // JCB sagte nur: Adoption? Das kannst Du machen. Dann bist du aber nicht Siegfried Blau geworden, wie ich es Dir empfohlen hatte, und Du es doch auch akzeptiert, besser, verstanden hattest, als Du 20 Jahre alt warst! Was die „Strasse“ denkt, könnte dir egal sein. Ob die „sogenannte Gesellschaft“ dich wirklich akzeptiert!? // JCB, wieder lagst Du richtig. Danke auch dazu. 

Cramm, Burkhard Freiherr von. (1936-2016). Bodenburg/Ibiza.
Neffe von Gottfried. Mit seiner charmanten Ehefrau Elisabeth, geborene Möller. Ihre Schwester ist die berühmte Star-Friseurin Marlies Möller.
Treffs gab es auf Ibiza, wo beide auch eine Terrassenwohnung in unserem Bario (Viertel) haben: In Can Furnet/Jesus. // Leider ist Burkhard eine Woche nachdem wir ihn und seine Elisabeth bekocht hatten, verstorben.
Seinerzeit waren auch unsere Gäste, Andreas Brautlecht & Meinrad Günther.
Als ich höflich Arm in Arm, mühselig die Treppen mit ihm hoch ging,
zum Wagen, blieb er immer stehen, heftig nach Luft schnappend und sagend:
„Siegfried lasse mich hier liegen. Es reicht, ich kann nicht mehr“.
Hart, sehr hart das alles. Dieser immer fröhliche, kluge Mensch, vermochte gut über seinen Tod reden. Jahre redete er aber auch, englisch witzig stöhnend,
über die horrenden Kosten eines neues Daches für sein Schloß. Aber immer war er humorvoll dabei. Seine zehn Jahre als Geschäftsführer des renommierten, feinen Überseeclub in Hamburg, sind natürlich auch nicht vergessen! 
03.04.2021. Pandemiezeiten. Wir erhalten von Elisabeth Freifrau von Cramm eine SMS: Ich wünsche Euch „Frohe Ostern“ und bleibt zuversichtlich. Herzlichst Eure Elisabeth.

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Delden, Edzard van. Kunsthändler aus Münster und Osnabrück.
Langjähriger Freund von JCB. Neffe des damals größten europäischen Textilunternehmers Van Delden. Einer aus der Familie, war ein CDU-Bundestagsabgeordneter. 
Edzard: Mein erster großer Kunde!
Während der Neueröffnung 1978, erwarb Edzard sechs Silber-Platzteller, Augsburg von 1777! Preis 20.000DM. Heute „unbezahlbar“. Damals war ich erstaunt, erschrocken. Besser, hocherfreut. Das Finanzgesetz seinerzeit:
Die ersten drei Jahre nur halbe MWST, bei einem Umsatz von nicht mehr als 60.000DM/Jahr. Am ersten Abend flog ich raus dem System für Startunternehmer! So etwas macht stark, gibt unternehmerischen Schwung! Beifall bekam ich besonders von unsere Freundin,. Pepi Gräfin von Westerholt. Fachfrau für Antiquitäten bei van Delden. Danach bei Kunsthandel Nolte, Münster. // Wie ich später erfuhr, Edzard fragte hinter meinem Rücken JCB:
Wieso ich den Mut habe als Kunsthändler selbständig zu sein? JCB sagte:
Ach, der Siegfried hat als Kind schon immer sich jede Woche auf die TV-Zeitung „Hör Zu“ gefreut. Dort gab es auf den hinteren Seiten, immer ein Bilderrätsel: Richtig oder Falsch? Das mochte er. Sein scharfes Hingucken wurde schon im Vorschulalter damit trainiert. Blau hat sich an meiner Seite, seit seinem 17.Lebensjahr, immer neugierig gezeigt. Viele Fachbücher und Kunstkataloge gelesen, mein Abo des Magazin „Weltkunst“ jahrelang aufgesaugt, Ausstellungskataloge gelesen. Alle meine Besuche auf den Kunstmessen hat er mitgemacht. Er hat Glück mit seiner schnellen Auffassungsgabe. Er fühle sich fit dazu. Mit seinem angelesenen „Dreiviertelwissen“, und mit seiner Unerschrockenheit, macht er volles unternehmerisches Programm!

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DOCTORES!
Text vom 28.Januar 2021, zum Geburtstag von Detlev. (59)
Nanu? In Großbuchstaben? Nur Titel? Ja, ja, nicht ohne Scheu erzähle ich,
das es meine kleine Kreativität war, Dr. Jürgen Laudert und Dr. Detlev Gudemann,
die „Doctores“ zu nennen. Damals. Und sie blieben dabei. Selbst deren Emailadresse zeigt „Doctores“. Unsere Freunde, jeder nennt sie so.
Ein angebrachter Fachbegriff ist es auch:
Sie wurden relativ schnell unsere Hausärzte, als sie in Worringen eine Praxis übernahmen.
Von einem anderen Freund, Dr. Rainer Muno.
Zu welchem Doctore ging man? Nun, schon gerne zu beiden. So unterschiedliche Charaktere sie auch sein mögen. Wollte man sich eher auch „fachlich ausheulen“, dann wünschten wir Detlev. Sollte zusätzlich was durchorganisiert werden, war Doctore Jürgen wohl dran. Na ja. Beide sind gut und wichtig für uns gewesen.
Schnell wuchsen deren Umsätze, schlichter, deren Patientenzahl. Woher ich das weis? Die Einladungen , die Opernreisen, die Ausgaben stiegen sichtlich. Gut so. Wer erfolgreich ist, sollte einzahlen in unseren Wirtschaftskreislauf. Das hilft der Gemeinschaft.
Wir lernten uns bei JCB kennen,
in seiner damaligen Zweitwohnung auf der Suppelratherstraße. Wohl um 1990. Da waren sie, glaube ich, noch Assistenzärzte mit modischem Parker. Das war nicht einfach für – Doctore Detlev. Zunächst. Quirlte ich doch verbal und physisch durch alle Anwesenden. Das kannte er zwar schon von seinem Freund, Doctore Jürgen. Das sollte aber bitte ihm reichen! Hihi. Mein zeigen von Lebensfreude und Neugierde, nee, das war wohl zunächst nix für Detlev.
Vater Doctore Detlev.
Es wunderte mich nicht, das ich zunächst unbequem bei Detlev rüberkam.
Sein Vater war ein strenger, disziplinierter Chefarzt. Zitat Detlev.
Sein Elternhaus war gut strukturiert. Und nun bedrängte der Blau, der offene, umarmende Rheinländer? Dabei war gerade ich es, der mit Detlev immer Gespräche suchte. Detlevs Wissen war spürbar. Seine Einschätzungen waren immer klug. Mit der Zeit entspannte sich unser Verhältnis. Es war halt eine Kennenlernphase.
Die „Buschtrommeln“ erzählten mir, das in den Chroniken der Familie über Detlev nur mit ein/zwei Sätzen berichtet wird. Na ja, dann sind ja hier meine „Geburtstagsaufzeichungen“, mit freundschaftliche Wärme erzählt,
eine Hymne, oder?
Vater Doctore Jürgen.
Ganz anders der Vater von Doctore Jürgen. Ein Bär, Typ Kapitän, mit starkem, graumelierten Bart. Jahrzehntelang war er erfolgreicher Unternehmer in Vreden. Eine Litho-Groß-Firma. Werde nicht vergessen, bei einer Führung, wie er etwa von dem Großkunden „Neckermann-Kataloge sprach“. Da glänzten seine Augen. Auch bei ihm war der Erfolg sichtbar. Nein, nein, man zeigte nicht, das Ausgaben gemacht werden können. Es wurde aber darauf hingewiesen, das etwa deren Bungalow wuchs und wuchs um einen Walnussbaum herum. Darum bekamen Gäste auch schon mal einen Säckchen Walnüsse von der wunderbaren Ehefrau Ruth. Auffallend waren immer die großartigen und besonders großzügigen Einladungen von Vater Laudert. Sehr guter Rotwein floß für die Gäste. Sohnemann Jürgen hat diese Eigenschaften übernommen. Das ist nicht zu übersehen. Seine Lustigkeiten nehmen quadratisch zu.
Schließlich lief alles rund bei JCB und bei mir mit einem guten, vertrauensvollem Kontakt. Sicherlich nicht unangenehm, das besonders ich, wie üblich, unser „Netzwerk“ auch an die Doctores heranführte.
1992, Mai. Hamburg, Oper Rheingold. Premierenbesuch zu Viert.
Unvergessen! Regie, mein Freund Günter Krämer, Generalintendant der Köln Bühnen. Da auch Garderobe Nähe oder Abstand bringen können, empfahl ich beiden, bloß kein Smoking oder einen Spenzer anzuziehen bei Krämer, sondern schwarze Jeans und Lederjacken oder so ähnlich. Und siehe da, alles lief störungsfrei, wie auch die Drinks anschließend. Alle verstanden sich.
In unser aller Erinnerungen: Krämer ließ die Tenorrolle von Heinz Kruse, singen. Erstmals in einer Wagner-Oper. Begonnen hatte er als Operettensänger. Riesenablaus! Heinz Kruse war so rasend gut als „Loge“, so überzeugend, das er von seinen Kollegen von der Bühne getragen wurde.
Gesamte Presse: Regisseur Günter Krämer konnte überzeugen.
Als Galerist spreche ich gerne über die Doctores.
Entwickelten sie sich doch zu meinen guten Kunden. Sie erwarben, sie erwarben, zig Bilder. Sie vertrauten mir. Jahrzehnte später, wo sie längst etabliert waren, privatisierten, ließen sie Freundlichkeiten fallen: Wie toll sich nicht wenige Künstler preislich entwickelt haben! Ha, das gefällt mir natürlich. Hinweis:
Immer entschieden die Doctores, ob ihnen diese oder jene Kunst gefällt.
Nie kam die Frage, wie deren Wert wohl mal sein würde. Auch das spricht für die Herren! Diese Art Vorgehensweise von Kunden mag ich nicht. Einige Male
schmiß ich diese Typen raus aus meiner Düsseldorfer Galerie. Und wo hängen diese Kunstwerke? In deren tolles Reihenhaus, mit klassizistischer Fassade,
in der Kölner Südstadt. Sie hatten zugegriffen: Die Ehefrau von dem beliebten BAB-Musiker Wolfgang Niedecken, wollte nach seinen erfolgreichen Jahrzehnten, zwischen schwarzen, goßen Limousinen wohnen. Im „Altes-Geld-Viertel“ Köln Marienburg! Ohne Kiosk und Bäcker, aber mit Gärtner…
Nachdem Tod der Eltern von beiden, ich glaube sogar, innerhalb eines Jahres, übernahm Jürgens Bruder Rainer als Inhaber & Geschäftsführer, wie auch der jüngste Bruder Andreas, einstieg in die Litho-Firma.
Nach dem Verkauf ihrer gut gehenden Praxis in Worringen, radikalisierten die Doctores ihr Privatleben. Sie waren auf einmal nicht mehr greifbar: Unzählige Weltreisen folgten. Unzählige! Es fällt mir ein, Ziel Amazonas, Kaukasus, Irak, Nordpol, Südpol. Ach, ich weiss es gerade nicht, wohin noch. Zu viele Reiseziele schwirren in meinem Kopf. Auf jeden Fallangebracht: Beifall!
Andere Reisen machten wir vorher gemeinsam. Etwa fünf mal waren wir in Thailand. Von dort folgten Kulturreisen nach Vietnam, Laos, Kambodscha, Myanmar, damals noch ein Land ohne Plastiktüten. Erst als Präsident Obama hinfuhr, überrollten die Weltkonzerne das tolle Land mit ihrem Zeug.
Anmerkung: Ende Januar 2021 übernahm nach 10 Jahren Demokratie, wieder das Militär die Macht. Die Friedensnobelpreisträgerin, politischer Boss bisher, mit rauschenden Zahlen letztes Jahr wiedergewählt, wurde verhaftet wie andere Spitzenpolitiker auch, wegen Wahlbetrug, sagt der massgebliche General. Schaun mer mal, wie es sich entwickelt…
Viele Kurzausflüge in die Nachbarländer waren Jahre vorher auch unser gemeinsames Ding. Nach Belgien oder Frankreich zu den Antikmärkten. Immer, wirklich immer, beendet mit einem leckeren Bistro-Lunch.
Oder die Doctores waren unterwegs zu Opernhäuser in Westeuropa. Unmengen an Musikreisen wurden von den eingetütet. Jahrzehntelang. Zu Weihnachten gab es dann die entsprechenden Musikausschnitte für alle Freunde auf CD. Bis 2020, Coronazeit.
Fleißig wurde über diese Musiktouren und ihren Kulturreisen erzählt – per Email. Täglich. Diese Reisenotizen waren ziemlich genau.
So lasen wir über Mitreisende, amüsant gezeichnet. Es wurde berichtet, aus der Sicht des mitreisenden Hundes, von den französischen Hausboottouren, oder den schottischen Whisky-Reisen. Wir lasen auch von Kaviar auf Luxusschiffen, hörten von Champus mal eben so, während wir unser Kölsch zu Hause schlürften. Klasse. Was sagte JCB dazu? Nichts.
Oft waren die Doctores unterwegs mit Reise-Begleitung. Intellektuelle, TV bekannte, durchgebildete Buch-Wissende, Freunde, oder Ehepaare. Ob alle Freunde diese tollen News verkrafteten? Verstanden? Ich jedenfalls nicht immer, kann ich doch kein Latein. Stolperte über so manchen medizinischen Fachbegriff.
In der FAZ werden die deutschen Bergriffe für deren Lesergemeinde in Klammern angeboten. Egal. Die Doctores machen es richtig. Außerdem kenne ich das Gefühl der Neider selbst gut genug zeitlebens. In Amerika wird vieles beklatscht, bewundert, wenn Erfolge Lebensqualitäten bringen. In Deutschland, nun ja,
da werden zu oft unangenehme Reaktionen gezeigt. Hinter oder vor dem Rücken. Neid und Missgunst ist vielen Deutschen nicht fremd. Auch das kenne ich zur Genüge! Nochmals – egal.
Mit zunehmender Reife bei den Beiden, änderte sich der Doctore Detlev.
Der früher eher zurückhaltende, sympathische Detlev, zeigt sich nun auch
als gut vernehmbarer, charmanter, witzig-kluger, lächelnder Gesprächspartner.
Doctore Jürgen hört wohlwollend zu. Ohne wie Jahre vorher, einzugrätschen, ohne engagierte, korrigierende Zwischenrufe. Detlev, klasse!
Was sich nie änderte, deren „Verschlingen“ von Büchern.
Die Doctores haben das, was alle klugen Menschen auszeichnet:
positive Neugierde.
Ein gutes Zeichen unserer jahrzehntelangen Freundschaft, zu JCB und mir:
Jederzeit können wir anrufen, falls Hilfe oder Beratung gebraucht wird.
Diese Verlässlichkeiten, die sind ja auch das Lebensprinzip von JCB und mir.
Besonders auffallend, wenn beide Persönlichkeiten heute dankend über JCB reden. JCB,s unaufgesetzter Einfluß, besonders in den Anfangsjahren von Köln, war nicht unerheblich bei beiden, sagen sie.

