Korrekturen, Pressebeiträge, Fotos fehlen noch.

Lehnhoff, Dr. Nikolaus, internationaler Regie-Kollege und Günter Krämer, Generalintendant der Köln Bühnen, suchten keine Nähe. Lehnhoff, Düsseldorf wirkte für Krämer, Köln zu elitär, zu elegant, zu oberschichtig. Krämer wirkt eher rauhbeinig. // Lehnhoff war ein Kunde von mir in Düsseldorf. Es gab eine gute Nähe. // Nikolaus Lehnhoff war zu Beginn seiner Weltkarriere Assistent bei Wieland Wagner in Bayreuth und in Berlin. Siehe Buch „Anja Silja“, Seite 162. Danach ging er als Assistent an die MET, New York. // Mein guter Kontakt zu ihm nutze mir, da ich nach Glynborne zu den englischen Festspielen endlich mal wollte. Dort führte Lehnhoff jahrelang Regie. Bei der Eigentümerfamilie Christie war er deren Privatgast. In der Fachwelt war er hoch angesehen . // Lehnhoff besorgte für Günter Krämer, meinem Kumpel Dr. Klaus Grimmelt und mich, Eintrittskarten mit VIP-Bändchen. // Grimmelt war ein ehemaliger richtig guter, erfolgreicher deutscher Eiskunstläufer, mit erstem Dreifachsprung! Danach wurde er selbständiger Sportarzt. Grimmelt , extrem viel wissend über klassische Musik. Krämer mochte das auf der Glynborne-Reise eher nicht mitbekommen. Aber für mich war/ist er ein Guter, ein wandelndes Lexikon – mit Humor! // In den Pausen konnten wir „Privilegierte“ uns im Eigentümerhaus der Christies bewegen, Hände schütteln. So begrüßte uns auch dort lächelnd, souverän, Nikolaus Lehnhoff. Das war die Gelegenheit ihm persönlich zu danken. // Schöner war es, weltbekannt, auf dem Rasen vor dem Opernhaus zu picknicken. Unglaublich, aber wahr, das „feine“ eher ältere Herrschaften mit Butler, Silber, teurem Porzellanen, auf eine Decke sitzen, sich quälen, verrenken und pausieren. Filmreif! // Leider ist Nikolaus Lehnhoff früh in Berlin verstorben. 1939-2015. // Mit dem auch gerne umstrittenen Krämer, der noch Regie führt, wie etwa in Wien 2017, Verdis Don Carlos, simse ich immer noch. Egal ob er bei seinem langjährigen Freund Richard in Kalifornien ist, in seinem Ferienhaus auf der griechischen Insel Tinos, oder in seinem tollen, großen, geschickt modern ausgebauten Hinterhof-Haus in Berlin, auf der Schillerstraße. // Seine Ehefrau Elke, verheiratet mit ihm, seit dem legendären Kölner Bewerbungs-Einweisungs-Gespräch Silbermann/Krämer. Mittlerweile ist die Gute 80 geworden 2019, lebt in Mannheim. In Absprache, immer schon. Beide haben ein gutes, freundschaftliches Win-Win-Verhältnis. 

Lozano, Luis, Palma. Mein privater Sprachlehrer für Spanisch. Ein Sprachlehrer ist erwähnenswert?!? Ja klar. Ohne ihn wäre ich nicht bei der Mallorca Zeitung angenommen worden. Schließlich musste ich mich auf Spanisch bewerben. Da nützte es auch wenig, das ich die obersten zwei Bosse privat gut kannte. Von ihnen oft eingeladen war – als Galerist. // Etwa in Alicante thronend, „Jon“, Antonio López Ruiz de Zuazo mit seiner Dóna Gurutze. Stolz zeigten sie ihre Finca, und den Vorratskeller: Gefühlt 40.000 Lebensmittelkonserven sah ich. Ohne Kommentar. Deren Villa liegt in einem abgezäunten Areal, für Top-Einkommensleute. Mit Golfplatz natürlich. // Und in Palma wirkte der Medien-Direktor José Manuel Atiénzar und seine Dóna, die herrlich Wilde, gut tanzende Isabel. // „Atiénzar“ empfing mich an der Türe, am Tag des Vorstellungsgespräches. „Siegfried, ich grüße Dich. Zuständig ist aber der Abteilungs-Direktor, Arturo Ramos“. (Verheiratet mit einer aus der Inhaberfamilie). // Wie ich schon erzählte, wurde zu oft für mich auf Mallorca seit Jahren Katalan bzw. Mallorquin gesprochen. Ich verlor meine Selbstsicherheit in Spanisch. Also mußte ich einen Crash-Kursus machen. Privat, ein auf mich zugeschnittener Einzelunterschrift. // Der mir gut bekannte, sympathische Redakteur des Mitbewerberblattes, des Mallorca Magazin, Alexander Sepasgorian, heute Chefredakteur, empfahl Luis Lozano. Denn auch er und andere aus der Print-Branche gingen dort regelmäßig hin. Alexander wurde Chef-Redakteur Dezember 2018. Sein Vorgänger Bernd Jogalla, ein Netter, stiller, wohl Mitte 50, kam von der Beerdigung seines Herausgebers/Inhabers nach Hause und – starb! Sagenhaft! // Über Alexander kam ich zu Luis, der perfekt Deutsch sprechend, ehemaliger Geschäftsführer einer spanischen Firma in Berlin und ehemaliger Tenor der Opernwelt war. Das brachte mich, dem wissenden Klassikmusik-Liebhaber, schnell näher zu ihm. Er trimmte mich jeden Tag, drei Wochen lang, je 4Stunden. Zweimal kippte ich in seiner Wohnung vom Stuhl. Zusammenbruch! Und er? Klatsch, klatsch landeten seine Hände auf meine Wangen. Er hob mich hoch und sagte: „wir machen weiter“. Oh Mann. Das war hart. Aber auch er hatte den Ehrgeiz, das ich es schaffen muß mit der Bewerbung auf Spanisch. Zwei junge Mitbewerber galt es raus zu kegeln. Es gelang. Natürlich auch, weil ich durchhielt. Das darf ich schon selber sagen. // Neun Jahre arbeite ich erfolgreich in diesem Verlag EPI Mallorca Zeitung. // Dank für den Vermittler, Alexander SepasgorianBesonderen Dank und Verehrung aber gilt meinem sympathischen, starken, „reifen“ Lehrer, Luis Lozano. Noch heute simsen wir. Etwa zum neuen Jahr 2020. 

Lüdecke, Wenzel, Filmproduzent, Berlin. (1917-1989). „Peinliches“. Seine Firmen: „Inter West Film“ – mit Star Horst Buchholz, „Berliner Synchron“, bis heute einer der bedeutendsten Synchronstudios. // Als ich noch blond und schön war, wurde ich von einem Freund, Walter Ambrock – erst Schauspieler, dann Geschäftsführer bei Wenzel Lüdecke – mit in Lüdeckes Grunewald Villa, mitgenommen. Zwei Diener mit weissen Handschuhen goßen Unmengen Champagner in große Weinkelche. Irgendwas gab es zu essen am Kaminfeuer. Mein Gastzimmer: Der Anbau für Horst Buchholz. Der junge, hübsche Buchholz selbst war nach der Fertigstellung ausgezogen, abgehauen. Dank gibt es bekanntlich selten. Allerdings ist es ebenso bekanntlich schwer zu Beziehungen anderer etwas Richtiges zu sagen. // Er war eine zeitlang doch wohl sicherlich glücklich, das Wenzel Lüdecke ihn vom Herumstreunen am Bahnhof Zoo, heißt es, – wahrscheinlich wollte er dort aber nur immer Zigaretten kaufen – mit nahm in sein gehobenes, bürgerliches gutes Leben. Seine Welt-Karriere wurde ermöglicht. Buchholz heiratete aufeinmal – eine Frau und zeugte Kinder. // Also ich als Gast in Berlin. Es war Herbst. Angereist war ich mit einem türkisfarbenen Pullover von JCB. Ohne ihn zu fragen. Doch mochte ich gerne seine Sachen anziehen. Wie auch JCB dies gerne tat mit meinen. Unsere Figuren waren damals noch gleich. Ein Butler zog ihn mir im Laufe des Abends aus und – warf ihn in den Kamin. Nein! schrie ich, weinte und lief aus der Villa. Walter Ambrock holte mich zurück. Schrecklich war das. Peinlich. Der geliebte, geliehene Pullover war verbrannt, wie auch andere Kleidungsstücke der anderen. // In der Nacht wurde es dann nochmals unangenehm für mich. Das Telefon klingelte. Wenzel Lüdecke sagte zu Walter, er könne nicht schlafen. Ich sollte zu ihm kommen. Der neben mir liegende Walter stand auf und brachte mich zu ihm. Er schlug die Bettdecke auf und sagte, komm. Also wirklich! Das konnte ich nicht. Ich drehte mich wortlos um und ging in mein „Horst-Buchholz-Zimmer“. Nichts gegen angesehene Prominente. Doch das reicht mir einfach nicht. Es war nicht nur lustig dort! Ein Schock für mich, dem jungen, unerfahrenen Menschen.

Manni Müll“. Müllwagenfahrer, Leiter der Kehrtruppe, auf der Hohe Straße, Düsseldorf, wo meine Galerie war. (1978 – 1999). Er ist eine Persönlichkeit! Und er ist ein guter Freund – bis heute. Manfred Spiegler, verheiratet, eine Tochter, 2020 immer noch ein attraktiver Typ und guter Handballer, hat ein ausgesprochen gutes Urteilsvermögen, was Bilder „sehen“ und was Menschen angeht. Künstler wie Prof. Immendorff , Becking, Dziersk, Roese und viele, viele andere Personen, lernten ihn über mich kennen. In Orange, seiner Berufskleidungsfarbe. Sie akzeptierten ihn. Mochten seinen klaren, gesunden Menschenverstand, seine direkten Aussagen. Auch zu deren Kunst! Das war immer unbeschreiblich gut. Beeindruckend. Er kann Bilder „lesen“. So etwa als ein Künstler Bilder für eine Ausstellung aufhing. Manni sagte: Hey, was ist denn auf den Bildern los? Warum malst du so viele Muschis, so viele Penise? Hast du ein sexuelles Problem? Der 35. jährige Künstler, ein Mannsbild, wurde blass, sah mich an. Ich zuckte mit den Achseln. Anmerkung: Zwei Wochen vorher erzählte mir dieser Künstler, er wäre wohl impotent! Natürlich hatte ich das keinem weiter erzählt. Galeristen sind oft Betreuer, oder Krankenschwestern. Von wegen „nur“ Müllwagenfahrer! Vorsicht! 

Moll i Marqués, Josep. 1934-2007. Sicherlich einer der informiertesten Spanier, die ich kennenlerne durfte. Sein Wissen über Deutsche und Spanier war enorm. Deutsch sprechend, ermöglichte es uns, relativ oft Gespräche in meiner Galerie. Ob bei meinen offiziellen Anlässen oder zwischendurch. Seine Erfahrungen, mit Humor immer vorgetragen, gaben mir Einblicke, Rüstzeug, um auf den Balearen zurecht zukommen. Spanier besser zu verstehen. Im März 2003 stellte er mit Lesung sein Buch vor: „So sind wir Mallorquiner“. Auf Deutsch. // Moll i Marqués war ein spanischer Politiker und Journalist. Verheiratet mit Karin, aus dem Rheinland. Drei Töchter. U.a. hatte er eine Hörfunk-Sendung für spanische Gastarbeiter beim Bayerischen Rundfunk. Dadurch bekam er Konflikte mit der Diktatur von Franco. Reiseverbot folgte nach Spanien von 1967-1974. Erst nach dem Tod von Franco und nach dem Ende der Diktatur, konnte er wieder in seine Heimat. // Von 1987-1999 war er Vizepräsident im Parlament von den Balearen. Das sind die Glücksfälle im Leben, solche Persönlichkeiten zu kennen, zu erleben, zuzuhören und Fragen anbringen zu können. Ich war sehr beeindruckt von Don Josep! // Presse Mallorca Magazin 07.03.2003, mit großem Foto von Don Josep.

Münchhausen, Carlota Baronin von. Mit einem Schlüsselsatz von der Baronin nicht nur für mich: Lernt Sprachen, dann kommt ihr überall durch! Carola von Münchhausen lebte auf Mallorca mit Ihrem Mann. Leider verstarb er 1984. So lebte sie alleine in einer kleinen, unscheinbaren Finca. In Marratxinet, in der Nähe von Santa Maria. Bis sie kurz vor Ihrem 100.Geburtstag unerwartet starb. // Über meine Freundin Dr. Christiane Meine lernte ich die Adelige kennen. // Christiane Meine lebte mit Ihrem kanadischen Mann, Prof. Dr. – Name gerade nicht präsent, einem Atom-Wissenschaftler, in einem Riesen-Apartment, damals am Stadtrand in Palma. Direkt am Meer. // Seit ca. 10 Jahren lebt sie nach dem Tode Ihres Mannes, in Leipzig. // Also, Christiane Meine berichtete über ihre Freundin, diese Baronin mit dem weltbekannten Namen Münchhausen. Ihre verwandtschaftlichen Beziehungen sind in Wikipedia leider nicht beschrieben. Dort wird nur von dem“Lügenbaron“ berichtet. // Hier also meine Erinnerungen. Genauere Infos bekam Holger Weber, stellv. Chefredakteur der Mallorca Zeitung. In seinem ganzseitigen Beitrag nachzulesen vom 20.11.2008. Siehe unten. // Stark, was die damals flüchtende, sechssprachige Adelige aus dem Estland erlebte, auf der Flucht vor der Enteignung Ihres Schlosses. Ihr Mann und sie flohen nach Schweden, ihrem Geburtsland. Mit einem vierspännigen Pferdewagen. Voll gepackt. Abgedeckt waren die wertvollen Dinge mit umgedrehten Teppichen. Wie erwartet, hielten Russen sie an. Vergewaltigt wurde sie nicht, wie damals üblich. Sie nahmen aber zwei Pferde mit – und – alles was nach Gold aussah. // Das Ehepaar fuhr mühevoll weiter nach Schweden. Wie für alle Flüchtlinge, eine schreckliche harte Zeit! // Dort meldete die Adelige sich beim schwedischen Königshaus. Nicht ihr Mann. Der sei ein stiller gewesen. Und sie bot die sechs Wand-Teppiche im Riesenformat an. SIE waren es, die ungemein wertvoll sind, historisch einordbar. Und daher hängen sie im großen Krönungssaal. Manchmal kann man sie im Fernsehen bei öffentlichen Veranstaltungen sehen. Die geraubten anderen Sachen auf ihrem Fluchtwagen waren eher nicht so bedeutend. Schmerzlich sind trotzdem die Erinnerungen daran. // Mit dem „Tapisserie“-Geld (Wand-Teppich-Geld) kaufte sich das Ehepaar auch einen alten VW-Käfer. Mit diesem fuhren sie nach Mallorca: sie wollten nur noch eins: Ruhe und Sonne! Zunächst wohnten sie in einem Haus, in der Cala Mayor, neben dem berühmten Maler Joan Miró. Das erzählte sie eher leise. Lieber garnicht möchte sie das berichten, mit diesem Weltnamen. Miro erwarb nach fünf Jahren deren Haus. // Was für eine Geschichte, dachte ich und – auch Holger Weber. Dem stellvertretenden Chefredakteur meiner Mallorca Zeitung, trug ich diese Lebensgerschichte vor. Sofort wurde ein Termin organisiert mit der Baronin von Münchhausen. // In ihrer Finca akzeptierte sie alles, nur nicht ein nerviges Kind der Fotografin. Fast wäre alles abgebrochen worden. Wie konnte diese Profi-Fotografin zu solch einem Berufstermin, bei einer sehr alten Dame, ihr plapperndes, wildes Kleinkind mitbringen! Da ich als Vermittler dabei, schnappte ich mir das Kind, um deren Unruhe zu unterbinden. Das Interview ging weiter. // Der – grundsätzlich ruhige – gebildete Holger Weber verstand sich gut mit der Baronin von Münchhausen. Dem gedruckten Interview vom 20.11.2008 sieht man es an. Bravo, Holger Weber! Stand 16.Mai 2020. Kopie Interview: https://www.mallorcazeitung.es/gesellschaft/2009/02/19/mallorca-residentin-98-jahrige-baronin-carlota-munchhausen/14488.html?fbclid=IwAR0AavZSSVdG68DhOhjBRVypyIWWOcyAd7daxQg7ZFU6U33Q8F392KTfGUU

Nagel, Ivan. (1931-2012). Ein Universalgelehrter. Ein Glücksfall für mich. In Hamburg lernte ich ihn in einer Bar kennen. Ohne ihn erkannt zu haben. 1972 war er gerade Intendant in Hamburg geworden. Sein „Oskar-Schlemmer-Kopf“, dieser große Glatzenschädel, seine Augen, seine ausstrahlende Klugheit, das zog mich an. Seine leise Art zu sprechen, eher schamig nach unten guckend, erreichte mich. Daraus entwickelte sich eine jahrzehntelange Freundschaft. Auch war er mehrmals mein Übernachtungsgast, damals in Düsseldorf. // 1979 nahm Ivan Nagel mich mit zu Claus Peymanns Start im Bochumer Schauspielhaus. Anschließend gab es einen private Gesprächsrunde am runden Tisch. Dabei , u.a. Peymann, Fritz Raddatz, Ivan Nagel und halt ich. Sagte ich etwas? Nein. Zu hoch gestochen alles. Irgendwann sagte Raddatz zu Nagel: „Ivan, sag Du doch auch was zur Premiere“. Das tat Nagel. Wenige Sätze. Danach wurde sofort die Runde aufgehoben…..// Oder später einmal bekochte ich Ivan Nagel in meiner Terrassenwohnung in Palma, mit seinem Chauffeur-Freund. Theofilos Klonaris war dabei, der große Bücher – und Filmwissende u.a. Nagel war Gast in der Mallorca-Finca der Suhrkamp-Tante Ulla Berkéwicz, Ehefrau von Verleger Siegfried Unseld, um ein Buch zu Ende zu schreiben. Wir aßen am Tisch, ausser Nagels Fahrer-Freund. Er lag auf meinem Bett um Fußball zu gucken. Dort servierte ich ihm meine Kochkunst. Alles gut, da unsere Gespräche das Wichtigste waren. // Das erste Buch, was er mir in Düsseldorf als mein Gast schenkte: Ein aufwendiges Hitchcock-Ausgabe. Dann, nach 1988 – „Autonomie und Gnade“. Über Mozarts Opern. // Unvergessen ist seine starke, vielbeachtete Rede als kritischer Laudator für seine Freundin Susan Sontag, 2003, in der Paulskirche! Wo erlebe ich heute solche intellektuellen Größen?!