Alles Gute Männer weiterhin!

Doctores Ende

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Douglas, Michael, Filmschauspieler. Berlin. September 2009.
Filmpremiere „Liberace“.
Was für ein Abend! Was für ein TV&Print Aufgebot! Was für ein sympathischer, höflicher Typ! // Also, die Nichte von JCB, Christiane, ist Managerin bei einer Berliner Filmfirma. Zuständige Leiterin für die Betreuung von Weltstars.
Hier – der angereiste Michael Douglas. Wir waren von ihr ausgestattet mit VIP-Bändchen, claro. Zur Premiere. Leider war der Gegenspieler, der ebenso klasse Star Matt Damon verhindert. //
Nun standen wir vor dem Kino-Saaleingang, in erster Reihe und warteten auf Douglas. Langsam schob er sich an den Medien vorbei, an Gästen, zum Saaleingang hin. JCB,s Neffe Christian, der größer ist als JCB&ich, filmte mit seinem Smartphone das Geschehen hinter uns. Plötzlich stand er fast vor mir. Ich rief „Hey Michael. Ich lebe auf Mallorca!“ Sofort reagierte er, faste meine Schulter an und sagte: „Tatsächlich! Und wie ist die Lage mit den fürchterlichen Bränden auf Mallorca?“ Ach, sagte ich, viele Medien übertreiben. Es ist bestimmt nicht gut, das es solche Brände gibt. Doch seine Finca liegt ja nicht in der Nähe der Brände. Usw. usw.“. Er war beruhigt, strahlte mich an, gab mir noch einen Klaps auf die Schulter und er ging lächelnd weiter. Immerhin warteten im Kinosaal über Zweitausend auf die Premiere. Überraschend für mich: er ist ja sooo klein!
Was solls. Er ist eine „Größe“.
Nicht groß, aber auf keinen Fall nicht übersehbar, bewegte sich an diesem Premierenabend, vor den ausgesuchten Gästen, Wolfgang Joop.
Da JCB und ich aufgrund des Geplaudere mit Douglas, als letzte in den Saal kamen, half uns eine Servicefrau unsere Plätze in Reihe 12 zu finden. Sie stockte. Auf unseren zwei Plätzen, fast in der Mitte, saß der erfolgreiche Herr Joop mit irgendeine blonde männliche Lilie. Die Servicefrau machte deutlich, das er falsch sitzt. Immer Kopf, es waren über ca. 3000 wartende Gäste, die zusahen, was sich da abspielte. Und jeder kennt natürlich Joop! JCB war das unangenehm. Schließlich mußten wir die Blicke der anderen ja auch aushalten. Dann bequemte sich Joop lächelnd mit seiner „blonden Lilie“, die Reihe zu verlassen. In Pose, mit seiner speziellen Körpersprache. Alles gut. Natürlich war er höflich. Keine Frage. Er entschuldigte sich. Wie gesagt, der gesamte Saal guckten zu. Er zeigte sein Ticket der Servicefrau. Joop saß drei Reihen hinter uns. Mit gesenktem Kopf rutschten wir in unsere Reihe. Mit erhobenen Kopf tat es Joop & und sein schüchterner Begleiter auch. Als wir saßen, drehte ich mich zu ihm um und lächelte, dankte nochmals. Und fragte per Handzeichen , ob ich ein Foto von ihm machen dürfte. Aber ja, strahlte er nickend. Schwupp, gekonntes Lächeln. Und JCB, er rutschte immer tiefer in seinen Sessel. Dieses Foto habe ich, na klar,
nicht gelöscht.
Zurück zu Michael Douglas.
2009 brannte es ja fürchterlich in Gegenden von Mallorca. Wirklich nicht lustig.
Alle wissen, er hat dort seit zig Jahren seine Riesenfinca „s´Estaca“ bei Valldemossa. Oft besuchte er und seine Ehefrau Catherine Zeta-Jones Mallorca. Außerdem sponserte Douglas das Kulturzentrum „Costa Nord“ in Valldemossa. Klasse gemacht. Ein Besuch lohnt sich. Es ist raffiniert aufgebaut, mit Videofilmen über die Geschichte von Mallorca. Und wenn etwa ein Boot im Film zu sehen war, auf dem Meer, als es anfänglich noch keine Wege auf der Bauerninsel gab, dann bewegte sich, schwankte leicht der Zuschauerraum-Boden! Toll!

https://www.youtube.com/watch?v=7YfCHeO6oKc

Dies hier ist das Filmchen Douglas&Blau!

PS 07.05.2020. Neuester Stand zur Michael-Douglas-Finca: Nun will er sie doch nicht verkaufen. Es ging ja hin und her. Auch wegen der Ehekrise gab es Unschlüssigkeiten. 60Millionen Euro sollten bei Verkauf erzielt werden.
Und danach weniger. Zitat Mallorca Zeitung.

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Droste, Dr. Manfred, Mitherausgeber der Rheinischen Post,  70 Jahr-Feier. 
Manfred hatte mit seiner Frau Gisela eingeladen ca. 1.000 Gäste, in sein Düsseldorf Landhaus, in Stockum. Gemeinsam fuhren Helmut Hentrich, Ehrenbürger, auch Kunde von mir, und ich mit meinem Wagen dort hin. //
Es war klasse, wie die Drostes auch an die Kinder dachten: Im weitläufigen Park, Rheinnähe, waren Bewirtungsstände mit sehr vielen Pommes aufgebaut!
Von wegen nur für Kinder! Auch für uns Erwachsene….
Presse Siehe Düss. Anzeiger vom 04.06.1997. 
Die Eheleute Droste waren auch Gast bei meinem 50.Geburtstag,
im Museum „Volk&Wirtschaft“, (heute Kunstpalast) Gründonnerstag 27.03.1997. Siehe Rubrik Über mich – Privat, Gästenamen in den Medien.