Nagorny, Christiane. 1964 – 1983. Mit 29Jahren verstorben! An Kohlenmonoxidvergiftung. Eine der traurigen, harten Erlebnisse für mich. Leider, leider verstarb die langjährige Freundin, am Tag der Eröffnung meines zweiten Kunsthandelsgeschäftes in Düsseldorf-Carlstadt. Sie wollte als Kunststudentin bei mir regelmäßig aushelfen.// An dem besagten Sonntagmittag warteten wir Freunde und Gäste auf Christiane. Zugesagte kamen. Nur Christiane fehlte noch. Unruhe. War ihr was mit ihrem Flitzer, einem MG-Sportwagen passiert? Manchmal trug sie keine Brille, obwohl eher erforderlich. // Dann rief ich ihre Mutter „Biggi“ an. Auch sie wunderte sich. Der Blumenstrauß für mich zur Eröffnung lag noch in Lüdenscheid in deren Haus, sagte sie. Starke Unruhe nun auch bei ihr. Sie rief die Besitzer der Jagdhütte an, wo Christiane am Samstag eingeladen war mit anderen jungen Freunden. Dann kam es: Die Mutter Biggi hörte, das Christiane bereits am Morgen tot aufgefunden worden war. Am Morgen! Ich rede hier über meinen Anruf zur Mittagszeit! Der gerufene Arzt hat festgestellt, Tot durch Kohlenmonoxidvergiftung. Entsetzen bei uns. // In der Nacht muß Christiane aufgestanden sein, um auf die Toilette zu gehen, da ihr wohl schlecht war vom Alkohol oder was auch immer. Da sie gut erzogen war, kniete sie sich nieder – vor die Toilette, um sich zu übergeben. Sie atmete das Gift ein. Dieses Gift ist schwerer als Luft. Daher befindet es sich unten. // Ein bitteres Thema, welches heute, 2020, nach 37 Jahren noch schmerzt. // Christiane war lebenshungrig, aktiv, klug. Ein Typ für Jeans und Flanell. Mit ihr ausgehen, herrlich. Oft war sie leichtsinnig-lustig, überdreht, lebensfreudig. Kess, auch frech, verschmitzt lächelnd. // Gegenseitig stellten wir uns neue Menschen vor. Und setzten sie für uns ein. Gingen mit ihnen aus. Oder nach Hause zu ihr, in die Kölner Ohmstrasse. Gleichzeitig „Schwitzende“ störte sie nicht. // Auch Frauen konnte sie bewundern. Stutenbissigkeit kannte sie nicht. Körperlichen Nähen konnte weder sie noch mich erschrecken, wie ich längst über mich vorher schon aufzeige. // Einen ernst zu nehmenden Freund hatte sie nie. //

Nagorny & JCB. Auch JCB konnte es besonders gut mit Christiane, da sie, wie gesagt, auch elegant auftreten konnte. So nahm JCB sie etwa mit zu „Boso“, dem Hochadeligen, nach Vincenza. Siehe unter Boso Roi. // Die Mutter von Christiane wurde total durch dieses dramatische Todes-Schicksal verändert. Bei der Beerdigung war schon absehbar, da bahnen sich schwerwiegende Veränderungen an. // Übrigens wurde der Herr Regisseur, der nie als Freund ihrer Christiane bei den Eltern akzeptiert wurde, bei der Beerdigung in Lüdenscheid, in der Kirche in die letzte Reihe gesetzt. JCB und ich saßen direkt hinter der Familie, in der zweiten Reihe. Da stand ich auf, und holte Christianes „Freund“ nach Vorne, auf meinem Platz. Das zum Thema freundschaftliches Verhalten. Meinerseits! // Früher war auch die Mutter eine lebensfreudige Type, zog sich aber total zurück. Der immer schon stille Vater, ein Lungenarzt, zeigte nie was nach Außen. // Die Mutter bot mir noch Christianes MG-Sportwagen an. Doch ich sagte – nein. Dies zum Thema, „Nähe“. // Schrecklich, liebe Christiane, Deine Schicksal! Skizzen vom 24.03.2020, ihrem jährlichen Geburtstag. Und von unserem Trennungstag mit der Regisseur-Familie vom 12.bzw. 14.05.2020.

Nyborg, Anders. Bornholm-Mallorca. Anders Nyborg ist mein Empfehler für den Standort Mallorca! Ein Kunde aus Düsseldorf stellte den Kontakt her. Seine Bildung und das gleiche Interesse an Opern brachten uns schnell zusammen – als Freunde. Ein wunderbarer Mensch. Seine charmante finnische Frau Clairy – belesen. Sechssprachig! // Anders Nyborg ist auch ein Hochsee-Regatta-Segler. Das durfte ich erleben von Bornholm nach Oestenbi (Schreibweise!?) mit seiner großen Jacht. Jedenfalls hielt ich – auf Befehl – das Steuer auf 4Grad Nord. Das kann ich nicht vergessen, weil es regnete, Windböen uns arg beschäftigten. Herrlich. Nie hatte ich bei Anders Nyborg Angst! Andere Boote kehrten um. Anders Nyborg nicht! // Zig Riesenskulpturen sind in ganz Europa aufgestellt. Dazu gründete er immer einen Förder-Verein. Holte Sponsoren und die Gemeinden dazu. Dann funktionierte es mit der Finanzierung, mit dem Bau der recht teuren Skulpturen. // Aufgewachsen ist er in dänischen einem Architekten Elternhaus. Der gute Verkauf seines Reiseunternehmens sicherte ihm ein Leben ohne Sorgen auf Bornholm und auf Mallorca. (Steuerliche 180-Tage-Regelung). // Als Autodiktat entwickelte er sich zum Künstler. Denn, ohne Arbeit, nein, das ging nicht bei diesem kreativen, dynamischen Mannsbild. Presse Mallorca Zeitung 13.12.2002 über seine Ausstellung bei mir. Siehe Buch bei Amazon. Anders Nyborg: Ein Künstler auf zwei Inseln. Siehe www.anders-nyborg.dk . Sein kluger Kopf – herrlich anzuschauen auf der Titelseite. 

Ostendorf, Hubert. Herausgeber des Obdachlosen-Magazin fiftyfifty, Düsseldorf. Eine Persönlichkeit. Ruhig, kantiger Kinn, wache Augen, immer etwas lächelnd. Kurzum, sympathisch. Gerne habe ich mich auf seine kreativen Idee eingelassen. Jahrelang. Meine Galerie transportierte Hilfe für die „Obdachlosen-Selbsthilfe“. Selbsthilfe. Dieser Ansatz von Hubert ist genau richtig. // Angefangen hat es in Zusammenarbeit mit dem Franziskaner Bruder Matthäus. Markenzeichen, sein roter Bart. // Hubert Ostendorf entwickelt Ideen. Etwa dieses Magazin fiftififti. Der Verlag bekam die Hälfte des Verkaufspreises, der Verkäufer, ein Obdachloser, bekam die andere Hätte – für sich. Das lief! Das fand ich klasse. // Meine Aufgabe, wie seine auch, Künstler suchen, die Grafiken entwerfen zum Verkauf, zum kleinen Preis. Dazu kamen Künstleruhren. Immer die gleiche Plastikuhr, jeweils von einem anderen Künstler gestaltet. Der Verkauf lief rasend. Wohl ca. 400 Stück wurden jedesmal in meiner Galerie verkauft. Preis, um die 100DM. Ja, ich war stolz auf mein soziales Engagement! // Die Medien begleiteten diese Präsentationen, sehr, sehr großzügig! // Siehe unter Rubrik Ausstellungen in Düsseldorf ab 1996. // Das Geld wurde in Wohnungen, Häuser gesteckt, um Obdachlose seßhaft zu machen. // Februar 1996 ging es mit den Aktionen in der Galerie Blau wohl los. Namhafte Künstler machten mit, unterstützen diese Aktionen. Etwa Jörg Immendorff, Günther Uecker, Gerhard Richter, usw. Siehe Wikipedia. Dieses gemeinsame Projekt lief bis zu meinem Umzug nach Palma, 1999. – Muß hier unterbrechen. -…………Ergänzungen folgen

Schlusssatz wird sein: Bis heute, den 15. Juli 2020, haben wir Briefkontakt, der Hubert und ich. Gerade haben wir zig Zeilen per Email geschrieben. Ein Wiedersehen ist dringend erforderlich, sagen wir beide!

Poch, Uli – Ulrich, Staatssekretär a.D. Ein Skandal in Berlin? Den gab es unter dem ergeizigen und guten Regierenden Bürgermeister von Berlin, Richard Karl Freiherr von Weizsäcker (1981-1994). // Uli, Neffe von „unserer“ Christiane Nagorny, siehe oben, schaffte das. Als – ausgerechnet – Kultur-Staatssekretär. Uli ließ sich zwei Gehälter überweisen. Das flog auf. Und er flog raus. Flog nach Hamburg, wo ihn die CDU als Geschäftsführer irgendwo versorgte. // Vorher waren wir einige Male Gast in seiner schönen, großen Berliner Altbauwohnung. Profitierten von ihm zunächst als Türöffner für Tickets in der Oper, oder um gute Mitteltische in In-Restaurants zu ergattern. Wie etwa bei der Berliner Restaurant-In-Adresse, bei der Griechin „Fuffi“. Weil Uli es für uns so wollte. // JCB fand das Auftreten von Uli oft peinlich, wie er seinen Staatssekretär raushängen ließ. // Uli war es dann doch peinlich mit seiner doppelten Lohnüberweisung: Nach der Entlassung als Staatssekretär hatte er sechs Monate einen lahmen, linken Unterarm. Er war wohl geschockt über sich! Immerhin!

Ratzinger, Joseph Kardinal. Ab November 1981 Vorsitzender der Glaubenskongregation. Früher genannt – Inquisition. Flughafen Rom. Wartehalle. Dabei, meine Freunde die „Doctores“, ehemalige Hausärzte, Dr. Detlev Gudemann und Dr. Jürgen Laudert, als wir noch eine enge Nähe hatten, viel gemeinsam reisten oder Kulturausflüge machten, und JCB. // Da ich diese berühmten grauen Haare von ihm entdeckte, sagt ich zu meinen Freunden, ich gehe hin und kläre. Ich: Sind Sie es? Er stand auf, dieser kleine zierliche Mann, in Schwarz. Ja, sagte er. Er reichte mir seine Hand. Ich zog beide Hände weg, legte sie hinter meinem Rücken. Er lächelte. Ich fragte: Wie geht es dem Papst ( Papst Johannes Paul, II, Wojtyla, damals schon krank). Ratzinger: Ach, wie soll es einem alten Herrn gehen, der soviel arbeitet und krank ist. Ich: Warum gelten SIE sooo stramm konservativ? Er: Wenn sie mich kennen lernen möchten, dann lesen Sie mein Buch „Das Salz der Erde“. Oh, sagte ich, das hat mir unser Düsseldorfer Stadtdechant Terboven empfohlen. Ratzinger: Bitte grüßen Sie ihn von mir. Er war ein guter Student von mir. // Längst fühlte ich mich unwohl. Meine anfängliche Schroffheit war mir unangenehm. Ich begegnete einem Herrn, der sehr höflich mir gegenübertrat. Eine starke Aura verströmte. // Nun reichte ich ihm meine Hand. Er nahm sie mit seinen beiden Händen, lächelte. Und er nahm die Hände meiner Freunde, die zwischenzeitlich zu uns gekommen waren und wünschte uns allen, alles Gute. Ich fühlte mich klein. Siehe EXPRESS vom 19.09.1997. 

Ratzinger Anmerkung: Er war mal ein aufmüpfiger in der katholischen Kirche. Als junger Mann, als Berater und Redenschreiber von Kardinal Frings. Bei der Vorbereitung zum zweiten vatikanischen Konzil 1962-1965. Frings hielt eine Ratzinger-Rede 1961 in Genua. Es richtete sich gegen die Erstarrung im Vatikan, gegen die Missstände. Johannes XXIII lobte Frings, der Mitglied im 10.köpfigen Konzilspräsidium war! Wann drehte sich Ratzingers Position ins stark Konservative? Und warum? Was war der Anlass? // Was wir behalten und beklatschen werden: Das Ratzinger als Papst zurücktrat. Gut so. Er war kein Manager. Er ist ein hochintelligenter Gelehrter. Das reicht ja auch. // Aber seine Texte, als emeritierter Papst zum Zölibat, 2020 in einem französischen Buch veröffentlicht, sind schrecklich unzeitgemäß. Auch nicht gut, weil es vereinbart war, das er als Papst-Rentner nicht zu „Tagesdingen“ seines Nachfolgers Franziskus was sagen sollte! Eine Intrige? Bauenropfer: Sein Privatsekretär Gansewein, der ach so Nette, mußte sein Amt aufgeben bei Franziskus, und bei Ratzinger. // Taktisch falsch war es auch, Ratzinger zu erlauben, weiterhin in der weissen Papstrobe aufzutreten. // In diesen Tagen, Februar 2020, kam der avisierte Text aus dem Vatikan, von Papst Franziskus: Keine Zölibat-Ausnahmen. Keine verheirateten Priester darf es in Südamerika geben, die ja unter starkem Priestermangel leiden. Auch Franziskus ist ein „Gefangener“ in Rom. // Die Kirchen werden sich weiter stark leeren. Wird Zeit, das es ohne Staat bei uns mit den Kirchen weitergeht. Von wegen Einhaltung von Kirchensteuern. Oder das Bezahlen der wohl 400 Bischöfe mit Steuergeldern – von allen Bürgern! Absurd!! So geht es nicht weiter. // Siehe den Spielfilm von Dezember 2019: „Die zwei Päpste“. Klasse. Mit Anthony Hopkins als Papst Benedikt. Und der wunderbare Jonathan Pryce als Papst Franziskus. 

Religion. Wie ich schon in der Rubrik „Über mich“ berichtete, steckte man mich als Evangelisch getaufter, in einen katholischen Kindergarten. Beste Erinnerungen habe ich. Die wehenden Nonnenkleider kann ich nicht vergessen, wie auch nicht die höfliche, lustige Art der Nonnen. Und deren Klugheit. Das törnte mich an, wie gesagt, im Vorschulalter! // Meine einzige Oma, zu der wir Kontakt hielten, war die Mutter meiner Mutter. Sie kam relativ oft zu Besuch. Sie Schlief immer bei mir im Bett und sagte: Puhl nicht da unten herum. Das hätte sie nicht so oft sagen sollen! Meine Neugierde wuchs stetig. Ich konnte mein „Ding“ nicht mehr in Ruhe lassen. Fast hätte ich gesagt, bis heute.// Oma Wedeleit, aus Lötzen, Ostpreußen, war eine rüstige, reisefreudige Offizierswitwe. Großzügig mit Spenden für die Evangelischen Kirche. Sehr gläubig! Daher schleppte sie mich Sonntagmorgens in die Vohwinkeler Hauptkirche, Gräfratherstrasse. Fussweg 30/40 Minuten. Nachmittags zog sie mich dann in die Friedhofskapelle zum Gottesdienst. Fußweg 15Minuten. Bis zum 14.Lebensjahr lernte ich sage und schreibe 33 Kirchenlieder! // Pastor Zabel war der Hauptpfarrer. Ein stattlicher, blonder guter Typ. Auch er förderte und forderte mich. Drängte mich viel zu lesen. Da er angenehm war, folgte ich. Irgendwie fühlte ich mich zu ihm hingezogen. // Gegenüber der Kirche wohnte einer meiner Freunde. Friedhelm. Ein zappeliger, lustiger Junge. Er nahm mich auch oft mit in sein Elternhaus. Sein Vater war der Organist unserer Kirche. Wieder tauchten Musik und Kirchenlieder bei mir auf. Diskussionsthemen waren Religion, Politik und – Kirchenlieder. Der Vater mochte mich. So blieb es lange Zeit eine gute Freundschaft mit Friedhelm. Auch, als er aufs Gymnasium Mackensenstrasse kam. Ich ja leider nicht, da meine Eltern kein Geld mehr hatten, nach dem Eilverkauf unserer Firma. Friedhelm und ich verloren uns nicht aus den Augen. // Mit 16 trat ich aus der Kirche aus. Aus politischen Gründen. Die „Firma“ Kirche mochte ich nicht. Deren stehengebliebene, veröffentlichte Meinungen und Ziele waren nicht akzeptabel für mich. // Nie war ich gegen den Glauben bei anderen. Mich wundert bis heute nicht, das die Kirchen leer sind. Sie haben versagt. // Auch das unser Staat, ich glaube über 400 Bischöfe und ähnliche Vorgesetzte, mit Steuergeldern bezahlt, ist unmöglich! Was soll das! //

Religion auf Mallorca. Jahrzehnte später. Margot Käßmann hielt einen Vortrag. Da war sie noch Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen Deutschland. Gerne verfolgte ich ihre Äusserungen, Essays in den Medien. // Und nun also traf ich sie live traf in Palma. 400 Gäste. Ihr Vortragsthema – Luther. Dabei hatte Frau Käßmann – zwei kleine Töchter, in der ersten Reihe sitzend. Still, malend. Mit sich selbst beschäftigt. // Vortragsende. Fragen erwünscht. Nur zwei Personen meldeten sich. Der renommierte Rechtsanwalt – auch Boris Becker Anwalt auf Mallorca. Hans von Rotenhan und ich, Blau. Natürlich hatte ich mich vorbereitet. Da ich die offene Redensart der Margot Käßmann immer gut fand, fragte ich als letzter: Warum wurde Luther im hohen Alter zum Judenhasser? WOW. Stille im Saal. Sie überlegte kurz und sagte: Müßen Sie mir zum Schluß noch ans Bein pinkeln?! Lachen bei allen. Dann antwortete sie souverän klärend. Viel Beifall. // Anschließend gab es mit ihr und Rotenhan noch einen Absacker. // Alkohol. Da bekam sie auch viel Beifall, Anerkennung, als sie erwischt wurde mit Alkohol am Steuer und schnörkellos sofort zurücktrat. Nie gab es für Sie einen Abbruch von gesellschaftlichen, wichtigen Kontakten. Verständlich. Es ist eben ein charakterlich anderes, gutes Auftreten gewesen. Anders als der verwöhnte Schönling Freiherr von und zu Gutenberg mit seiner „Salamitaktik“ als Beichtform. Er wurde alles schlimmer. Und er wurde zurück gedrängt als Verteidigungsminister. Peinlich!