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Ekim, Can-Pieer & Ehefrau Johanna. Was für ein Paar!
Damit meine ich nicht nur ihr sehr gutes Aussehen. Das reicht bekanntlich nicht. Dafür können sie auch eher nix. Doch deren Charaktereigenschaften, also, das ist schon beeindruckend. Warum sollte ich sonst diese Namen soooo nennen. Ihnen ein „Denkmal setzen“, wo doch 2020 viele Denkmäler in Frage gestellt werden. // Angefangen hat mein Kontakt zu Can, als er sehr jung war. 1982, da war er 22 jahre alt.
Über seinen Cousin Jürgen lernte ich ihn zufällig kennen. Jürgen war ein Geschäftsfreund von mir. Ein Verkäufer von antikem Dingen. Er nahm mich mit auf eine Neusser Fete.
Obwohl ich wesentlich älter war, als alle anderen Gäste dort, funktionierten die Gespräche. Und das gemeinsame Schmausen von Leckereien. Neben Can und seinem jüngeren Bruder Cem, fand ich Platz. Beide lächelten höflich und nicht aufgesetzt. Na klar, wie das mit Menschen sein kann, deren Vorfahren aus der Türkei kamen. Hier der Vater, ein gut aussehender Ingenieur. Später hörte ich,
ein „hungriger“ Frauenheld. Can & Cem´s Mutter war eine Deutsche.
Beide in Neuss geborene Brüder sprachen noch bis zum Kindergarten, auch Türkisch. Dann ging es los, mit den Diskriminierungen, den Hänseleien von anderen Kindern und deren Eltern. Sie verdrängten ihr Türkisch. bekamen aber nur fast Komplexe. Sie wurden stark im Kopf. Lernten sich zu wehren. Lernten viel. Um es den anderen und sich zu zeigen, wir sind gut, wenn nicht sogar besser als andere. Ergebnis: mit 20 Jahren war Cem, ein Metzgergeselle, Leiter einer IN-Metzgerei in Düsseldorf auf der Oststrasse. Dann folgte die Meisterprüfung hinterher. // Sein Bruder Can wählte den Beruf eines Metallbauers. Auch er wurde Meister. Gemeinsam gründeten sie eine Firma für Metallbau und Sonnenschutz. Die beruflichen Wege trennten sich nach zig Jahren. Der gute Kontakt blieb. Bis heute.

Ekim beruflicher Neustart: 2020
Can startet als Selbständiger eine neue Firma. Sparte: Pulverbeschichtungen. Den Aufbau der Firmen-Segmente sah ich mir mit JCB im Juni an. Respekt! Und wir staunten. Die Werkshalle hat enorme Ausmasse in 41063 Mönchen-Gladbach, Siemensstr. 46.

Ekim. Zurück zu den Anfängen.
Warum kam es zu einer angenehmen Nähe? Tja, keiner wollte mich von meinen Freunden, 1982 begleiten zum Fessel-Ballon-Fahren. Ein Kunde von mir, der Pilot, lud mich ein, mit Begleitung. Zum Schluß viel mir nur noch die neue Bekanntschaft, der junge, nette Bursche von der Fete ein. Can! Er sagte sofort ja. Das machte mich auf ihn neugieriger. Das schweißte uns zusammen.
Siehe unter Reisen: Fesselballon.
Er ist ein Typ, der auch immer Fallschirmspringen machen wollte. Das war wohl nie der Fall, glaube ich. Doch dafür purzelten seine anderen Begabungen auf uns: Eishockey-Spieler, Hobby-Koch, mit sogar einem dritten Platz beim „Feinschmecker-Wettbewerb“ von NRW. Weinkenner.

Ekim, Erfinder vom Heiligabend-Junggesellen-Essen.
Freunde, die nicht gebunden waren, trafen sich jahrelang in meiner Wohnung.
Idee von Can: Jeder bekam Wochen vorher einen Menue-Gang zugewiesen. Den mußte man mitbringen. Als Gastgeber kreierte ich immer das Hauptgericht, besorgte die Weine & Wasser. Keiner durfte ein Geschenk dabei haben, das teurer als 10DM war. Nach jedem Gang wurde der jeweilige Koch beschenkt. Was haben wir uns gefreut, viel gelacht. In Erinnerung die Geschenkidee von Can: Jede bekam ein vom ihm signierten 10DM-Schein, gerahmt. Viel Fantasie war gefordert für diese kleine Summe was Originelles zu finden! Meisterliche Kochkunst haben wir gerne genoßen. Jetzt fällt mir etwa ein, das Can Bruder Cem, damals noch Metzger, wochenlang einen Hasen auskochte, in seiner Metzgerei, bis eine geklärte Suppe übrig blieb. Hinreißend, der Geschmack. Wie bei den anderen Kreationen auch. Und aufwendig das Ganze. Immer. Diese Treffen, diese Koch-Orgien werden wir nie vergessen. Auflage, ohne Weihnachtsmusik.
Einmal nahmen wir unser aller „Prinzen“ JCB dazu. Er war gerührt. Er war so angetan von der Allem, das er uns alle nach Ibiza einlud in seine großzügige Terrassenwohnung. Inklusive Flieger etc.

Ekim, Can war und ist auch das:
Ein „Verschlinger“ von Dokus, ob in Buch- oder TV-Formaten. Ein Inneneinrichter mit sagenhaften Aufträgen in West-Europa. Alles schien ihm zuzufliegen, diesem Naturtalent, diesem Ästheten!
Und – er war ein Top-Tänzer, mit dem er zig Frauen eroberte.
Einige Male nahm er mich, den „Alten“, den Bewunderer, in die Discos. Damals etwa war die Bhagwan-Disco in Düsseldorf einer der Top-Adressen. Sofort zog ich ein Jackett an, damit ich wenigstens wie der Geschäftsführer der Läden aussah! So lief das bis er Andrea kennenlernte, mit der er einen Sohn hat.
Sohn Moritz ist auch blendend aussehend, klug und gut erzogen. Ebenfalls ist er Meister geworden, dank energischem Einsatz seines Vater Can, bei dem er ab dem 12. Lebensjahr, wohnte. Die Beziehung mit Andrea ging daneben. Und Platz fand an seiner Seite, als Ehefrau, „unsere“ Johanna. So sagen wir heute. Denn ihr ebenso gutes Aussehen, ihren Charme, ihren Fleiß, ihre „grüne“ Hand für deren großes rechteckiges Landgrundstück, mit vielen Gemüse- und Blumensorten, das macht uns Freunden, viel Vergnügen. Sie hat auch Muskel-Kraft. Nun ja, als ausgebildete Steinmetzin! Beide verwöhnen sie uns mit wunderbarem Essen relativ oft Sonntagmittags. Und wir, JCB und ich, geben auch unser Bestes. Jeder auf seine Art halt. Sicherlich war Can damals nicht ein „Ersatzkind“ für mich. Doch darf ich schon sagen, das ich ihn als älterer bei seinem Aufstieg, nicht wenig begleitet habe. Anders, ich habe aufs richtige Pferd gesetzt. Haha.
Nun erhalte ich Aufmerksamkeiten, Tips, Hilfe von ihm.

Ekim, Can-Pieer & sein Kumpel Guido Schlief, Neuss.
Einer der engsten Freunde von Can in Neuss, war u.a. Guido Schlief.
Besonders, als beide gerade über zwanzig Jahre alt waren. Und ich Can kennenlernte. Guido war oft dabei, wenn es in die Neusser Bars und Kneipen ging, usw. Auffällig, Guidos Klugheit, sein trockener Humor, sein herzliches Lachen. Nie kam er dumm rüber. Außerdem war er höflich. Und immer an seiner Seite, seine Jugendfreundin Annette. Bildschön! Auch sie kam aus Neuss. Sie heirateten und haben zwei süße Töchter heute, 2020. Also, der angenehme Guido passte immer sehr auf, wenn kluge Sätzen fielen, oder Dummes. Oder wenn Differentes zu hören war. Positive Neugierde! Daher gab es schnell einen guten Kontakt auch zu mir. Einige Male fuhr er mich nach Hause, nach Düsseldorf, bis vor die Haustüre.
Er sprang aus dem Wagen machte meine Autotüre auf, sagte Tschüß – und schwupp, weg war er.
Toller Bursche! Besonders, wenn man dies nun liest:
Guido verzichtete als Nachfolger in die elterliche, große Rosenzüchterei zu gehen. Nee, das nicht, sagte er. Er studierte Informatik. Der Stand heute: Head of Digital Business Services, Region Middle & Eastern Europe, SAP Deutschland!

Mit Guido und seine Familie verbindet mich eine langjährige Freundschaft.
Gespräche mit ihm, faszinierend. Oft witzig-klug. Wir lachen viel über uns.
Und über andere – augenzwinkernd.

Ekim-Rubrik Ende.

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Erwin, Joachim,  CDU. (1949-2008). Bürgermeister von 1998-1999. Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf 1999-2008. //
Einer der wenigen, der es schaffte, eine große Stadt in Deutschland zu entschulden. // Dabei hatte seine eigene CDU-Partei ihm ziemlich viele Stöcke zwischen die Karrierebeine gehalten. Einige waren Eifersüchtig, da seine Frau aus einer vermögenden Bauunternehmerfamilie stammt, die Gelder ihm gaben für Öffentlichkeitsarbeiten. Gelder, Hilfe von der eigenen CDU-Partei bekam er nicht, so wie man es erwarten könnte. Und doch wurde er die Nr. 1. Respekt! Joachim Erwin war gebildet. Konnte aus dem Stehgreif Heinrich-Heine-Gedichte aufsagen. Was ich als stellv. Vorsitzender vom Freundeskreis-Heinrich-Heine, nicht kann! Und, und, und. // Ausserdem war er, wie gesagt, einer der wenigen, die eine Großstadt in Deutschland, entschuldet hatten. // Ihm verdanke ich viele Reden und Gespräche in meiner Galerie. Gut fand ich auch seinen Humor. Leider verstarb er relativ früh an Krebs. 