Renault, Familie. Sant Tropez. An der Tahiti Plage wurden wir ihnen vorgestellt. Von JCB Freund Baron Jérome, Antik-Händler aus Paris. Gleiche Eleganz, gleiche Napoleon-Größe wie JCB. Unvergessen: Sein „einfaches“ , antikes Wochenend-Reihen-Haus, 18Jhdt., in Versailles, mit Blick auf die Seine. Stilvoll romantisch. Toll! Und gut kochen konnte er auch. Ausserdem schenkte er mir das Parfum „Balmain“. // Renault-Einladungen folgten in deren St. Tropez Landhaus zwischen 1969-1973. Tja! // Ein peinliches Erlebnis hatte ich in deren Swimmingpool, wo ich oft drin war, um nicht allzu sehr aufzufallen, das ich kein Französisch konnte. Mit Englisch kam man damals in Frankreich nicht gut weiter. Ein Staatssekretär von Präsident Georges Pompidou stellte mir zweimal nach. Begrapschte mich unter Wasser. Meine Güte, war mir das peinlich! Auch vor JCB, der sich auf französisch in dieser, ja, High Society-Clique – oberhalb des Wassers sicher bewegte. // Was habe ich noch behalten von St. Tropez? Mein naives Verhalten, weil noch unerfahren. Ich fragte JCB: gibt es nicht ein Bar wo alle diese – für mich berühmten Elitären, ein Bier trinken, abends? JCB guckte mich an. Kunstpause. Dann sagte er: Na klar. Dann lädst du mich aber zum Bier ein. Okay, gerne, strahlte ich. // Wir betraten um 22 Uhr eine Bar. Sofort war klar, so etwas kannte ich noch nicht. Jeder Gast war lässig, lustig, in sportlich-schicker, eher weißer Garderobe, in allen Sprachen sich bewegend. // Ich bestellte zwei Bier. Auf Französisch, so wie JCB es vorher mir zuflüsterte. Und die Rechnung. Ich wurde blaß: Umgerechnet 40€ heute – ein Bier! Hilflos sah ich mich um, gab JCB ein Zeichen. Er kam, lächelte, zahlte es. In Franc damals, claro. // Es war mir soooo peinlich! Konnte ich mich nicht zufrieden geben, mit der sowieso schon privilegierten Lebenssituation an der Seite von JCB?! Das passierte mir natürlich nie wieder. Lernprozesse! // In Erinnerung blieben Sonne, Freundlichkeiten, andere Top-Familien, und – gutes Essen. Auch legere, witzige, teure Gipsy-Kleider, an barfuß tanzenden Frauen. Das war damals angesagt, in Sant Tropez. Massentourismus gab es da noch nicht.

Residentreff Mallorca. „Günter Stalter. DER Resident“.  Bewundernswert, sein Fleiß, seine Kraft, seine zig Sprachbegabungen. Und die von seiner Frau und seiner auf Mallorca aufgewachsenen Söhne. // Natürlich sprechen alle auch Katalan, Mallorqin und Spanisch! Die Söhne sind heute deutsche Anwälte. Studium war in Spanien. // Die sehr unterschiedlichsten Residenten auf Mallorca, zu Besichtigungen führen, dafür zu begeistern, das wollte Günter Stalter. Nichts war ihm zu viel. // Mir erlaubte er, das ich bei Kirchenbesichtigungen, von den Kanzeln vorlesen durfte aus den entsprechenden Kunstbüchern. // Abschluss war immer ein gemeinsames Essen in normal spanischen Landrestaurants. Mit Büffet. Das liegt mir nicht. Daher fuhr ich meistens vorher nach Hause. Herr Stalter, ich bewundere Sie!

Rotenhan, Hans Freiherr von. Mallorca/Berlin. Boris Becker Anwaltskanzlei u.a. Na, auf dieses Becker-Thema habe ich keine Lust. Becker werde ich als Tennis-Welt-Star gut und gerne in Erinnerung behalten, claro. Danach? Nee danke! // Hans von Rotenhan hatte eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Als wohl „schwarzes Schaf“ seiner Familie, landete er mit jungen Jahren, aber schon als Jurist mit Staatsexamen, auf ibiza. Er verkaufte Stiefel und was weiß ich noch alles. Er lernte „verrückte“ Menschen kennen, notierte Episoden und Tratsch. Bis ihn ein Unternehmer entdeckte, schätzte, zur Sprache stellte: Wie können Sie nur so ihr Geistkapital verdrängen! Es gehört eingesetzt! Rotenhan bekam eine Kanzlei. Natürlich trat er nun im Anzug auf. Es lief richtig gut! // Der nun erfolgreiche Rotenhan war vor allem auch Schlagfertig. So wurde er mal gefragt, warum er den Vorsitz eines Fördervereins habe, für eine bestimmte Krankheit (die auch ein Familienmitglied hat). Er: Weil ich gesund bin! // 13.05.2004, Mallorca Zeitung: Hans Freiherr von Rotenhan wird auf Mallorca ausgezeichnet von Landespremier Jaume Matas, in einem Festakt, im „Palau March“, als „Europäer 2004“: Vorbild für Verständigung verschiedener Völker. // Hans von Rotenhan: ein wunderbarer, humorvoller, begnadeter Erzähler, Essayist. Alle seine Kolumnen in dem Mallorca Magazin oder wo auch immer, habe ich verschlungen. Herrlich! Heute lebt er in Berlin hauptsächlich. Empfehlenswert, sein Buch: : „Mallorca ist anders. Ibiza erst recht“. 

Schober, HelmutKünstler. Austria/Mailand. Mehrfacher documenta- und Biennale Venedig-Teilnehmer. Kommerziell erfolgreich. Alleine das Kunstmuseum Bonn besitzt 40 Werke. // Verkaufen konnte ich aus unserer gemeinsamen Ausstellung in Düsseldorf, ein großes Werk an die Kunstsammlung Pax Christie, Krefeld u.a.. Siehe unter Rubrik Performance. // Leider verhinderte sein Name, die einzige, zugesagte Teilnahme für mich bei der Art Cologne. Es gab mal einen Streit mit ihm und dem Vorsitzenden der damaligen Zulassungskommission, Carsten Greve, Köln/Madrid. Als Greve den Namen Schober las, auf meinem Antrag zur Art Cologne, wurde ich wieder schriftlich ausgeladen. Mit dämlich-gezwirbelten Sätzen, Fies, dieser Herr Greve! // Dumm aber auch von Helmut Schober, oft zu provozieren. Als wenn er nicht erwachsen werden wollte! // Das erfuhr ich aber alles erst viel später. // Provokationen von Schober: Er wollte mich vor den Parallel-Ausstellungen im Kunstmuseum Bonn und bei mir in Düsseldorf, in München treffen. Zu einem Vor-Gespräch halt. Im Hotel Königshof, am Stachus, wohnte er – umsonst. Er kannte den Direktor gut. // In deren Michelin-Stern-Restaurant mußte ich ihn zum Abendessen einladen: Galeristen zahlen, sagte er! Völlig okay. Doch dann bestellte er zwei Literflaschen Mineralwasser. Öffnete beide, und ließ sie gleichzeitig über seinen Kopf auslaufen. Die Gäste waren entsetzt. Ich äusserlich nicht. Ass einfach weiter mein gutes Essen. Er schrie: Warum regst du Dich nicht auf? Ich lächelte ihn an. // Jahre später berichtete er mir, das er meine Beherrschtheit bewundert habe. Meistens würden alle ausrasten. Schober wußte einfach nicht, wer ich war: Trainiert, mental gefestigt! // In Mailand traf ich ihn, damit ich Arbeiten in seinem großen Atelier aussuchen sollte. Dies war alles spannend. Mailand natürlich auch. // Außerdem „zwang“ er mich, mit ihm in eine Sauna zu gehen. Schober war nicht schwul, hieß es. Wäre mir egal, kein Problem für mich. Doch auch komisch, warum er so meinen Body fixierte und ja, Einzelteile derb beschrieb. Sie mit seinem sportlichen Körper verglich. Auch das war keine Aufregung für mich. Es erinnerte mich an pubertäre Doktorspiele. Hauptsache, er entspannte sich. // Mit seiner Frau gingen wir, na klar, in ein richtig gutes Fischrestaurant. Galeristen zahlen ja…Wieder grinste er dazu. Seine Frau, eine ruhige, gut aussehende Type, mochte mich wohl. Sie lächelte mich an, weil Schober an mir so abprallte. // Auffallend an diesem Abend war nur eins: Die gefühlt tausend Handys, diese neuartigen Wunderdinger, im Einsatz. Dieser Krach im Restaurant!!! Dann folgte in Italien ein Gesetz: alle Handys mussten am Eingang eines Restaurants abgeben werden. Ist das wohl noch heute so? // Über Schober lernte ich seine Kölner Zahnärztin kennen. Schober hatte immer Zahnschmerzen. Eine blonde, schlecht frisierte, stark busige Zahnärztin, ein Walküre-Typ. Unangenehm leise sprechend, eher schmuddelig wirkend, immer schmutzige Fingernägel, mit zugekniffenen Augen alles beobachtend. // Unsicher machten mich in Ihrem Landhaus, ihre zwei Kampfhunde. Riesige Dobermänner? Immer wollten sie sich auf mich stürzen am Eingangstor. Vorher sagte sie durchs Eisentor – zu meiner Beruhigung: Ich öffne jetzt, fass sie an der Schulter an, dann lassen die Hunde sie sofort in Ruhe. Widerlich. Mir klopfte das Herz. Ich bemühte mich keine Angst zu zeigen. Wissend, das Hunde Unsicherheiten aber denoch merken. So gingen wir in ihr chaotischen, nicht aufgeräumten großen Bungalow. Saß ich auf der niedrigen Couch, kamen diese Viecher und – leckten meine Glatze. Also, das war grausig! Und sie? Lächelte, mochte diese Quälereien. // Aber sie war erfolgreich. Und vor allen Dingen, kaufte sie wirklich viel Kunst. Auch bei mir. // Sie mochte auch klassische Klaviermusik etc. Irgendwann überrollte sie mich: wir gehen heute Abend in die Philharmonie. Es spielt der junge Weltstar Arcadi Volodos, Sergei Rachmaninow. Stimmt. Es war ein großartiges Konzert. Sie war voller Rührung. Offensichtlich führte sie ein seelisches Doppelleben…// Leider zahlte sie schlecht, immer in Raten, damit ich mehrmals als Unterhalter zu ihr kam. Oft mußte ich sie in das Kölner Dom-Hotel-Restaurant einladen. Rituale! // Thema Zahlungsmoral: noch heute schuldet sie mir 5.000 DM, sprich 2.500 Euro. Gab es Angenehmes? Ja, ihre Tochter, die auch Zahnärztin wurde.