Fanzhi, Zeng, chinesischer Künstler. Geb. 1964.
Unser langjähriger Freund, Film-Professor Frank Döhmann, organisierte ein Künstlerprojekt in den „Berliner Filmstudios“. Per Kamera wurde die Malerei von Zeng Franzhi dokumentiert. Von der leeren Leinwand bis zur Beendigung seines Werkes. // In Berlin waren JCB und ich eingeladen zur Enthüllung des fertigen, riesenformatigen Bildes. 
Am 19.11.2014 war es soweit. Vor handverlesenen Gästen, erlebten wir das Werk, die Snacks und Champus. Jeweils nur 5 Personen durften, ohne Fotos zu machen, einen abgetrennten Raum betreten, um das Werk zu sehen…//
Wir staunten auch darüber: Wir googelten, wer ist Fanzhi? Und wie sind seine Verkaufs-Preise? Letztens erzielte diese Bildgröße in Hongkong 20 Millionen Dollar! Stille bei uns. // 
Berliner Freunde durften wir mitbringen, zu dem spektakulären Abend:
Prof. Dr. Thomas Speich und sein Erwin Härtl. Dabei auch Frank Döhmanns klasse, aufgeweckte, hochkluge tolle Ehefrau, die TV-Regisseurin Britta Keils. 

Von links Prof. Döhmann, Künstler Fanzhi, die Managerin, verantwortliche Mitarbeiter des Filmstudio im blauen Anzug und die „Brille&Kappe“, JCB vorne rechts

Fassbinder, Rainer Werner. Filmregisseur, München. 1945-1982.
Fassbinder selbst suchte und pflegte jahrelang unsere Nähe. Warum?
Nun, er war eben nicht nur ein Arbeitstier und Chaot. Hart, ruppig zu vielen Menschen. Aber nicht zu uns. // Er schleppte uns sowohl in München, als auch etwa in New York zu allen möglichen oder unmöglichen Bar-Adressen. Oft liefen wir daraus weg. Wir waren überfordert von den „Spielen“ einiger Männer dort. //

Fassbinder & Kokain.
Er war auch ein melancholischer, trauriger Typ, der unsere Bürgerlichkeit,
deren Wärme mochte. Wir waren eben nicht devote Fans!
Das Hotel Deutsche Eiche in München, Reichenbachstrasse, war und ist immer noch, seit Jahrzehnten unser Hotel. Und da Fassbinder gegenüber wohnte, war es auch seine Adresse, Stamm-Restaurant. Sein Wohnzimmer.
Und auch Drehort manchmal.
Gute Gespräche gab es etwa mit Mario Adorf. Nicht mit Brigitte Mira. Sie fragte, welche Rolle ich spiele in dem Film, ich glaube, sie sagte „Angst Essen Seele auf“. Ich sagte, ich bin kein Schauspieler. Abrupt drehte sie mir den Rücken zu, am Stammtisch, und häkelte weiter irgendwas. Etwas überdreht, die schon damals „reife“ Schauspielerin! Und unbescheiden: Fassbinder holte Brigitte Mira in Berlin aus einem Künstler-Altenheim. Sie war längst vergessen. Na, da erwartet man doch ein bisschen mehr Demut!

Fassbinders Einladung.
Ein Abendessen in Fassbinders Wohnung in der Reichenbachstraße, kann ich nicht vergessen. JCB und ich nahmen an einem riesigen Holztisch platz.
Da er mir schmuddelig schien, ging ich in die Küche und holte ein Haustuch, putze alles brav sauber, bis Fassbinder mich anschrie:
„Bist Du verrückt? Wie kannst Du mein Kokain wegwischen!?“
Oh, was wusste ich denn von so einem Zeug! Doch weitere aufgeregte Worte sagte er nicht. Er griff in seine hässlich-grüne Militärhose, Aussentasche, holte ein Bündel Geld heraus und schickte einem aus seiner Handlanger-Clique neues Kokain holen. Er drehte sich um zu mir und – grinste. // 

Fassbinder Freund Armin Meier. 1943-1978.
Sie lernten sich 1974 in dem Hotel Deutsche Deutsche Eiche kennen.
Armin, ein muskulöser Metzger, blond, attraktiv mit hellblauen Augen, flinker Aushilfs- Kellner in der Deutschen Eiche. Ruppig zu den meisten Gästen. Nicht zu uns! // Später wurde er Fahrer bei Fassbinder. //
Armin beging 1978 Selbstmord.
Eine Woche vorher hat er uns privat in Klutstein/Schildgen, bei Köln besucht.
Er war völlig neben der Spur. Er weinte. Zunächst machten wir ihm ein Bad, damit er sich entspannt. Essen wollte er nicht. Nur reden. Alleine die rasende Autofahrt von München nach Köln ist aufregend, anstrengend. Armin stöhnte über die Filmschauspieler, die ihn nicht ernst nehmen. Plus Fassbinders Provokationen, die ihn auch „aufgeilten“! Armin fühlte sich nicht ernst genommen. Leider erkannten wir nicht, wie tief sein Leiden war. Von Selbstmord sprach Armin leider nicht. Denn dann hätten wir versucht, über befreundete Ärzte, ihm zu helfen. Tja! //
Übrigens liess Fassbinder nicht nur seinen Freund Armin mehrmals „durchs Bild laufen“, in Filmen also kurz auftreten, sondern er wollte dies auch mit mir machen. Wie auch mit einigen anderen, die ihm nahestanden. Also, er ließ anrufen, in meiner Düsseldorfer Galerie. Meine Mutter vertrat mich. Fassbinders Sekretärin:
R.W. Fassbinder möchte, das Siegfried kommende Woche nach München kommt zu Filmaufnahmen. Meine Mutter:
Ich kenne sie nicht und – legte auf! Das wars mit Film. 

Fassbinder & Ehefrau Ingrid Carven – die Sängerin! Geboren 1938.
Fassbinder nahm uns mit zu seiner Noch-Ehefrau Ingrid Carven. Schwester von der international erfolgreichen Opernsängerin Trudeliese Schmidt. // Carven wollte Chanson-Sängerin werden. Nun sollten wir die ersten fremden Zuhörer sein, in ihrer Wohnung. Dabei, der Komponist Peer Raaben. (der wurde später ein Großer! Über 90 Filmmusiken). Sie schäumte. Schrie herum, was das soll? Fassbinder, ganz gemein leise und ruhig: Du willst doch auf der Bühne singen. Also bitte. Dann fing sie an. Und – es war nicht schlecht. So zwischen Marlene Dietrich und Edith Piaf klingend. Alles gut. // Jahre später trat sie auf – in einer unglaublichen schönen Robe von Yves Saint Laurent, von ihm geschneidert. Sie hatte Erfolg. Auch als Schauspielerin lief es gut. //

Fassbinder & unser Hotel „Deutsche Eiche“
war damals noch simpel ausgestattet. Ein Künstlerhotel. Oft wohnten Balletttänzer unter dem Dach – kostenlos. Dabei, immer, die wunderbare, legendäre Inhaber-Verwandte und Kellnerin Toni. Ihr Bayrisch war für uns schwer zu verstehen. Aber, ihr verdanke ich, das ich Thomas Bernhard las.
Bitte, das war nicht normal, das eine Kellnerin, so sagte man damals noch, wusste, wer Thomas Bernhard ist! Das war alles so widersprüchlich und erstaunlich. Daher bekam sie auch immer Freikarten für alle Kulturtempel in München – von den Intendanten! // Franz Beckenbauer etwa feierte in der „Eiche“, sehr ausgelassen, mit Fussballkollegen, verkleidet, Fasching. Und zig andere – sogenannte A-Prominente. Auch aus allen sozialen Gruppen. Sprich, auch B und C-Promis. // Zur A-Klasse gehörte natürlich etwa der östereichische Theaterschauspieler Walter Schmidinger. (1933-2013). Einer der ganz großen im deutschsprachigen Theater. Beliebt in München. Kein Laufstegtyp. Groß gewachsen, ungemein humorvoll, kess, mit auffallender, guter Stimme und scharfem Blick. Wenn er uns entdeckte, kam er zu uns, verbeugte sich und bat um einen Platz an unserem Tisch: Dann sage ich auch ein Gedicht auf! Herrlicher Typ, der mich, dem jungen mit den blonden wilden Haaren, gefallen wollte. Und natürlich auch dem damals ebenso jungen und immer sehr beliebten, top aussehenden JCB.
John Cranko, der Jahrhundertchoreograph – so die FAZ 07.12.2020.
Beitrag wegen Neubau „Ballettschule Cranko, Stuttgart.
Auch der Engländer John Cranko tauchte oft in der Deutschen Eiche auf.
Ein Choreograph, ein Großer der Tanz-Branche. (1927-1973). Passabel aussehend, höflich und amüsant. Chef des damals sehr berühmten, weltweit anerkannten „Stuttgarter Ballett“. Chef ab 1961. Dort dabei, die weltberühmten Tänzer Marcia Haydée, Richard Cragun, Birgit Keil. Es gibt immer noch die John-Cranko-Schule. siehe Anfang. Also, er kam, sah mich, bat mich einfach so, zum Tanz. Mitten im Restaurant! Mit seinem Gipsarm. Tja, was in der „Eiche“ aber auch damals alles an Lockerheit los war!
Sein Kollege Maurice Béjart, ebenso weltberühmt, tauchte auch mal dort auf. Nein, nein, nicht um mit uns zu tanzen. Um ein Bierchen mit dem französisch sprechenden JCB zu trinken. Das wars. Doch seine wunderschönen blauen Augen, seinen Charakterkopf, den kann ich nicht vergessen.
Googelst Du diese Leutchen. 

Fassbinder Essen im Hotel Deutsche Eiche.
Nicht so gut lief ein – privates – Weihnachtsessen in unserem Hotel Deutsche Eiche. Nun waren wir eingeladen, von den Inhaber des Hotels, Mutter Ella & Tochter Sonja Reichenbach, und der 20-köpfigen Fassbinderclique, zum Gansessen. // Es dauerte nicht lange, da stritten sich wieder mal, sehr heftig, sehr laut, Ingrid Carven und Fassbinder. Deren gegenseitigen Körperbeschreibungen in deftigster bayrischer Strassensprache gebe ich hier nicht wieder. Aber ich berichte schon, das Knochen der Gans an deren Köpfe flogen. JCB und mir war das zuviel. Wir verschwanden.

Fassbinder & Harry BaerFilmschauspieler, Produzent, Regisseur.
Geboren 1947.
Mitarbeiter von Fassbinder seit 1969. Autor Buch „Deutsche Eiche“. //
Nicht weil er gut aussah, sondern weil er ruhig und konzentriert gut arbeiten konnte, brauchte Fassbinder ihn. Das Restaurant Deutsche Eiche, war ja Fassbinders „Wohnzimmer“ . Daher tauchte oft Harry Baer auf.
Natürlich habe ich ihn nicht übersehen! So manches Gespräch wurde geführt,
so manches Bier wurde gemeinsam getrunken, etwa. 

Ende Fassbinder

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Feltus, Ross, Star-Fotograf,
besonders für Kinderporträts, Düsseldorf. (1939-2003).
Vater von Barbara Becker, Ex von Boris Becker.
Kein einziges Mal habe ich Ross Feltus gefragt, wie es seinem Schwiegersohn Boris Becker geht! Das fand Ross Feltus toll. Denn er fragte mich, warum jeder ihn darüber ausquetschen wollte. Aber nicht sein Kumpel & Geschäftspartner Siegfried Blau! //
Ross Feltus erzählte dann, das er und seine Tochter Barbara und Boris Becker bei Bundeskanzler Kohl zum Essen eingeladen waren:
Kohl sagte: Ja Herr Feltus, wir haben viele Probleme, mit Ausländern
und Farbigen in Deutschland.
Ross Feltus: Herr Bundeskanzler, wir haben keine Probleme, wir haben Aufgaben! Daraufhin wurde Ross Feltus nie mehr eingeladen! 
Mit Ross Feltus gab es eine gute berufliche Zusammenarbeit. Ausstellungen etc. Seine Atelier-Einladungen zu Halloween jedes Jahr, also, die lagen mir nicht. Das hat nix mit ihm zu tun, dem blendend aussehenden, sportlichen, drahtigen Mann, sondern mit mir. Halloween finde ich furchtbar! // Und – wir waren beide mal eingeladen als Juroren für die Auswahl von Cheerleader-Girls. Sprich, hübsche, junge gut gebaute, lächelnde Girls, zu entdecken, damit sie den Beifall der Zuschauer rauskitzeln. Für die Düsseldorfer Rhein Fire, American Football. Meine Güte, was haben Ross Feltus und ich uns köstlich amüsiert, über die Selbstdarstellungen der jungen, wohl auch naiven „Dinger“! Wir beide waren nicht „versaut“ genug, unsere Chancen zu nutzen, für einen längeren Abend….Einige schienen uns doch sehr zu mögen! Unübersehbar war das nicht. //
Die Nähe zu dem sympathischen Sport-Manager der Rhein Fire, Alexander Leibkind – ehemaliger siebenfacher Deutscher Meister im Judo, Mitglied Nationalmannschaft – machte es möglich.
Der gute Leibkind war auch mal vorher der Sportberater von Steffi Graf ,
Ulrike Meyfahrt und Michael Groß.

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Fernsehen, 31. September 1996. Galerist Blau live im Fernsehen.
WDR3-TV-Sendung „Happy Hour“. Vorabendsendung.
Einladung an Siegfried Blau. Deren Pressemitteilung:
Blau ist einer der fünf deutschen Galeristen,
die erstklassige Kunst preiswert anbieten“.
Nanu, das wußte ich garnicht!
Dabei, auch mein Kumpel Alexander Leibkind, (München 1952-2006, N.Y. )
General-Manager von den Muskelmännern „Rheine Fire Footballteam“.
Gegründet 1994. Aufgelöst 2007. Schnitt 22.000 Zuschauer!
World-Bowl-Champion 1998 und 2000.

Traurig, sehr traurig: Alexander Leibkind wurde nur 54 Jahre alt!
München 1952-2006, New York. Siehe Wikipedia.

TV Film Blau im Bernd Weikl Mallorca-Film, suche ich noch.
Wie auch das Filmchen mit Treff Michael Douglas, in Berlin.

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Frauen. Der Anfang:
Elke, auch 6 Jahre alt. Nachbarkind. Wir sitzen in einer Blumenwiese, suchten an uns herum. // Inge, 24Jahre alt. Ich bin 12 Jahre alt. Nachbarin, neben unserem Fachwerkhaus, Adresse Bies, in Wuppertal-Vohwinkel. Plumstoilette, Holzhäuschen, hinter dem Wohngebäude. Die Türe ging auf. Sie saß dort mit geöffnetem Schenkeln: Siggi, steck ihn rein. Ich war entsetzt. Lief weg. Kam aber wieder. Da war aber schon ein strammer, halbnackter behaarter Bursche bei ihr im Einsatz. Neu: ich genoß das Zusehen. Start nicht als Spanner, sondern als Mitmachender und Gucker. Später las ich in wissenschaftlichen Texten, das 40% aller Frauen und 70% aller Männer so unterwegs sind! // Roswitha, 16, groß gewachsen, ausgewachsen. Rechts Klassenkamerad Kumpel Wini Rechenberg, ich links neben ihr sitzend, auf einer schrägen Wiese, Nähe Gruitenerstrasse, in Vohwinkel: Wini und ich sind 14 Jahre alt. Es gab keine Gründe, das wir uns verstecken mußten. Ihre Hände massierten unsere „heilige“ Zone. Wir durften jeder eine Brustwarze streicheln. Noch heute haben Wini und ich Kontakt. Jetzt mit Reifeflecken. Und er mit einer wunderbaren Ehefrau. Angelika ist klasse. Mit viel Humor und viel Partnerschaft für Wini. //

Frauen – Elke Sommer.
Heute wird sie 80 Jahre alt, so die FAZ. am 05.11.2020, mit einem Foto von 1964: Rassig, Schmollmund. Eine deutsche Brigitte Bardot?
Meine Erinnerungen an sie, von 1960:
Ein gerahmtes Foto von ihr. Enge Jeans, stehend, verschränkte Beine, Kopf leicht schräg, mit langen blonden Haaren. Sehr sexy und lasziv. Meine oft benutzte Vorlage für Träume. Auch mal für meinem Kumpel Manfred van der Voort.
Im Schlafzimmer meiner Eltern, mittags, als wir in der Wohnung alleine waren.
Ich habe Manfred mit Worten verführt, bedrängt, das jeder auf das Foto stiert,
um sich zu stimulieren. Bis zu unserem jeweiligen Finale….

Warum Manfred? Nun, er war mein Kumpel, den ich bewunderte: so wollte ich auch mal aussehen! Für mich war dieser Hetero-Bursche wichtig, da ich schmächtig war, mit 13/14 und er ein muskulöser, größerer, sportlicher Typ – mit vielen, langen Schamhaaren um sein ansehnliches Gemächte! Das hatte er gerne in der Klasse gezeigt. Während des Unterrichts! Mädchen und Jungen schauten hin, na klar, und kicherten.
Manfred war mindestens einmal sitzengeblieben, also älter als wir.
So spielte die Elke Sommer für uns beide ein tolle, wilde Minutenrolle.
Herrlich, das Erwachsenwerden, die Neugierde.
Meine Neugierde, die ja bekanntlich so stark blieb bis heute. //
Vierzig Jahre Jahre später. Erstes Klassentreffen.
Sofort umarmten Manfred wir uns. Er mit den Worten:
Du warst mein erstes Sexerlebnis! Wir lachten.
2015, Mallorca.
Bei mir in der Mallorca Zeitung stellt sich ein bulliger Typ vor, wohl um die 45 Jahre alt, um beraten zu werden in Sachen Werbung, Umsatzsteigerung für seine Firma. Er sagt, Sie kennen meinen Vater, Manfred van der Voort. Gerne erzählte er manchmal von Ihnen, weil Sie ein etwas merkwürdig-witziger Typ sind.
Doch dann hörte ich: Manfred geht es sehr, sehr schlecht.
Er leidet an einer nicht heilbaren Krankheit.
November 2020.
Erst jetzt kam ich in diesen entschleunigten Pandemie-Lockdown-Tagen,
auf die Idee, ihn hier mit einigen Worten zu „verewigen“.
Lieber Manfred, ich bin bei dir!

Frauen. Meine erste „Liebe“. Elisabeth, Müller, Bruderstrasse 60, Remscheid.
Beide waren wir 17 jahre alt. Es lief alles gut. Dann tauchte JCB auf. Öffnete Perspektiven. Er sagte: ich habe doch nichts gegen Frauen! Und ich sagte – ich habe nichts gegen gut riechende, gut aussehende neugierige Freunde. // 12 Jahre später traf ich Elisabeth zufällig auf der Strasse in Wuppertal-Elberfeld. Mit ihrem Freund. Ein Blick von uns beiden, und wir dachten das Gleiche…Schwitzen wollen! Sie luden mich zum Abendessen ein, bei denen zuhause. Elisabeth und ich setzten ihren Freund augenzwinkernd unter viel Alkohol. Er wurde müde, ging zu Bett. Elisabeth und ich trieben es auf dem Teppich – vor dem Bett! Oh meine Güte. Pfui Teufel, oder? Nee, pure Leidenschaft! // Meine vielen Reisen brachten Erfahrungen. Schweden: Wunderschöne Blonde, die sagte: Du bist zu ungeduldig! Dränge nicht so! Sie meinte richtigerweise – ich bin unerfahren. // IG Chemie-Gewerkschaftssekretärin aus Mannheim. Bei der IG Chemie in Wuppertal kennengelernt. Eine Hochkluge. Sie bewegte mich zum Lesen von Sartre, Voltaire, Camus, Oskar von Nell-Bräuning – der mich stark beeindruckte! – und andere Aufklärer & Co. // Sie sagte nach dem Abendessen in Mannheim, wo ich extra für eine Nacht hinfuhr: Du musst aufpassen. Ich verliere mich gleich. Und ich rief beim Akt, so erzählte sie anschließend: Ich kann es. Ich kann es! Lustig, die Anfänge! // Eine besondere Nähe, die auch meine fehlende Scheu vor „zu Dritt“ zeigt, hatte ich ich über 10 Jahre besonders mit einem Ehepaar. Gefühlt einmal im Monat trafen wir uns meistens in meiner Wohnung. Oft mit einem Abendessen – „vorher“. Manchmal organisierte ich auch einen weiteren Kumpel dazu. Bis zu meinem Umzug 1999 nach Palma lief das so ab. // Auch mit anderen Paaren, Eheleuten. // Oder mit Hetero-Männer, die mit mir, sehr, sehr oft tranken und „Filmchen“ guckten. Und sich dabei ansehnlich entspannten. Gerne habe ich das ermöglicht, denen sozusagen „Christlich“ geholfen. // Das Ganze war nur möglich, dank meiner Fantasie, meiner Sprache. // Nicht Freudenhäuser interessierten mich. Zu kalt. Zu geschäftsmässig. Zu technisch. Mit dem Neusser Jürgen, attraktiv, gut konditioniert, mit dem ich Kunstgeschäfte abwickelte, ging ich mal in Düsseldorf – hinter dem Bahnhof. Eine bekannte Freudenhaus-Adresse, vom Zug aus zu sehen. Wir bestellten eine „Kommerzielle“ zu Dritt. Ging nicht. Nur zwei Frauen auf einem Zimmer, das wäre okay, sagte man. Wir zahlten und starteten. Hosen runter. Jeder hatte seine Frau neben sich sitzend. Sie streichelten uns. Und sie redeten – übers Kochen! Da platzte dem breitschultrigen Jürgen der Kragen. Er sprang auf, nahm sein Kondom ab und schmiss ihn seiner Nutte an den Kopf. Die andere drückte eine Klingel. Sofort tauchten zwei muskulöse Bären, zwei Rausschmeißer auf. Wir hatten Glück, sie wurden nicht brutal, schmißen uns nur ruppig raus. Meine Schlagfertigkeit bremste sie, da ich mich beschwerte über die Frauen und deren unprofessionelle, miese Art. „Heiß“ werden konnte man damit wirklich nicht! // Das war nix, diese angestrebte, lockere Nummer zwischen gleichdenkenden Kumpel! // Geblieben ist aber das Mitmachen in Swingerclubs. Herrlich wie man mit wenigen Worten, wilde Hausfrauen und Ihre Typen, begeistern kann. Nun, immer wird kontrolliert, ob man dazu passt. Was das heißt? Egal ! //