Schwarzhaupt, Wolfgang, Pharma, Köln. Mitinhaber Wolfgang wurde ziemlich heftig! Sponsor war er für seinen Kumpel Dieter Hens, Bildhauer, Autodiktat aus Köln, Mallorca, Kitzbuehel. In Schwarzhaupts gestylten, weitläufigen Büroräumen, auf dem Sachsenring, Köln, förderte er eine Ausstellung. Es gab genug zu trinken, Kanapees. Mit-Sponsor war die Credit Swiss, die mit zwei Direktoren aus Zürich angereist waren. Als Galerist wurde ich bezahlt für die Organisation des Vernissage-Abend. Ich versprach 100 Gäste. Und das mindestens der Kölner Express etwas darüber schreiben würde. Geschah auch. // Start 18Uhr. Bis 18.30 Uhr war kein Gast erschienen. Bei mir innere Unruhe. Doch Wolfgang Schwarzhaupt: Böse, beleidigende Worte über mein Nichtkönnen, ich sei ein Blender, etc., All das musste ich mir bis dahin laut anhören. Dieter Hens schwieg. Er vertraute mir. // Das Wetter war schrecklich: Schneeregen. Um 18.30 Uhr strömten über 200 Gäste herein. Tatsächlich war die Verkehrssituation ja schwierig. Tja, der unbeherrschte Sponsor Schwarzhaupt konnte sich halt nicht beherrschen. // Jahre später: Gibt es die Firma noch? Geht es ihr und Wolfgang gut? Wolfgang Schwarzhaupt Mutter musste ihr Penthouse verlassen, hiess es. Das Apartment in New York wurde verkauft?

Smeets, Marlies. Erste Oberbürgermeisterin von Düsseldorf. (1994-1999). Erstmals sprach ein Oberhaupt der Landeshauptstadt in einer privaten Galerie zur Eröffnung einer Ausstellung. (Künstler Anders Nyborg). // Sie war gerade als erste Frau zum Stadtoberhaupt gewählt worden, die ehemalige Rheinbahnmitarbeiterin, mit Gewerkschaftshintergrund, mit Herzblut. Die Grünen regierte mit ihr. // Wie gewann ich sie? Ich schrieb ihr, gratulierte zu ihrem neuen Job, wünschte alles Gute. Und merkte an: Sicherlich gehören Sie auch zu denen, die zwar einiges von der Verwaltung einer Stadt kennen, gut reden können, aber die sich nicht für Kunst und Kultur interessieren. Da rief sie mich persönlich an: Frecher Galerist! Ich komme und rede bei ihnen, in meinem blauen Kostüm, Herr Blau! So war es. Eingeladen und anwesend waren Vertreter aller Parteien. Das machte ich immer so. Ausserdem demonstrierte ich gerne meine Parteilosigkeit und nutzte somit meine rednerische Freiheit. Siehe Presse. 

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Spiegel, Paul. (1937 – 2006). Ab 2000 Präsident der Jüdischen Gemeinde Deutschland, langjähriger Vorstand der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Landesvorsitzender. /

Als einziger Galerist war ich in Düsseldorf zu seinem 60.Geburtstagsessen am 25.01.1998 eingeladen, ins Lindner Hotel Rheinstern. Da war er „nur“ Vize-Präsident des Zentralrates Deutschland.

1998 – 25. Januar: Haupt-Einlader und Begrüßung Ignatz Bubis, Vorstand der Zentralrat der Juden in Deutschland. Grußwort Dr. Adrian Flohr, Vorstand Jüdische Gemeinde D-Dorf. 

Festansprache Ministerpräsident Johannes Rau & Paul Spiegel.

120 Gäste. Begrüßungsrede von Paul Spiegel: Er nennt nur fünf Namen, als Beispiel seiner sozialen Umgebung: Darunter – auch ich! Also, da war ich schon erfreut, angetan. Ob das mehr Freunde schafft? Oder mehr Neider…?

Überrascht und, na klar, und erfreut, war ich schon über diesen Beitrag der Westdeutschen Zeitung der Landeshauptstadt Düsseldorf. Siehe unten. Nun, ich war zwar kein großer aber wohl ein kreativer, akzeptabler Galerist und engagierter Zeitgeist war. Wie kann es sonst zu solchen langjährigen Begegnungen, ja, zu solchen Freunden kommen!

Zitat Westdeutsche Zeitung: Auch Galerist Siegfried Blau überbrachte Glückwünsche.

Im Text aufgeführte Gäste: WZ druckt ein Foto mit u.a. Paul Spiegel und Ignaz Bubis.

Im Text nur 12 Namen: Gastredner Ministerpräsident Johannes Rau, Rita Süßmuth, Bundestagspräsidentin, stellv. Präsident Burkhard Hirsch, die NRW-Minister Brusis, Behrens, Clemens, Kniola, CDU Fraktionsführer Linssen, Bürgermeister Hardt, und Scheffler, Oberstadtdirektor Hölz, die TV-Journalisten Fritz Pleitgen, Ernst-Dieter Lueg, und – Galerist Siegfried Blau. //

Angetan war ich auch immer von seiner Ehefrau Giséle. // Die Gespräche mit Paul Spiegel waren immer fordernd, im leisen Ton. Sorgen machte er sich, über die „Flut“ von auch russischen Juden nach Deutschland. Auch, weil die Kosten für die jüdischen Gemeinden enorm groß wurden. Er fürchtete den finanziellen Kollaps. Er fragte auch mich: „Gehe ich mit diesem Thema an die Öffentlichkeit“? Ich sagte: „Ja“! So kam es dann auch.

Siehe unten Presse Rheinische Post und WZ vom 26.01.1998.

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Stauffenberg, Dominik Graf von. Wie schon unter „Fürstenberg“ aufgeführt, war er mein Mitarbeiter in Palma. Mitbewohner einige Monate dort. Tja, ein großer Name. Aus D E R Familie Stauffenberg. Damals so um die 35 Jahre jung. Ein amüsanter Unterhalter. Mit Whisky konnte man ihn erfreuen. Mit viel Arbeit nicht. Hihi. Wir trennten uns. // Ich lernte ihn bei Yvonne&Adolf von Fürstenberg, in Angermund/Düsseldorf kennen. Dank deren enger Freund Theofilos Klonaris, meinen späteren Galeriepartner. Dort war Stauffenberg der „Kaminholz-Vorleger“, so flüsterte man mir zu. Immerhin ein Graf in diesem – kinderreichen „nur“ Baron-Herrenhaus. // Junge Menschen waren dort immer gerne Willkommen. Baron Adolf spielte auch gerne mit jungen, muskulösen Burschen, Eishockey. Auch damit hielt er sich fit. Er war aufgeschlossen und liberal, lebensfreudig. // Stauffenbergs Spanisch war gut. Er hatte eine spanische Ziehmutter. Seine Mutter, Gräfin Metternich, war eine Jetlake-Tante, die oft mit Fürstin Gloria herumzog. Schließlich ist ein Papst Benedikt amüsanter als ein Sohn…?! haha. Aber, verzeih mir lieber Dominik, es war auch eine gute, lustige Zeit mit Dir. Nun lebst Du weiterhin auf Mallorca. // Auch Deine Schwester Alexandra Prinzessin von Hohenzollern (geborene Schenk Gräfin von Stauffenberg) lernte ich anlässlich Deines Geburtstages, in Palma kennen, mit ihren Kindern. Ohne Ihren Mann, Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern. Ein Hobby-Musiker, der mit seiner Band, mit Pseudonym, durch die Dörfer zog und Musik erzeugte: das finde ich klasse! 2020: Nicht so klasse sind wohl die Gespräche mit Deutschland um Rückgaben ehemaliger Besitztümer. //  Die Ehe von Alexandra und dem Hochadeligen war da sicherlich schon im Umbruch? Denn später kam die Scheidung. // Leider vergass Sie Unterhaltsgeld für Dominik, bzw. für mich nach Palma mitzubringen. War es nicht so besprochen? Sicherlich irre ich mich….Macht nix. Du hast nicht hungern müßen, nicht wahr, werter Dominik. Privat läuft es gut und entspannt für Dich auf Mallorca. Überraschend kam auf Mallorca, Deine Offenheit. Du hast Dich geoutet: Buddy Esteban aus Mallorca, an Deiner Seite, unterhält Dich. Klasse! Alles Gute wünsche ich Dir auch weiterhin.