Noch heute muss ich meiner Mutter danken.
Ihre Aufgeklärtheit, Offenheit, Toleranz öffneten mir so viele neue, abwechslungsreiche Erlebnisse. Gerade lächele ich über all dies hier. //
Mein Rückblick zeigt mir auch, das es wohl einen Knacks bei mir gab, als meine Eltern sich zerstritten. Da war ich 14! Mitten in der Pubertät. Der Glaube an einer funktionierenden Ehe ging eindeutig hierbei verloren. Bloß keine Bindung!
Die Angst davor. // Die Schmerzen meiner Mutter habe ich sehr wohl noch vor Augen. Die lauten Streitereien meiner Eltern auch. Bei offenem Fenster.
Ich schämte mich. Ich weinte. Furchtbar!
Trost bekam ich oft von meinem Nachbarn und Sandkastenfreund Knut Seipold.
Er hörte es mit, als wir mit unseren Fahrrädern draussen in der Nähe waren. // Siehe auch Bundeswehr.
Siehe auch hier jetzt folgend – Frauen „Die Amsterdamerin“:

Frauen: „Die Amsterdamerin“. Golf-Freundin.
Zwei Jahre lebten wir in Krefeld-Verberg zusammen. 
Über meinen langjährigen Krefelder Kumpel Can-Piere Ekim lernte ich die drahtig-schlanke Rothaarige mit Sommersprossen, Samstagmittag bei einem lässigen IN-Italiener mit Stehtischen auf der Terrasse, in Krefeld kennen. Sie schnappte meine Sätze auf. Sie drehte sich um und – sofort war klar, wir verstehen uns. Überraschend schnell einigten wir uns aufs Zusammenziehen, in ihre toll gelegene ET-Gartenwohnung. // Wir galten als lustig-lebensfreudiges Paar. Wir lernten voneinander. Sie: wie man sich von seinem Vater emanzipiert. Er war mal was Großes was Druckerei-Firmen in den USA und in Europa betraf. Die allerdings nach und nach insolvent wurden. Ausserdem hielt er über 70 Patente. // Gut aussehend war er auch. Längst getrennt lebend von seiner ebenso Range Rover fahrenden Ehefrau. Doch sie redeten miteinander. // Er war ein besitzergreifender, unangenehmer Typ gegenüber meiner Freundin, seiner Tochter, seiner Chefsekretärin, in Meerbusch. Immer trat er auf mit besten Manieren aber schlechtem Agieren. Fies! Mir gelang mehr Abstand zwischen beiden. // Und ich: Endlich mal wieder Nähe mit einer Frau. Mit allen körperlichen Freuden. Wir tauschten Erfahrungen. So lernte ich über sie, das meine handgeschriebenen Karteikarten, überholt sind. Sie lehrte mich das elektronische dBase-System zu nutzen. das gefiel mir sehr. Wenn auch es mühselig war, immer wieder die Setzzeichen richtig zu platzieren, damit es ohne Fehler Ergebnisse gaben. Klasse, diese Datenverarbeitungen. Später lernte ich bei der Industrie-und Handelskammer, den PC. // Golf-Spielen war für sie sehr wichtig. Handicap 6!!! Ihre Liebe zum Golf sah man in Ihrer Wohnung. Wirklich alles sah nach Golf aus. Ob Toilettenpapier, Seife, zig Geräte, Kleidungsteile usw. Daher erspielte ich, nein ich mußte mir die Platzreife erspielen! Okay. Ich bekam Respekt für diesen Sport, der auch anstrengend sein kann. // Was passte zu uns? Kochen konnte ich. Ihre – gefühlt – sechs Friteusen kamen in den Keller. Den Garten gestaltete ich auch gerne.// Was ich wirklich nicht akzeptierte war ihr Bemühen, ihr dauerndes Drängen, meinen Namen Siegfried verschwinden zu lassen. Zu Deutsch, sagte sie, die holländische Jüdin. Sie nannte mich immer „Art“. Stellte mich auch offiziell immer so vor. Merkwürdig aber auch das: sie wollte, das ich meine Vorhaut beschneiden lasse. So wäre es üblich bei Juden. Aber, sagte ich, ich bin doch kein Jude! Außerdem geht an mein „Ding“ keiner mit dem Messer ran! /
Warum nur küßte sie mich nie auf den offenen Mund? Das ist doch so wichtig, so intim! Wieso akzeptierte ich das? Es mir jetzt nach über 25Jahren, immer noch ein Rätsel!// Dann wollte sie mich heiraten. Ein Kind wollte sie auch noch, mit über 40. Ich sagte: Nein. Es ist nicht, wie anfangs besprochen, mein Lebensziel. Sie: Dann musst du gehen!!! Entsetzen bei mir! Wieder eine wehtuende Trennung nach meiner Pubertät. Das tat ich sofort. Ich ging. Mit Koffer. Mein Vertrauen war erschüttert. Komödienhafte Sätze wurden wie Blitze hinter mir her gerufen: Ich vernichte Dich! //

Der Krefelder Nachbar Lutz Rocholl.
Eng befreundet geblieben bin ich mit ihrem damals verheirateten Nachbar und Familienvater Lutz Rocholl. Heute lebt er zusammen mit seiner Lebensgefährtin Christina. Ein klasse Typ. // JCB und ich treffen beide auf Ibiza oder in ihrer wunderbaren, hochmodernen Bauhaus-Stil-Villa in Krefeld-Verberg. Christina kocht und lächelt gut! Der englische Humor von Lutz – herrlich! 
( Zu „Amsterdamerin“ – Siehe auch unter Begegnungen Graf Armand).

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Frauen in Duisburg-Marxloh. Alleine lebend suchte ich Vergnügen. Normal. Massenansammlungen mag ich nicht. Da mich weder knallvolle, „mondäne“ Diskotheken noch die „Sauf-Altstadt“ in Düsseldorf interessierten, fuhr ich in die Nachbarstadt Duisburg. Über die Autobahn in 20Minuten erreichbar. //
Hetero-Arbeitermilieu mag ich. Daher sauste ich nach Duisburg Marxloh und Bruckhausen. // In Marxloh fand ich in einer unbedeutenden Seitenstrasse der Hauptstrasse, ein eher kleines Kino. Treffer! Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, sah ich, das die letzten Sitzreihen stark belegt waren. Mädchen und Jungen fummelten, knutschten miteinander. Andere Hetero-Burschen griffen zu, über die Lehnen hinweg, oder saßen daneben, gestreckt. Herrlich. Genau das, was ich suchte. Marxloh, Du tats mir gut! Nicht wenige Male.