Steigenberger, Albert. Düsseldorf-Oberkassel, so früh gestorben! (1956 – 2018). Ein Kunstsammler, erfolgreicher Rennsportpferde-Besitzer, Sohn des großen Hoteliers Steigenberger.// Seine heute erwachsen Kinder, Sophie & David, kannte ich als Kleinkinder bereits. Deren Mutter Claudia, ist eine elegante, schöne Frau, geistreich und stark. Immer ist ein Treffen mit ihr bis heute, ein Genuß. // Albert tauchte in meiner Düsseldorfer Galerie auf. Entdeckte ein Bild. Und danach zig andere! Er erwarb es und bezahlte sofort mit Scheck. „Kennen Sie meinen Namen oder soll ich meinen Ausweis zeigen“, sagte er, mit einem umwerfenden Lächeln. Er war damals ein besonders attraktiver Mann, mit hellblauen Augen, elegant-sportlich gekleidet. Sofort verstanden wir uns. Auch weil er freche, offene Bemerkungen machte über meine Unsicherheit. Herrlich! // Zig Jahre hielten wir guten Kontakt. Auch auf Mallorca. Dort besass er in Port Andratx ein – nach Aussen – Riesenhaus. Gebaut hatte es ein Bremer Kaufmann. Tatsächlich kam es mir drinnen, verbaut klein vor. Claudia mochte nicht Mallorca. Sie hatte oft Pech mit schlechtem Wetter. // Albert war auch ein Genussmensch. Fantastisch, die Abendessen mit ihm. Manchmal allerdings riefen seine Pferdesportfreunde an. Dann ließ er Messer und Gabel fallen. Doch wäre ich kein Widder, ließe ich sowas durchgehen! Danke Albert, für unseren gemeinsamen Zeiten. Auch die schwierigen „Genussphasen mit Prozenten“, freimütig bei einer SWR-TV-Sendung von Dir geäussert, ärgerten mich nie! Dort sagtest Du, wie auch zu mir, das es keine richtige Elternerziehung bei Dir gab. Seit Deinem 14. Lebensjahr trankst Du Alkohol. Wohl ein Alleinsein verstärkten diese Sucht? Auch schlimm, Du glaubtest für andere oft zahlen zu sollen. Seitdem. // So gab es eine Geburtstagseinladung in Düsseldorf von dir. Zig Gäste. Irgendwo in einem Gewerbe-Hinterhaus, war ein Riesenraum mit sehr, sehr vielen roten Rosen dekoriert. Aus deinem Blumenladen, vormals Blumen-Reich, neben dem Carchhaus. Das erstklassige Blumengeschäft hattest Du erworben. Halt deine Laune, dein Hobby. // Theofilos und ich sind ohne Ankündigung in den Raum getreten. Ungläubiges Staunen, Freude bei Albert, über unsere Überraschung. Und was sagte er zu uns: Ich habe doch garnicht Eure Flugtickets bezahlt! Schwupp, gab ich ihm eine leichte, freundschaftliche Ohrfeige. Er umarmte uns, und – er weinte, trat mit uns nach draussen! // Presse Balearen Ökonomie, mit Foto Blau-Steigenberger-Klonaris, September 2000. Untertitel: Blau versteht sich als Kunstsinniger Weltbürger! 

Albert Steigenberger, Mitte. Alle sollten lustig lächeln, meinte der Fotograf. Na ja!

Steinert, Hajo, Dr. Hans-Joachim, langjähriger Kulturchef Deutschlandradio. Langjährig bis zu seiner Pensionierung (2018) erfolgreich. Anerkannt, beliebt, geachtet in ganz Deutschland, wie auch bei uns, den Freunden. // Du wurdest Rentner. Ach, lieber Hajo! Dann kam Dein erstes Buch. Unruhe bei uns. Und in den Medien. Dann kam Dein zweites Buch. Die Unruhe blieb. Sollte das so rüberkommen, wie bei der Feuchtgebiet-Tante? Ihr Erfolg, die Anerkennung, die Verkaufszahlen stimmten. Es ist nicht meine Literatur, die mich anmacht. Weder ihre noch, sorry, Deine. Lieber gucke ich dann direkt im Internet Pornos. // Sollte man bei Dir von alten Männerträumen sprechen? Ich sprach so auch zu Dir. Sah nur Dein verletztes Gucken, als wir uns trafen in unserem beliebten Restaurant „Weinkneipe in der Wettannahme“. // Deine Nähe war und ist immer klasse. Gerade weil Du so intelligent bist. Gut aussiehst. Doch auf einmal schwimmt da was weg!? Achselzucken! // Das Du einem engen Freund, einem Kinderbuch-Autor, im Vorwort Dank sagst, für sein Gegenlesen, normal. Er soll ein intelligenter Zeitgenosse sein. Wirklich? Auf welchem Gebiet? Als Kinderbuchautor, das stimmt. Aber er merkte nicht, wie unglücklich formuliert Deine Texte, Inhalte meistens sind? Das irritiert und korrigiert mich über Euch zusätzlich.

Streich, Rita. Koloratur-Weltstar der Oper. Mutter von Franklin Berger. Kunststudent der Kunstakademie Düsseldorf, der mich auswählte, zu einer gemeinsamen Sonderausstellung. Siehe unter Ausstellungen Düsseldorf 1983. // Diese Präsentation war richtig erfolgreich! In jeglicher Hinsicht! Aber Franklin erzählte nix während der ganzen Zeit von seiner weltberühmten Mutter! Bis unsere Ausstellungen abgeschlossen waren, mit den drei von uns ausgewählten Kunststudenten. Toll, lieber, geschätzter Franklin. Leicht hättest Du mich beeinflussen können, mit dem Namen der Mutter, das muß ich zugeben. // Nach den Ausstellungen nahm Franklin Berger mich mit zu ihrem Wohn – und Arbeitsort in Essen. Stellte mir seine Mutter vor: Professor Rita Streich, Folkwang-Hochschule. Sein Vater, getrennt lebend von ihr, war Regisseur. Franklin wußte, das ich mich stark für Opernmusik interessierte. So bereitete er seine Mutter vor, die neugierig auf mich war, als Partner der gelungenen Ausstellungen ihres Sohnes. Meine „Blumen“ für sie: eine Musikkassette, zusammengestellt von meinem Musikfachmann und Kumpel Dietrich Hainz. Und auch gut dekoriert, zweifarbig beschriftet, mit all den Arien, die aufgezeichnet waren, die sie berühmt machten. Noch heute gibt es Musteraufnahmen für andere von ihr. // Vorbereitet war Ihre Dankes- und Kennenlern-Einladung in ein bürgerliches Restaurant. Sie sagte: „Herr Blau, sie mögen sicherlich auch Bratkartoffel mit Spiegelei! Es ist bereits bestellt“. Rums. Da staunte ich. Gucke zu Franklin. Franklin grinste. // So war sie halt, der ehemalige Superstar auf allen Opern-Weltbühnen, mit Erfolg verwöhnt. Sie war soooo gut! Siehe YouTube. 

Taschen, Angelika & Benedikt in Palma. Mein Auftrag von den beiden: Neuvorstellung ihres Buches. In meiner Galerie. Die wurde ausgewählt. // Es galt in Fachkreisen als ungewöhnlich, das beide an dieser Art Veranstaltung in der Galerie Blau, dabei waren! Für deren Buchvorstellung „Country Houses of Majorca“. Autorin Barbara Stoltie, René Stoltie, Fotos. // Völlig unkompliziert ging es zu. Wir duzen uns sofort. Abends, die Vernissage: Angelika erzählte, das sie sich verfahren hätten auf Mallorca. Sie leider nicht das anhätte, was sie mitgebracht hatte. Ich gucke sie an, grinse: Alleine schon Dein Rock! Lauter schwarz-graue Lippenstifte von – Versace! Das reichte ja dann wohl. // Benedikt war immer im Einsatz für seinen Verlag per Mobil. Jede Minute verkaufen sie weltweit ein Buch! Oft telefonierte er mit seinem Mobil, in drei Sprachen – gleichzeitig….// Ruhig, höflich und konzentriert sind beide. Sie wohnen in Los Angeles, Köln und in Berlin.// Doch dann trennten sich das Ehepaar. Aber nicht beruflich. // Es war natürlich ein großes, einschneidendes Erlebnis für mich. // Die Medien überschlugen sich mit Beiträgen. In drei Sprachen. // Sie luden die Autoren Stoltie und mich noch zum Essen ein, in ihr elegantes Finca-Hotel, auf dem Land. Deren Auftritt, deren Gespräche werde ich nicht vergessen! Besonderen Dank natürlich auch an Barbara & René Stoltie, Amsterdam, die alles mit Theofilos eingefädelt hatten.

Thorer, Axel, ehemaliger Bunte-Vice-Chefredakteur. In München fühlte er sich wohl. Auf Mallorca fühlt er sich wohler: Schon seine Eltern hielten dort eine Finca. Nun lebt der „reife“ Sohn – nach wie vor mit englisch-dickem, weißen Kolonial-Schnäuzer – mit Frau auch dort. // Deren Sohn Tim? Tom? Wo ist er? Was macht er? Einige Mal kümmerte ich mich um ihn, auf Bitte seines Vaters. Er hatte Startprobleme für sein Leben. Tja, wie so soft, bei einem soooo mächtigen Vater. Der auch noch körperlich wie ein Koloss, bestimmend aussieht. Sich selber auf seiner „www“ als Abenteurer bezeichnet, Afrika-Safaris mag, vieles besser weiß. Tatsächlich! Wie können aber Söhne erwachsen, selbständig werden? // Nun, zu Axel Thorer. Tatsächlich zeichnet ihn ein großes Allgemeinwissen aus. Eine starke Belesenheit besitzend, korrigiert er andere gerne. Das mochte ich. Da hatte ich Glück. Andere, mit weniger Selbstbewußtsein, fühlen sich unwohl. // Ausserdem weiß er seit Jahrzehnten, wie man Notizen, Infos, Episoden aufschreibt. Und so kommt es, das Axel Thorer sicherlich der Informierteste ist auf den Balearen, über Geschichten der Gäste oder Residenten. Mit Sicherheit! Seine Sammlung Balearen-Bücher ist sehr groß. Es kommt also auch ein Geschichtswissen dazu. Davon profitierte ich, weil er mich akzeptierte. // Meine Veranstaltung in der Galerie Blau, „Die Juden auf Mallorca“, am 26.11.2003, anlässlich meines Jubiläums 25Jahre Galerie Blau, konnte ich gut einleitend und moderierend durchziehen. Thorer impfte mich vorher. Beriet mich Fachlich. Entsprechend berichteten die Medien positiv. Auch die beiden hochkarätigen Teilnehmer trugen natürlich dazu bei. Siehe unter Ausstellungen 2003, 26.11. // Axel Thorer brachte mich auch in die Bunte. Endlich war ich mal ein Mini-Promi neben Senta Berger & Co….// Nee, das brauchte ich nie. Aber da war Fachliches wieder für Thorer ein Kriterium. Mit meinem Galeriepartner Klonaris machte ich vor dem Umzug nach Palma 1999, eine Reise zu seiner Familie auf Rhodos. Ich bat darum. Das erfreute Theofilos Klonaris. Sein vorheriger, langjähriger Freund Prof. Galloway, sah nur sich. Er interessierte sich nicht für die Verwandtschaft seines Freundes. Zitat Klonaris.// Theofilos zeigte mir die Insel. Seine – wunderbare, lebenskluge – Oma, erzählte viel. Auch, über die harte, oft arrogante Besatzungszeit der Deutschen. Aber auch, über die ebenso miese Zeit der griechischen Militärdiktatur wußte sie viel. Theofilos übersetzte es mir, da ich kein Griechisch kann. Tue mich ja sowieso schwer mit Fremdsprachen! // Bei einem der Spaziergänge entdeckte ich einen jüdischen Friedhof. Und ich sah – genau den Aufbau, wie das anfangs sehr umstrittene Holocaust-Denkmal in Berlin von Peter Eisenman: Die Gräber auf Rhodos hatten genau die rechteckige, glatte Form und Proportionen, wie in Berlin! // Farb-Beitrag „Bunte“ 16.09.1999.

Thurn & Taxis, Johannes Fürst von. Strand, Sant Tropez ca. 1967/68. Er kam auf uns zu, gab mir die Hand und sagte zu mir, dem Jungen mit den schönen, wilden blonden Haaren: „Sie kennen mich?“ Ich: „Ja, ich lese jeden Tag die FAZ, Wirtschaftsteil“. Er: „Ich möchte Sie einladen auf meine Jacht dort heute Abend“. Ich: „Nein danke. Ich bin hier mit meinem Freund JCB“. Das ist er! Da zuckten seine Augenbrauen! Im Schlepptau hatte er drei dünne Jüngelchen, die ich rein körperlich nie sehen würde an einem Strand! Johannes selbst war ein bayrisches, halbglatziges Mannsbild. Dunkler Typ. Gut aussehend. Es hatte noch keiner an die spätere Fürstin Gloria gedacht. Sie war noch ein Kind. Geboren 1960. // JCB wußte, in welche Restaurants „man“ in Sant Tropez abends ging. Thurn & Taxis kam immer an unserem Tisch, verbeugte sich und sagte: „Guten Abend“. // Respekt vor Fürstin Gloria – viel später: Sie sanierte die trudelnden Unternehmen der Thurn & Taxis. Der gemeinsame Sohn soll auch ein Guter, und sehr liberal aufgeschlossen sein, wie ja bekannt, seine Mutter Gloria und Vater Johannes ja auch! 

UBS-Private Banking, Düsseldorf. Neue Standortgründung. Direktor Walter Bolliger war damit beauftragt. Ich wurde ins Spiel gebracht, Türen für die UBS in der Landeshauptstadt zu öffnen. Mein sehr gutes Netzwerk war halt bekannt. Auch weil sehr viel über meine Ausstellungen in Print-Medien und WDR3-Vorankündigen berichtet wurden. Vier Aktenordner muss ich noch scannen für meine Presse-Rubrik. Und so kam es auch, das man relativ schnell über UBS gut redete. Fleissig stellte ich Walter Bolliger Kunden und Entscheidungsträger in der Landeshauptstadt vor. Viele Einladungen der UBS folgten als Dank für mich. Ob „gehobene“ Karnevals-Sitzungen in Köln, ob Abendessen, Reisen, etc. Oder auch VIP-Einladungen und Bewirtungen auf der wichtigsten Kunstmesse Art Basel folgten. // Dorthin nahm ich einmal den ebenfalls eingeladenen, großen Kunstwissenden, Prof. Heinz Althoff, ein Freund aus Düsseldorf, in meinem Auto mit. Dabei, der Kulturjournalist Michael Georg Müller. Jeder bekam sein Hotelzimmer. Und eine herausragende Bewirtung. Sowohl auf der Messe, als auch beim üblichen, aufwendigen Messe-Empfang und Abendessen für ausgewählte Galerie-Teilnehmer und andere Persönlichkeiten. UBS war und ist der Hauptsponsor der weltberühmten Art Basel. Heinz Althoff freute sich, das in deren VIP-Bereichen, ein Fachbuch von ihm auslag. // Die Rückfahrt war lustig. Heinz Althoff war bekannt für seine humorvollen, kessen, geraden Anmerkungen. So sagte der junge Kulturjournalist Müller, ich sollte doch zuerst ihn nach Hause fahren, da er ja noch einen Kunstbeitrag über die Art Basel schreiben müße. Althoff war entsetzt. Wie bitte, mich alten Mann wollen Sie länger strapazieren? Holen Sie Ihren Block raus. Ich diktiere Ihnen den Beitrag aus dem Stehgreif. // Mit Walter Bolliger stehe ich immer noch im Briefkontakt, wie auch mit seiner Ehefrau Katiti.Zu deren Hochzeit war ich damals eingeladen nach Kapstadt, mit Safari. Ein gebildetes, wunderbares Ehepaar. Keine Frage. Ich war kein „großer“ Galerist aber ein cleverer Organisator. Sehr bekannt und gut funktionierend halt. So sagten sie. Daher boten sich herausragende Kontaktmöglichkeiten für mich. Noch heute, 2020, schreiben wir uns. 

Weber, Roland. Landwirtschaftsgärtner, Düsseldorf-Kaiswerswerth. Hochgebildeter Ästhet und Junggeselle. Renommierter Parkgestalter der Oberschicht. Sein Landhaus in Kaiserswerth, ein Genuss. Gebaut von seinem Freund, dem späteren Ehrenbürger von Düsseldorf, Kunde von mir von Jugendstilglas, Helmut Hentrich. (Siehe Sammlung in der Tonhalle D-Dorf). // Das flache Haus gefiel, nicht weil es groß war. Überhaupt nicht. Doch die Raumaufteilung, das ganze Konzept beeindruckte. Nicht lustig, die enge Stiege nach oben, wohl zum Schlaftrakt. Das Landhaus war völlig zugewachsen zur Straße hin. Die Fläche davor auch. Öffnete sich die Türe, blickte man auf verschiebbare Glas-Terrassentüren. Und man sah in den dahinter liegenden Park, viele blühende weiße Tulpen, ca. 1,20 Meter hoch. Links ging es von diesem Eingangs- und Essbereich zum stark rechteckigen Wohnraum. Mit Tonnendecke. Vor Kopf ein Kamin. Überall Bücherregale. Unterbrochen von den raumhohen Schiebetüren zum Park. Mit Roland-Weber-Konzept: Sichtachsen! Wie die klassischen, englischen Parks. // Ein eleganter Beistelltisch fiel auf. Neben einer wunderschönen rotlackierten, japanischen Lackdose, lagen ordentlich aufgereiht, Visitenkarten seiner Top-Kunden. Tja, die Eitelkeiten. // Welche gesammelten Bücher gab es? Bücher mit Original-Kunst von Welt-Künstler. Einige wurde im Stadtmuseum mal ausgestellt. „Kunst im Buch“. Der Ausstellungskatalog führte im Impressum wichtige Kunden auf. Etwa Henkel, JCB oder auch Hans Gerling und diese Kaliber usw. // Mit Gerling ging ich nach der Ausstellungseröffnung zum privaten Champagner-Empfang in Roland Webers Garten-Villa. Ausgerechnet Gerling war es, der keinen Stuhl wählte, sondern mit mir – auf dem Fussboden saß! Die sogenannte „obere“ Gesellschaft staunte. Ich nicht. // Zufällig traf ich Roland Weber auf der Königsallee, Bankenseite. Hast Du Zeit, sagte er, dann lade ich Dich ein zu einer Suppe in meinen Stadtgarten. Wir gingen zur Deutschen Bank. Im hinteren Bereich sah ich einen wunderbar gestalteten Garten. Dort ließen wir uns nieder. Ich lauschte seinen Reisebeschreibungen. Herrlich, sein Wissen und was er dort für eine ruhige Oase auftragsgemäß geschaffen hatte! Roland Weber, ein durchgebildeter Ästhet!