Frauen in Duisburg-Bruckhausen. Dort suchte ich auch. Las ich doch, wie arm auch dieses Viertel ist. Ich stellte mir vor, dort sind die Arbeiter, die ich gut gucken kann, einfacher zu erreichen. // Imposant – zunächst die Hochöfen. Was für eine wuchtige Industriearchitektur! Irgendwie beeindruckend aber auch bedrohlich wirkte dies auf mich. Die Schlote qualmten. Tag und Nacht! // Nicht so ansehnlich, die damals noch vergammelten Bürgersteigen. Später wurde dort viel saniert. Die Kriminalität war stark angestiegen. Die Stadt hoffte, das eine schönere Umgebung mit „Möblierungen“, wie Bäumchen und Bänke, Pflasterungen, angenehmere Zustände bringen. // So manche Blicke die mich erreichten, beim langsamen Vorbeifahren, waren unangenehm, manche eben nicht. // Einige Male sprach ich immer nur die ca. 25.jährigen Hetero-Burschen an, das es hier eine Bar geben soll, wo man Frauen aufreißen kann. // Warum 25.jährige? Nun, weil sie noch beeinflußbar sind, ältere Kumpels akzeptieren. // Aber auch ca. 50.jährige sind erreichbar. Oft kriseln sie in dem Alter. Wenn dann noch eine einfühlsame Partnerin, fehlt…Schnell erkannte ich diese angeblich so sicher auftretende Hetero-Männer. Gerne wollen sie nochmals aufdrehen. Deren Garderobe ändert sich. Parfüms werden lauter. Sie wollen nochmals verrückt sein. Bei beruflichen Dingen geht es dann gerne mal daneben. //
Zurück zu den jungen Burschen: Nee, hörte ich oft von denen, hier doch nicht findet man Frauen! Dann stiegen sie einige Male ein. Sie wollten mir in anderen Duisburger Stadtvierteln Möglichkeiten zeigen. // Immer lud ich sie ein, ein Bier dort mit mir zu trinken. Einige benutzten mich, um irgendwo nur hingefahren zu werden. Kein Problem. Ich genoß deren Gesellschaft. Die zum Teil herrlich merkwürdigen, auch sehr offenen Gespräche, erfreuten mich. // Wieder andere waren neugierig auf meine Art des Lebens. Fuhr ich doch mit einem, für mich dummen kleinen, schwarzen, aber sehr sauberen Mercedes 190 herum. // Einige wollten unsere Gespräche auch bei mir zuhause weiter fortführen, da ich von starken, heißen „Filmchen“ erzählte! Und ich roch gut. Das hörte ich nicht wenige Male! Immer im Kopf, es stank oft in Bruckhausen nach Industriedreck. Daher mußte ich positiv auffallen. // Und dann kam, was statistisch kommen mußte. Darauf war ich irgendwie vorbereitet. Wußte aber doch nicht, ob ich verprügelt werde oder was auch geschehen würde. // Irgendeinem paßte was nicht. Ein Bursche, Typ Nachbarjunge, ruhig, kam mit nach Düsseldorf. Wie immer, tranken wir ein Bier, guckten die „Filmchen“. Man entspannte sich. Doch die Ruhe war schon auffällig. // Wir gingen zurück zum Aufzug, fuhren sechs Etagen runter in die Tiefgarage. Ich wollte die Zwischentüre aufschließen, als ich bei mir kaltem Schweiß auf meinem Rücken spürte. Das war neu. Ich drehte mich um und sah – ein Klappmesser. Ruhig fragte ich: was willst Du? Was hasst Du davon, wenn ich hier auf dem Boden liege. Wie kommst du nach Duisburg? Dann drehte ich ihm wieder langsam meinen Rücken zu und schloß die Türe auf. Ich ging weiter. Er folgte und wir stiegen ein. Ohne Worte. Auf den Rückfahrt fragte ich: Was sind deine Probleme? Und nun erzählte er über sich und seinem Scheiß Leben. Seine Augen waren feucht. Innerlich, na klar, war ich angespannt. Nur Ruhe bewahren, sagte ich mir. Sein Reden schien ihn zu entspannen. Hoffte ich. Wir erreichten irgendeine Strasse in Duisburg wo er raus wollte. Ohne ein Wort zu sagen stieg er aus. // Langsam fuhr ich los. // Und nun weinte ich. War erfreut über mein Glück, das nix passiert ist. Folge: Nie, nie wieder habe ich mich auf diese Art herumgetrieben. Nie mehr! Das war eine Warnung gewesen. // Unfassbar, wenn ich heute darüber nachdenke, wie leichtsinnig ich war. Wie dumm! So wurde mir ein „Pier Paolo Pasolini-Schicksal“ erspart! Doch alle wissen wir, wie stark Triebe sind!

Ende Frauen

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Fritz, Professor Johann P. Seit 1992 Leiter „International Press Institute“. Weltweites Netzwerk für ca. 2000 führende Verleger und Journalisten aus 120 Staaten. Infos auch von Holger Weber, stellv. Chefredakteur der Mallorca Zeitung. Siehe sein Interview mit Prof. Fritz , Woche 35/2007.
„Auch Schurken wollen nicht immer als die Bösen darstehen!“.

Vermittelt von mir, da ich mit Johann Fritz und seiner Frau Brigitte befreundet war, auf Mallorca. Sie lebten in Santa Ponsa und in Wien//
Gerne war ich bei ihnen zum Essen eingeladen. Brigitte konnte halt gut kochen und – erzählen. Sie hatte in Österreich eine populäre Radiosendung mit gutem Ruf! // Natürlich hörte man auch gerne ihren Mann Johann zu! Denn er saß am Tisch mit Staatsführern von der ganzen Welt. Ob Gorbatschow, Helmut Kohl, König Juan Carlos, Bill Clinton, oder Dalai Lama. // In dem Interview mit Holger Weber, werden die Probleme der abnehmenden Pressefreiheiten erklärt. Die Aufweichungen des „Quellenschutzes“ weltweit. Die wandelnde Rolle der Chefredakteure hin zum Manager, Unternehmer. Und es wird von Prof. Fritz festgestellt, die abnehmende Qualität des Journalismus. Durch Sparmassnahmen gesteuert. Recherchen werden flüchtiger. // Spannend!!! Siehe Foto im Beitrag der MZ. // Ich unterbreche. Dieser Beitrag wird fortgesetzt…

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Fritzsche, Hans-Joachim & Ehefrau Inge, Bayreuth.
Da ich mit Antiquitäten und moderner Kunst gleichzeitig anfing, in 1978, war es wichtig, früh aufzustehen. „Kunst“ – von Ware sprechen wir in diesen Kreisen nicht, suchte ich wie viele andere Händler, auf den Floh- oder Antikmärkten,
in Paris, Brüssel, Namur und in London.
In Bayreuth lernte ich während der Wagner-Festspiele einen Burschen namens Volker Zeitler kennen. Mit seinem Schäferhund vor einer Bar sitzend. Verschlossen wirkend. Ihn fragte ich, wo denn hier was los ist in Bayreuth,
um Frauen aufzureißen. Meine übliche Tour, mit Hetero-Männer in Kontakt zu kommen. Na, nicht einfach, sagte der breitschultrige Bursche, ein Sägewerkarbeiter. Aber ich treffe morgen meine engen Freunde, Inge&Hanjo. Gerne nehme ich Dich mit, da Hanjo auch Antikhändler ist.
So kam es. Und es entwickelte sich, bis heute, mit dem Ehepaar Fritzsche eine enge Freundschaft. Egal, ob man sich nur einmal im Jahr trifft, wir haben einen guten Kontakt. Der eher stille, leise sprechende Franke, Hans-Joachim, „Hanjo“ mochte meine rheinische, lockere, offene, quirlige Art meiner Erzählungen. // Unser Kunst – und Wirtschaftswissen ergänzte sich. Es gab immer gut laufende Gespräche. //

Fritzsche Auktionen. Hanjo sagte, ich habe zu Dir Vertrauen – wohl immer unter vier Augen vorher abgeklärt mit seiner Inge – in Deine beruflichen Fähigkeiten, gepaart mit Deiner schnellen Auffassungsgabe. Angetan bin ich von deiner Selbstsicherheiit in der Öffentlichkeit. Daher möchte ich vorschlagen, Du und ich werden auktionieren. Du bist der Auktionator! das was ich heranschleppt, einbringen an Kunstdiingen, werden wir versteigern. Wir mieten an verschiedenen Orten, Räumlichkeiten. Und laden dazu ein. Meine Reaktion: Danke. Ich kann mir das vorstellen. Natürlich dachte Hanjo vor allen Dingen an seinen Standort Bayreuth. Aber genau das wollte ich eben nicht. Meine Nähe zu JCB sollte bleiben. Zu stark gab es doch seelische Bindungen zu JCB. Doch fühlte ich mich geschmeichelt, was man mir alles zutraute, na klar! //

Fritzsche & London 1980-1995. London.
Er lud mich ein, zu seinen Geschäftstouren nach London, mitzufahren. Das fand ich klasse. Auch, weil ich von ihm lernte: ER ist der geborene Händler!
Clever, wissend, belastbar, kreativ. Und lustig. Nie waren unsere Treffs langweilig.
Sein Fahrstil in London, mit seinem Lieferwagen, morgens um 5.00 Uhr, quer durch das leere Riesen-Stadt – beängstigend. Mit einem Affenzahn sauste er durch den Linksverkehr. Und er lächelte, weil mir fast schlecht wurde.
Wir erreichten den berühmten „Bermondsey-Market“ etwa. Mit Taschenlampen wühlen sich Interessenten dort durch. Hier werden Millionen morgens umgesetzt. Angebote gab es auf Bodendecken oder auf klappbaren Tischen, wußte Hanjo.
Da ich nicht Juwelen suchte, oder nicht wie Hanjo, „Deutsches“ aus dem 18.Jahrhundert, sondern nach Art Deco und Jugendstil-Dinge, trennten wir uns immer. Wir verabredeten uns in einer bestimmte Teebude zum Frühstück.
Und dann kam es.
Hanjo strahlte, zeigte mit zwei Pistolen und sagte: Siegfried, diese Tour bist Du zu allem eingeladen. Ob unsere Hotel-Zimmerchen, Essen, oder Benzinanteil. Gleich fahren wir nach Sothebys mit diesen Dingern. Dort liefere ich sie ein.
Das reicht mir dann für einige Zeit, um „Miete“ zahlen zu können…!
Er hatte aus der bedeutenden „Büchsenmacherei-Familie Johann Jacob Kuchenreuter“, 18. Jahrhundert, Handfeuerwaffen ergattert!
Die Kunden von denen waren, Napoleon, Zaren, Kaiser und Könige,
Fürsten wie Thurn und Taxis! Sagenhaft!
Hanjo, Deine kleinen blauen, strahlenden Augen, haben oft „Großes“ entdeckt!

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Fürstenberg, FamilieDüsseldorf-Angermund. 
Den Besitzer u.a. von Schloß Hugenpoet, Kettwig, Familie Adolf von Fürstenberg, verdanken wir drei Wochen lang Übernachtungen in ihrem Herrenhaus,
vor unserem Umzug nach Palma, 1999. Meine Eigentumswohnung war perfekt vorher verkauft worden. Was für ein finanzielles Glück. Da wir gut befreundet waren, boten sie sich als Gastgeber in ihrem großen Herrenhaus, an. Klasse für uns, na klar. // Wir verdanken ihnen auch unseren 
Repräsentanten“ Dominik Graf von Stauffenberg. 
Der junge Graf, 35 Jahre, lebte bei den Fürstenbergs seit zig Jahren. Böse Zungen sagten, er sei dort der Kaminholzvorleger! // Endlich sah Dominik, der fließend Spanisch spricht, eine sinnvolle Aufgabe: Umzug mit uns nach Palma, in unser weitläufiges Apartment, mit vier Schlafzimmer, drei Bäder und Kamin, am Plaza Santa Eulalila, in einem historischen Palast. Diese Genauigkeit mußte jetzt sein…hihi. Immerhin ist das Stadt-Haus ein Palazzio. Mit Innenhof und Palma. Mit rotem Sisalteppichen auf der Steintreppe zu unserer Etagenwohnung! Tja, in Düsseldorf „unbezahlbar“. In Palma damals möglich. Und nötig. Immerhin lebten wir zu Dritt dort. // Später folgte ein von Theofilos und mir organisiertes Mallorca-TV-Live-Interview mit Stauffenberg. Die heimliche Vorbereitung: Der Redakteurin sandten wir Fragen. Dominik gaben wir Antworten. Aber, er brachte es selber mit eigenen Worten gut rüber. Klasse gemacht, Dominik! Siehe auch unter Begegnungen Stauffenberg.

Fürstenberg Maximilian, von. 
Seit dem Tod seines Vaters Adolf, 2007, lebt Maximilian, der erstgeborene, mit seiner Ehefrau Stephanie und deren fünf Kinder in dem elterlichen Herrenhaus, in Düsseldorf-Angermund, alleine dort. Die Witwe, seine Mutter, mußte ausziehen. Sie bekam – bezahlt – eine weitläufige Mietwohnung, mit Rheinblick. So ist das in Adelskreisen. // 
07.05.2016. Maximilian und seine Frau Stephanie, traf ich nach zig Jahren in Düsseldorf-Angermund. Auf dem Weg zum Park Graf Spee, Schloß Heltorf, sah ich den Orchideen-Liebhaber „Maxi“ durch den Gartenzaun, mit seinen Kindern spielen. Spontan hielt ich an und rief – Hallo! Maximilian: Komm rein, wir trinken Kaffee! Mein Begleiter Andreas Brautlecht und ich gingen hinein. // Leider erreichten wir telefonisch nicht Andreas Freund Meinrad Günther, aus D-Dorf-Kaiserswerthder nachkommen wollte zum Spaziergang beim Schloß Heltorf. Der Gute machte sich sicherlich Sorgen, wegen unseres Zuspätkommen dort. // Klasse, unsere lässigen Gespräche mit Maxi und seinen sehr gut erzogenen, pubertierenden fünf Kindern, und deren Mutter Stephanie, geborene Gräfin von Adelmann, auf deren Parkterrasse. // Nach so langer Zeit liefen unser aller Erinnerungen auf Hochtouren! Andreas staunte, wie locker angenehm diese Adelsfamilie ist. // Siehe auch Film www.derwesten.de: „Maximilian Baron von Fürstenberg führt erstmals durch sein Schloß Hugenpoet“, 26.04.2016, 15Uhr. Siehe WAZ

FürstenbergWilhelm Baron von & Verlobte Juliane von Schaumann-Werder. Unsere Einladung nach Palma. Dabei, Wilhems Freundin, GEE Wierichs, aus Meerbusch. Ich habe seit dieser Zeit keinen Kontakt mehr zu dem jüngeren Bruder von Maximilian, Wilhelm. Sie haben Familienknatsch. // Es gab noch eine Hochzeitseinladung von Wilhelm und Juliane, an der ich in Düsseldorf nicht teilnahm. Sie sollen auch wieder geschieden sein. Presse Mallorca Zeitung mit Fotos der Drei, 02.08.2002.

König Juan Carlos mit unserem Baron Wilhelm, auf einer Seite der Mallorca Zeitung, am 02.08.2002. Schöner Zufall! 

GEE! GEE Wierich, Meerbusch.
Eine Freundin, ein Model, eine Dressurreiterin, eine Unternehmerin – heute.
Und – eine bildschöne Frau. Damals und heute.
Als Freundin von Wilhelm Baron von Fürstenberg besuchte sie uns in Palma, August 2002. Siehe Presse unter Fürstenberg, Wilhelm. // 
Über uns lernte sie Wolfgang Bornheim kennen. Bei unserer Berufseinladung in die Restaurant-Mühle, Es Moli des torrent, in Santa Maria, Mallorca. Die UBS-Private Bank mietete komplett das Mühlen-Restaurant. Eine der Top-Adressen auf Mallorca! Thema: die damals führende Privatbank der Welt, UBS, wollten auf Mallorca potente Kunden finden, über uns, den medienverwöhnten Kunsthändlern, mit sicherlich interessantem Kunden-Netzwerk! So luden wir 25Gäste ein, und die UBS auch. In polarer Hängung stellten wir unseren renommierten Künstler Horst Becking vor. Passend als Schweizer Grenchen Trienale-Preisträger. Das waren etwa auch Gerhard Richter, Antonio Tapies, Roy Lichtenstein, Günter Uecker. // Leider bekam Becking der Gute, einen Herzgeschichte. War nicht reisefähig. 
Sein Sohn, Dr. Dominic Becking, Internet-Professor, und Laienkomiker, tatsächlich, vertrat seinen Vater klasse. Mit einer launigen Rede begrüßte er uns alle. Viel Beifall und beste Grüße an seinen Vater Horst, der auch ein Freund geblieben ist. // 

Weiter zu GEE. (Siehe auch oben Bornheim).
Sie mochten sich. Wir sind wie Schwester und Bruder, sagt GEE. Wolfang dachte anders. Hörte schon die Hochzeitsglocken läuten. „In sechs Monaten ist sie meine Frau“ flüsterte er zu mir. Da irrte der berühmte, durchsetzungsstarke, hoch erfolgreiche, intelligente Fach-Anwalt Wolfgang!
GEE wurde mal aufwendigst fotografiert. In der Landschaft, in den USA. Anspruchsvolle Farbfotografien. „Fotos desnudas“. Freundschaftlich präsentierten wir das. Die Medien überschlugen sich mit Beitragen!
Verkäufe gab es auch.
Presse u.a. Mallorca Deluxe, mehrere Farb-Seiten Februar 2004.
Mallorca Magazin 24.12.2002, 02.01.2004. Seitenlange Beiträge!
Mallorca Zeitung 31.12.2003. 
Siehe unter Rubrik Presse 2003-2004 weitere Fotos.

GEE mit JCB und Kay. Siehe auch GEE-Foto oben unter Bornheim

Gerling, Dr. Hans. Versicherungskonzern Inhaber.
Der Mann für mein „Geistkapitalzuwachs“ und Kultur. Und ein wirksamer Freund, über acht Jahre lang. JCB prägte mich. Er auch! Dort beschreibe ich auch u.a. die Schließung der Kölner Herstatt Bank am 26.06.1974. Da saß ich Hans Gerling in München gegenüber, als der Anruf dazu kam. Mehrheitsaktionär, sein Gerling-Konzern. Siehe in der Rubrik „Über mich – Privat“, Ausführliches auch über andere Themen, die uns beide betrafen, in acht Jahren Freundschaft.

Graf Armand de Senneville-Grave.
In Düsseldorf war er mein Kunde. Sammler von Künstleruhren der Obdachlosen-Selbsthilfe. Statt zum Militär konnten Franzosen damals eine Auslandszeit antreten. Wenn man Beziehungen hatte… // Später wurden wir befreundet. 
Zu seiner Hochzeit mit Stephanie Guichard waren eingeladen auf Schloß DorliéreMein Kumpel Can-Pierre Ekim, ohne seine damalige Freundin, und ich. Mit seinem tollen MG-Flitzer fuhren wir hin. //
(Siehe auch unter Begegnungen „Ekim“).
Die Hochzeit, gut inszeniert. Über 300 internationale Gäste. Gut betucht. Leise Rassehunde um uns herum. Wie auch livriertes Personal. Herrlich wirkte ein weisses, romantisches Riesen-Zelt vor dem Schloß. Top dekoriert. Wir wurden an einen runden Zehnertisch-Tisch gesetzt mit Jugendlichen aus vier Nationen. //
Später wurden meine damalige Freundin und Lebensgefährtin, „Die Amsterdamerin“ und ich, nach Paris zum Lunch eingeladen.
Zu Graf Armands Eltern in Paris-Neuilly, dem noblen Stadtteil. 
Gespräche auf Englisch und Deutsch, mit Sohnemann Armand. // Seine kesse, schlanke Mutter, Restauratorin im Louvre, in sehr kurzen Hotpans. Der Vater, Vorstand in der Industrie, mit Jackett, aber lässig ohne Krawatte. Der Pudel – schmuddelig. Herrlich unkompliziert! Warum Lunch? Stil einiger „Oberschicht-Franzosen“ bei ersten Treffen. Dann kann man nicht so lange bleiben…//
Presse Hochzeit Graf Armand siehe Express mit Foto vom 11.07.1998. 

Grün, Bernd, Köln/Bergisches Land. Siehe unter Schmitz, Volker. Verzeihung lieber Bernd!

Gunzenhauser, Dr. AlfredTop-Galerist in München. (1926-2015).
Na klar, ihn kannte man von den gehobenen, wichtigen internationalen Kunstmessen. Immer standen für Gäste Thonet-Stühle und eine wuchtige Ledercouch auf seinen Ständen. Seine Auge für Mal-Qualitäten, für Kunstmarktentwicklungen wurden bewundert und beklatscht. Mit unglaublichen Verkaufserfolgen verwöhnt. Wie bei mir und vielen anderen Kunsthändlern: Kein Kunststudium, sondern Volkswirtschaft. // Über Eleonore Korver lernte ich ihn privat in Palma kennen. Wir bekochten beide. Das Gespräch lief. Und zum ersten Mal, sah ich ihn gerührt. Eher traurig. Er beklagte sein langweiliges Privatleben. Immer wieder die Münchner Prinzessinnen an seiner Seite, stöhnte er. Das Getue für die Oberschicht. Immer wieder lächeln, an die Umsätze denken. Das war ihm auch zuwider. Aber eben nicht nur. Sonst hätte er keine enormen Verkaufserfolge kreieren können, solch eine bedeutende Riesensammlung aufbauen, clever organisieren können! Das befriedigte ihn. Dachte er. Er stützte sich in Arbeit. Immer! Und nun begegnete er zwei Galeristen, völlig entspannt, unterhaltsam, wie er sagte. Kochend, Gäste bewirten ohne Erwartungen. Mit natürlichem Lachen. Albernheiten zeigen. Tja, jeder muss sich halt entscheiden, rechtzeitig, welche Lebensqualität man will. // Dank seiner großen Sammlungs-Schenkung nach Chemnitz, entstand 2007 dort „sein“ Museum. Eingerichtet in einem ehemaligen großen, historischen Sparkassenkasten. Sammlungswert 200 Millionen Euro. Nun ist es das „Museum Gunzenhauser“. Mit etwa der weltgrößten Sammlung von Otto Dix. Schwerpunkt waren immer – die Expressionisten. Passend: Eröffnungsredner, Bundespräsident Köhler. Neben ihm sitzend, seine enge Freundin Eleonore Korver, Mallorca. Siehe Korver.